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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Thawaabit 'ala darb al Jihad



Konstanten am Weg des Jihad
von Shaykh Yusuf al 'Uyayree

Lektionsserie von Imam Anwar al Awlaki

Übersetzt und bearbeitet von Mujahid Fe Sabeelillah (arabisch – englisch)

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Inhaltsverzeichnis: Seite

Vorwort des Editors 4


Einleitung 11

I. Erste Konstante: Der Jihad dauert an bis zum Tage des jüngsten Gerichts 12
- Tarbiyyah vor Jihad als eine gültige Ausrede? 12
- Einige der 'Ulema während der Zeit der Salahuddinâ' 14
- Die Beziehung eines Muslims zu Ahlul Kitaab 15
- Die primären Texte über Jihad bis zum Tage der Auferstehung 15

II. Zweite Konstante: Jihad hängt nicht von Einzelpersonen oder Gruppen von Einzelpersonen ab 19
- Erster Beweis 19
- Zweiter Beweis 19
- Das richtige und das falsche Verständnis 22
- Sieg und Niederlage kommen nur von Allah 23
- Urteile niemals nach dem Ergebnis 23
- Nach dem Ergebnis zu urteilen führt zu kufr und Verzweiflung 25

III. Dritte Konstante: Jihad hängt nicht von einem bestimmten Land ab 27
- Jihad muss Teil deines Lebens sein 27

IV. Vierte Konstante: Jihad hängt nicht von einer bestimmten Schlacht ab 31
- Wie wir uns vorbereiten 32

V. Fünfte Konstante: Sieg beschränkt sich nicht auf militärischen Sieg 33


- Erste Bedeutung des Sieges: Sieg gegen die 8 Hindernisse 34
- Zweite Bedeutung des Sieges: Sieg gegen shaytan 37
- Dritte Bedeutung des Sieges: der Mujahed ist geleitet 37
- Vierte Bedeutung des Sieges: Sieg gegen die Entmutiger 37
- Fünfte Bedeutung des Sieges: Standhaftigkeit auf dem Pfad des Jihad 39
- Sechste Bedeutung des Sieges: Opferung seines Wohlstands und seines Selbst 40
- Siebente Bedeutung des Sieges: Sieg deiner Idee 42
- Achte Bedeutung des Sieges: Zerstörung des Feindes durch kiramaat 43
- Neunte Bedeutung des Sieges: Armut für al Kuffar 44
- Zehnte Bedeutung des Sieges: Allah erwählt Shuhada 45
- Elfte Bedeutung des Sieges: Sieg auf dem Schlachtfeld 46
- Zusammenfassung 47

VI. Sechste Konstante: Die Definition der Niederlage 48


- Erste Bedeutung der Niederlage: Das Folgen des Weges von al Kuffar 48
- Zweite Bedeutung der Niederlage: Akzeptanz der Herrschaft von al Kuffar 50
o Der Unterschied zwischen Mudahanaa und Mudaarah 51
- Dritte Bedeutung der Niederlage: Gefallen an al Kuffar 51
- Vierte Bedeutung der Niederlage: Gehorsam gegenüber al Kuffar 52
- Fünfte Bedeutung der Niederlage: Die Hoffnung zu verlieren 52
- Sechste Bedeutung der Niederlage: Aufgabe des Banners des Jihad 53
- Siebente Bedeutung der Niederlage: Aufgabe der Hoffnung auf den militärischen Sieg 53
- Achte Bedeutung der Niederlage: Angst vor dem Feind 53
- Zusammenfassung 54
- Die Taliban und Schlussfolgerungen 55

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Ubada bin Samit überliefert, dass der Prophet (sallallahu 'alayhi wassallam) sagte:
„Dem Shaheed sind sieben Geschenke von Allah versprochen:
1) Ihm werden all seine Sünden beim ersten Tropfen Blut den er vergießt vergeben. 2) Er
erkennt seinen Status in Jannah. 3) Er wird in die Kleider des Iman gekleidet 4) Er ist
sicher vor der Strafe des Grabes. 5) Er wird sicher sein vor der großen Angst der Strafe des
Tages des jüngsten Gerichts. 6) Eine Krone der Ehre wird auf seinem Kopf platziert 7) Er
darf Fürsprache halten für 70 Mitglieder seiner Familie.“
(Musnad Ahmed, Tabrani, at-Targheeb wa at-Tarheeb, S.443, 2.Ausg.)
Möge uns Allah unter die Shuhada einreihen! Amiin.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Vorwort des Editors


Bismiallahir Rahmaanir rahiim, Assalam Alaikum wa Rahmatullahi wa Barakatuhu, Alhamdullilah,
(Im Namen Allahs, des Erbarmers des Barmherzigem, Friede sei mit dir und Segen und
Barmherzigkeit Allahs, Der Dank gebührt Allah) Allah hat uns mit der Möglichkeit gesegnet dieses
Buch denjenigen mu'minuun (gläubigen Muslimen) zur Verfügung zu stellen die den Ruf Allahs
vernahmen als er sagte: „O ihr, die ihr glaubt! Soll ich euch zu einem Handel bewegen, der
euch vor einer schmerzlichen Strafe rettet? Glaubt an Allah und seinen Gesandten und setzt
euch auf Allahs Weg mit Gut und Blut ein. Dies ist das Beste für euch, wenn ihr es nur
wüsstet. Er wird euch eure Sünden vergeben und euch in Gärten führen, durcheilt von
Bächen, und in vorzügliche Wohnungen in den Gärten von Eden. Das ist die große
Glückseeligkeit!“ (Die Schlachtordnung, As-Saff, 10-12)

Thawaabit 'ala darb al Jihad ist eines der besten gegenwärtigen Bücher über das Thema des Jihads.
Es wurde von Sheikh Yusuf al-'Uyayri geschrieben. Sheikh Yussuf brach in jungen Jahren auf um
in Afghanistan gegen die Russen zu kämpfen. Menschen die ihn kannten beschrieben ihn als sehr
intelligente Person, der in allen Waffengattungen versiert war und Leute sehr gut daran ausbilden
konnte. Später kehrte er auf die arabische Halbinsel zurück und diente den Mujaheddin in Sheeshan
und sammelte Geld für sie. Nach einiger Zeit wurde er verhaftet und für einige Jahre ins Gefängnis
gesteckt. Im Gefängnis lernte er al Bukhari und Muslim auswendig. Nachdem er freikam schrieb er
ein paar Bücher, jedes von ihnen ein Meisterstück. Man kann darin die Tiefe der Verweise zu
Qur'an und Sunnah genauso erkennen wie die Verweise auf gegenwärtige Ereignisse. Er wurde
letztlich von Sicherheitskräften auf der arabischen Halbinsel getötet und starb als shahid (inshaa
Allah – wir bitten Allah dass es so sein möge). Amin.

Imam Anwar al Awlaki gibt diesem Buch mit seiner Serie von Lektion neues Leben. Es ist eine
sehr detailierte Serie von Lektionen, von großer Relevanz für die heutige Zeit, da es kein Khilafah
(islamisches Gebiet, islamischer Staat) gibt und viele Muslime behaupten, es wäre der falsche
Zeitpunkt für den Jihad. Zusätzlich, von den Muslimen, die die Errichtung eines Khilafahs als
Pflicht erachten, betrachten unglücklicherweise viele Einzelpersonen und islamische Bewegungen
ihren Din(Religion,Lebensordnung) aus einer seht westlichen Perspektive. Das Konzept des Jihads
wird als „gefährlich“ erachtet. Sie haben kein Vertrauen in Allah und viele dieser Muslime beten,
dass wir mehr Iman(Glaube) und Yaqin brauchen!

In Wirklichkeit wird das Vertrauen in Allah gestärkt, wenn jemand einen Schritt vorwärts geht um
Allah zu gefallen, denn wir wissen durch den Hadith Qudsi, dass für den Diener Allahs der einen
Schritt auf Allah zugeht, Allah viele Schritte auf ihn zugehen wird! Zusätzlich bedeutet für sie mehr
als alles andere einen inneren Kampf. Das ist eine ein in der westlichen Verbreitung sehr verzerrtes
Konzept des Jihads, obwohl es von einem sprachlichen Standpunkt aus zutrifft. Wie dem auch sei,
die allgemeine islamische Bedeutung des Jihads ist der Kampf auf dem Wege Allahs (Jihad fi
Sabijlillah).

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Vor dem Islam wurde von den Arabern das Wort Salat verwendet; Es bedeutete Flehen. Doch als
der Islam kam, änderte sich seine Bedeutung zu dem Gebet dass wir heute kennen, obwohl es
sprachlich immer noch als Flehen verstanden werden kann. Das selbe gilt für das Wort Jihad.
Davor hatte es nichts mit dem Kampf auf Allahs Weg zu tun; und als der Islam kam wurde es sehr
deutlich dass er die Bedeutung geändert hatte. Manche behaupten, dass der Qur'an das Wort Jihad
für Anstrengung verwendet. Dies ist wahr, wie einige der ayaat(Verse) des Qur'ans belegen.
Dennoch, wie wir feststellten, die Bandbreite der Bedeutung des Jihads hat sich verändert, aber
sprachlich blieb sie die Selbe. Zum Beispiel wenn der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam (Segen
Allahs sei mit ihm und Friede) – sagte:
Überliefert von Abu Huraira: Allahs Gesandter sagte: „Wer stirbt ohne an einem Feldzug (Jihad)
teilgenommen zu haben, noch die Absicht hatte an einem Feldzug teilzunehmen, stirbt auf dem Weg
der Heuchelei.“ (Sahih Muslim)

Bezieht er sich hier auf einen innerlichen Kampf?

Ganz und gar nicht. Ein anderes Beispiel, überliefert von Abdullah ibn Umar: Ich hörte den
Gesandten Allahs – sallallaahu 'alayhi wasallam – sagen: „Wenn du Geschäfte abschließt, am
Besitz festhältst, und zufrieden mit der landwirtschaftlichen Arbeit bist, und aufgibst Jihad zu
betreiben, wird Allah Schande über dich kommen lassen und sie nicht eher von dir nehmen als du
zum richtigen Din (d.h. dem wahren Islam) zurückgekehrt bist.“ (Sunan Abu Dawud: Book 23,
Number 3455)

Macht es irgendeinen Sinn zu behaupten, dass Jihad hier Anstrengung und nicht Kampf bedeutet?
Dieser Hadith (Aussage des Propheten) sagt uns, was geschieht wenn wir nicht Jihad betreiben;
Heutzutage versuchen wir die 'Aqidah(Grundlagen) des Jihad zu einem rein innerlichen Kampf zu
verzerren, und nur am Rande geben wir ihm die Bedeutung des Kampfes.

Das Resultat ist, dass Schande über uns bestehen bleiben wird.
Wir müssen nicht aufzeigen was diese Schande heute darstellt. Es geschieht schon seit langer Zeit.
Unser Din kann nur bestehen, wenn wir dem Islam gemäß dem Weg folgen, der uns vorgeschrieben
wurde und das bedeutet den Jihad zu praktizieren, ob es Iman gibt oder nicht. Dieser Hadith ist ein
weiterer Beweis, dass wir es vermeiden sollten wie Zivilisten zu leben und wie Soldaten leben
sollten. Dies wird in dem Buch später klar werden.

Abu Huraim berichtet, dass der Gesandte Allahs – sallallahu 'alayhi wasallam – gefragt wurde:
„Gibt es eine Tat die dem Jihad gleichkommt?“ Er sagte: „Ja, aber es wird dir nicht möglich sein
sie auszuführen.“ Nach dreimaligem Nachfragen antwortete er: „Was einem Mujahed gleichkommt
ist jemand der ohne Unterbrechung fastet und betet bis der Mujhed zurückkehrt.“ (Sahih Muslim)

Mit der Bedeutung: zurückkehrt von einer Schlacht. Rückkehr vom inneren Kampf würde keinen
Sinn ergeben. Zusätzlich, wenn wir uns die klassischen Bücher des fiqh (islamisches Rechtsurteil)
über das Thema das Jihad ansehen, heißen diese normalerweise nicht „Kitab al Qitaal“ sondern
„Kitaab al Jihad“ sowie Al Mughni von Ibn Qudaarnah, Al Umm von Imam Shafia und Al
Mudawanah von Imam Malik, Den drei Kommentaren zu Mukhtasar Khalil von Al Kharshi, Alaysh
und Al Hatab, Al Muhala von Ibn Hazm, Subul Al Salam, Nayl Al Awtar, Al Fatawa al Kubra von
Ibn Taymiyyah.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Jihad ist eine Sache die die Ungläubigen an diesem Din komplett ablehnen; es kümmert sie nicht
wenn du Salat betest und im Monat Ramadan fastest, aber Jihad erfüllt ihre Herzen mit Schrecken.
Wenn heutzutage Jihad in den Nachrichten erwähnt wird, wird er zumeist als „Terrorismus“
bezeichnet. Dies geschieht um unsere muslimische Ummah(islamische Gemeinschaft) davon
abzuhalten ihre Pflicht vor Allah zu erfüllen wenn Er sagt: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf,
doch vielleicht ist er euch ein Greuel. Aber vielleicht verabscheut ihr etwas, das gut für euch
ist. Und vielleicht liebt ihr etwas das schlecht für euch ist. Allah weiß es, ihr aber wisst nicht.“
(Die Kuh, Al-Bakarah, 216)
Ein wenig über die folgende Hadith nachzudenken sollte jedem wahren Gläubigen genügen um zu
akzeptieren, dass Jihad der Höhepunkt des Glaubens ist und keine Tat die man begeht um ein
bestimmtes Ziel zu erreichen. Das Betreiben des Jihads an sich ist sein Ziel, sowie das Fasten an
Ramadan.

Muadh bin Jabal überliefert: Wir waren mit dem Gesandten Allahs – sallallahu 'alayhi wasallam –
als wir aus Tabook zurückkehrten. Er sagte zu mir: „Wenn du möchtest kann ich dir den Kern der
Sache erklären, seine Säule und seinen Gipfel.“ Ich sagte ja o Gesandter Allahs. Er sagte: „Der
Kern der Sache ist der Islam, seine Säule ist Salah und sein Gipfel ist Jihad.“
(Bukhari: Band 4, Buch 52, Nummer 44)

Salameh bin Nufail sagte: Während ich mit Rasuulullah(der Gesandte Allahs) saß, kam ein Mann
zu ihm und sagte: „O Gesandter Allahs, Die Pferde werden gedemütigt und die Waffen werden
niedergelegt und die Menschen behaupten es gäbe keinen Jihad mehr und der Krieg sei vorüber.“
Rasulullah sagte: „Sie lügen! Der Kampf hat gerade erst begonnen! Der Kampf hat eben erst
begonnen! Und eine Gruppe meiner Ummah wird immer auf dem wahren Pfad kämpfen. Allah wird
die Herzen einiger Männer abweichen lassen und als Gegener im Kampf zur Verfügung stellen bis
die letzte Stunde gekommen ist und sich die Versprechung Allahs erfüllt und das Gute liegt auf den
Stirnen der Pferde[im Kampf] bis zum Tage des Gerichts. Es wurde mir offenbart, dass ich euch
bald verlassen werde und ihr werdet mir folgen während ihr einander bekämpft und das Haus der
Gläubigen ist in al Shaam“ (Al Shaam bezieht sich auf Syrien, Libanon, Palästina und Jordanien.Es
könnte sich auf Teile oder alle diese Länder beziehen. Überliefert von Imam al Nasa'i und is hasan)

Im Kommentar zu Al Nasa'i von al Sindi, schreibt er:


„gedemütigte Pferde“ bedeutet dass sie ignoriert oder geringgeschätzt werden, oder dass sie nicht
für den Kampf eingesetzt werden. „Der Kampf hat eben erst begonnen, der Kampf hat eben erst
begonnen;“ Die Wiederholung verweist auf die Wichtigkeit der Botschaft und bedeutet, dass der
Kampf sich nur verschärft und dass Allah ihn gerade erst vorgeschrieben hat, also wie kann er so
rasch wieder enden? Oder es bedeutet, dass der echte Kampf gerade erst begonnen hat, weil sich der
Kampf bis jetzt auf ihr eigenes Gebiet beschränkte, das Land der Araber, doch jetzt ist es an der
Zeit den Kampf in weitere Länder zu tragen.

„Allah wird die Herzen einiger Männer beinflussen;“ Dies bedeutet, dass Allah die Gemeinschaft
der Gläubigen immer mit genügend Männern versorgen wird, auch wenn dies bedeutet ihre Herzen
vom Iman zum Kufr abweichen zu lassen. Dies um die Gläubigen zu segnen indem Er ihnen die
Möglichkeit zum ehrenvollen Kampf auf seinem Weg gibt, und die schönste aller Freuden: Allah
zufrieden zu stellen. „Gutes liegt auf der Stirn der Pferde;“ bedeutet Belohnung und Beute, oder
Ehre und Stolz. „Das Haus der Gläubigen ist al Shaam;“ bezieht sich das Ende der Zeit. Es wird
eine Festung des Islams sein und das Land des Jihads.“

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Zayid ibn Aslam, überliefert von seinem Vater, dem Gesandten Allahs – sallahu 'alayhi wasallam:
„Der Jihad wird frisch und fruchtbar bleiben so lange Regentropfen vom Himmel fallen. Und es
wird für die Völker eine Zeit kommen in der die Qur'an Rezitierer (Imane) unter ihnen sagen
werden: 'Dies ist nicht die Zeit für Jihad.' So, wer zu dieser Zeit leben mag, es ist die beste Zeit für
Jihad.“ Sie sagten: „O Gesandter Allahs, würde jemand wirklich so etwas sagen?“ Er sagte: „Ja,
derjenige den Allah verfluchte, die Engel und die gesamte Menschheit.“
[Überliefert von Ibn Zamneen in Usoolus-Sunnah Mursalan, und überliefert von Ibn `Asaakir
Marfoo`an von Anas (radiyallaahu `anhu).]

Dieser Hadith lässt viele die darauf stoßen sich wundern. Viele Leute heutzutage würden sagen: „Es
ist nicht die richtige Zeit für Jihad“. Dies war schon immer die allgemeine historische Ausrede sich
nicht am Schlachtfeld zu beteiligen, sogar zu Zeiten des Rasulullah – sallallahu 'alaihi wasallam.
Nichtsdestoweniger hat der Prophet – sallallahu 'alaihi wasallam – gesagt: „Es ist die beste Zeit für
den Jihad!“ Jihad wird weitergehen bis zum Tage des Gerichtes. Wir werden dies – inshaa Allah –
im Verlaufe dieses Buches besser verstehen.

Abu Hurairah erzählt: Der Gesandte Allahs – sallallahu 'alaihi wasallam – sagte:
„Versuchungen und schwere Prüfungen stehen uns bevor. Prüfungen wie Teile einer dunklen
Nacht. Der sicherste unter ihnen wäre ein Mann der auf dem Gipfel eines Berges von seiner
Schafherde lebt, oder ein Mann der sein Pferd sattelt und von seinem Schwert lebt.“ (Al Hakim)

SubahnAllah (Gepriesen sei Allah). Was tun wir im Westen in erster Linie? Der sicherste der
Muslime wäre derjenige, der gleich einem Einsiedler lebt und Allah verehrt, fern der bösen (und
dajjali[satanischen]) Gesellschaft, oder derjenige der von seinem Schwert lebt und das Leben des
Jihads lebt. Es gibt nichts dazwischen. Manche werden als Entschuldigung die Da'wah vorbringen,
welche gemäß der Sharia'a einen legitimen Grund darstellt. Doch Da'wah beinhaltet die Da'wah
des Nuh ('alayhis salaam) [Noah – Frieden sei mit ihm], welche die Verbreitung der Religion Allahs
Tag und Nacht, auf sicherer Basis bedeutet. Jedenfalls, diese Muslime die von den Amirul
Mu'minun (Anführeren der Muslime) in bestimmte Länder der Ungläubigen gesandt wurden, waren
nicht die durchschnittlichen heutigen Muslime; Sie waren die besten der Muslime und in den
meisten Fällen Gelehrte. Wir können das Leben in den Ländern der Ungläubigen nicht
rechtfertigen, besonders da kein Amir uns befohlen hat hier zu sein um an erster Stelle Da'wah zu
betreiben. Was für ein Beispiel sind wir für die Da'wah wenn wir die Art und die Kultur der kuffar
annehmen, und unsere Rechtfertigung dies zu tun, ist es den Islam zu repräsentieren? Ist das was die
Sahaba (Gefährten des Propheten) und die frühen Salaf (Gelehrten der ersten drei Generationen)
taten? Folgten sie den Dingen denen die Ungläubigen folgten? Haben sie sich in die Dunja (das
Diesseits) gestürzt wie jeder beliebige Ungläubige?

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Noch nicht einmal in ihrer Kleidung immitierten diese Muslime die nicht-Muslime. Sie erhielten
sich ihre Eigenart in der Gesellschaft. Da'wah im Westen ist nicht unsere höhste Priorität. Unsere
Priorität ist es unseren eigenen muslimischen Ländern zuhause zu helfen, besonders zu dieser Zeit,
wo der Jihad Fard al'ayn (Pflicht für alle Muslime) ist. Wir sollten alles was wir können
unternehmen um das Land der Ungläubigen zu verlassen und den Muslimen zu helfen den Islam
mittels des Jihads zu errichten. Der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam – sagte: „Wer sich einem
Mushirk anschließt und mit ihm lebt, ist wie er.“ (Abu Daud, at-Tirmidhi) Jabir erzählt, das der
Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam – sagte: „Ich sage mich los von jedem Muslim der unter den
Mushrikuun (Götzendienern) lebt.“ Wir fragten, „Warum ist das so, O Gesandter Allahs?“ Er
antwortete: „Ihre Flammen sollten nicht sichtbar sein für einen anderen“ (Abu Dawud)

Manche werden argumentieren; „Ich wurde im Westen geboren; wo soll ich also hingehen?“ Nunja,
wenn dir bewusst ist, das der Westen nicht dein durchschnittliches Land der Ungläubigen ist und in
Wahrheit den Islam in den Medien und am Schlachtfeld bekämpft, dann ist es deine Verpflichtung
sie entweder mit dem Schwert zu bekämpfen oder sofern irgendwie möglich in ein muslimisches
Land zu gehen und im Jihad zu kämpfen.
Manche werden argumentieren:
„Wir flüchten vor der religiösen Verfolgung; dieses Land hat mehr Freiheiten.“ Das ist keine
Entschuldigung um in ein Land der Ungläubigen zu kommen. Erstens, das Land der Ungläubigen
lässt dich den Jihad nicht komplett ausüben. Erlauben sie dir den Jihad? Erlauben sie dir den
huduud von Allah einzuführen? Erlauben sie dir öffentlich diejenigen zu verurteilen, die die
Mujaheddin und den Islam bekämpfen? Wenn nicht, welcher Art von Islam folgen wir dann?

Allah, der Höchste, der Wahrhaftige sagt: „...Glaubt ihr denn nur einen Teil der Schrift und
leugnet einen anderen? Wer unter euch aber solches tut, den trifft kein anderer Lohn außer
Schande in diesem Leben. Und am Tage der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe
ausgeliefert werden; denn Allah ist nicht achtlos dessen was ihr tut!“ (Die Kuh, Al Bakarah,85)

Zweitens, wenn es Verfolgung in den Heimatländern gäbe, dann sollte es auch Jihad gegen die
bösen Kräfte geben, man darf keine demütige Einstellung gegenüber denen die den kuffar
(Ungläubigen) einführen. Der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam – sagte: „Der beste Kampf
(Jihad) am Wege Allahs ist ein Wort der Gerechtigkeit gegen einen unterdrückenden Herrscher (zu
sprechen).“ (Sunan Abu Dawud: Buch 37, Nummer 4330)

Wenn du weißt, dass das nicht funktionieren würde, worauf wartest du dann? Der Gesandte Allahs -
sallallahu 'alayhi wasallam - wurde über die tyrannischen Herrscher befragt: „Sollen wir uns ihnen
etwa nicht widersetzen?“ Er – sallallahu 'alayhi wasallam – sagte: „Nein, solange sie das Gebet
unter euch verbreiten.“ d.h. solange sie mit dem Islam regieren. Es wird auch von Ubada ibn Samit
bezüglich des Versprechens überliefert, dass er – sallallahu 'alayhi wasallam – sagte: „Wir werden
nicht gegen unsere Anführer vorgehen, solange wir keinen offensichtlichen kufr bezeugen, von dem
wir einen eindeutigen Beweis Allahs haben.“

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Lasst uns die Shari'ah einen Moment zur Seite legen und logisch nachdenken. Was geschieht wenn
deine Kinder in dem Land der Ungläubigen leben, wo der kufr Tag und Nacht propagiert wird und
als etwas gutes betrachtet wird? Was geschieht mit deinen Kindern wenn haram(Verbotenes), shrik
(Götzendienst, Anbetung etwas anderen neben Allah), kufr (Unglaube) und zina (Unzucht) den
Titel „Unterhaltung“ bekommt? Was geschieht mit diesen Generationen von Muslimen die in dem
Land der Ungläubigen leben? Werden sie nicht anfangen sie zu imitieren? Werden sie nicht einer
von ihnen werden? Sehen wir das nicht bereits in ihren Gesichtern (z.B.: rasierter Bart, kein
hijab[Kopftuch])? Und sogar diejenigen, die gegen diese kufr Kräfte kämpfen, wie können sie
behaupten, dass sie gegen den kufr in ihrem Herzen und nicht den kufr des Systems kämpfen, wenn
die gesamte Sozio-politisch-ökonomische Struktur von kufr durchdrungen ist, und nicht-Muslime
das sagen haben?

Manche werden argumentieren, „Wir leben in diesem Land für Jihad an nafs. Es stärkt unsere nafs
hier zu leben.“ Das ist nichts als eine pathetische Ausrede. Es gab keinen einzigen Fall in den ersten
drei Generationen und den frühen Salaf, wo jemand zum Zwecke des Jihad an nafs im Land der
Ungläubigen gelebt hat. Wenn sie Jihad an nafs machen wollten, beteten sie extra nafl, lasen den
Qur'an und unter den wichtigsten Dingen, sie betrieben Jihad fi sabiilillah. Fasten im Monat des
Ramadan bringt einen näher zu Allah; das selbe gilt für Jihad fi sabiilillah, denn der Tod umgibt
den Gläubigen. Er wird danach streben seine Absichten rein, und seine Taten gütig und reich zu
machen.

Da dieses Buch und dieses kurze Vorwort nicht dazu dienen die hijra(Auswanderung) zu erklären,
werden wir dieses spezielle Thema damit abschließen. Der Gesandte Allahs – sallallahu 'alayhi
wasallam – sagte: „Liebst du es nicht, dass Allah dir vergibt und dir das Paradies gewährt? Dann
kämpfe auf dem Pfad Allahs“ (Tirmithi & Ahmad) Deutlicher wird es selten ausgedrückt. Möge
Allah uns zu einem der Shuhada machen! Amin.

Widergegeben von Abu Huraira: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs – sallallahu 'alayhi
wasallam – und sagte: „Belehre mich über eine Tat die dem Jihad gleichkommt“ Er antwortete:
„Ich kenne keine solche Tat.“Dann fügte er hinzu: „Kannst du, während der muslimische Kämpfer
am Schlachtfeld ist, eine Moschee betreten und ohne Unterbrechung beten und fasten und das
Fasten niemals brechen?“ Der Mann sagte: „Aber wer kann das tun?“ Abu Huraira fügte hinzu:
„Der Mujahed wird sogar für die Schritte seines Pferdes belohnt während es zum grasen an einem
langen Seil umherwandert.“ Allahuakbar! Sogar das umherwandernde Pferd des Mujaheds bringt
gute Taten auf seine Schultern! (Bukhari: Volume 4, Book 52, Number 44)

Es gibt viele ahadith zu dem Thema des Jihads die naheliegenderweise nicht alle in diesem Vorwort
erwähnt werden können. Es gibt jedoch ein Buch, dass wir all jenen sehr ans Herzen legen, die an
dem Thema und dem daleel hinter dem heutigen Kampf interessiert sind. Das Buch heißt Mashari
Al-Ashwaq Ila Masari Al-Ushaaq von Sheikh Abi Zakaryya Al Dimashqi Al Dumyati 'Ibn-Nuhaas'
(D. 814 Hijri). Es ist eines der bekanntesten klassischen Bücher des Jihads. Die Lektionserie zu
diesem Buch wurde auch von Imam Anwar al Awlaki verfasst. Der Titel der Lektionsserie ist „The
Story of Ibn al Akwa.“ (Die Geschichte von Ibn al Akwa)

Zu diesem Buch, Thawaabit 'ala darb al Jihad, habe ich die Lektionsserie in ein Buchformat
transkribiert. Neunundneuzig Prozent was du in dem Buch lesen wirst ist was Imam Anwar sagt.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Das verbleibende Prozent sind meine Anmerkungen um die Verbindungen zwischen den Themen
durch Zitierung weiterer ahadith, ayaat, Beispiel und Aussagen zu vereinfachen. Anstatt den Text
Wort für Wort zu übersetzen, verwendete ich meine eigenen Ausdrücke um die Botschaft dem
Leser besser zu vermitteln. Es gab viele Wiederholungen in der ursprünglichen Lektion, also habe
ich sie gekürzt. Ich habe außerdem Fußnoten hinzugefügt um es dem Leser zu erleichtern,
Referenzen zu speziellen Themen zu finden. Zuletzt bitte ich Allah uns alle auf Seinen geraden
Weg zu leiten; den Pfad derer die nach Seiner Zufriedenheit streben.

Ich bitte Allah uns zu denen zu machen die für Seine Sache kämpfen und sterben. Ich bitte Allah
uns zu denen zu machen die er als Shuhada (Märtyrer) erwählt. Ich bitte Allah den Sheikh Yusuf al
'Uyayree, für diese inspirierenden und lehrreichen Worte über die größte 'Ibadah die ein Diener
Allahs betreiben kann, mit Jannah zu segnen. Ich bitte Allah Imam Anwar al Awlaki mit Jannah zu
segnen, für seine Anstrengung in der Erklärung und Wiederbelebung der Worte dieses Sheikh in
einer Zeit in der auf den Jihad hinabgeblickt wird. Zuletzt bitte ich Allah dieses Buch zu einem
Buch der Übung und nicht nur zu einem Buch des Wissens zu machen. Amin Ya Rabbal 'Alamiin!
Wa 'Aleykum Assalamu Wa Rahmatullahi Wa Barakatuhu. Mujahed Fi Sabiillah
(Amin dir O Herr der Welten! Und Friede sei mit dir, und Segen und Barmherzigkeit Allahs.
Mujahed auf dem Wege Allahs)

Khalid bin al Waleed sagte: „Wenn ich eine schöne Frau die ich liebe heiraten sollte, oder die frohe
Botschaft hörte, dass ich einen Sohn bekommen würde, wäre meinem Herzen nicht so lieb als in
einer eisig kalten Nacht in einer Armee zu sein und auf ein Zusammentreffen mit dem Feind zu
warten. Ich rate euch euch auf den Weg des Jihads zu begeben.“ Das waren die Worte Khalids vor
seinem Tod. (Ibn al Mubarak)

Der dritte Anführer Abdullah bin Rawahah leitete die muslimische Armee in der Schlacht von
Mu'tah. Ein Cousin von ihm gab ihm ein Stückchen getrocknetes Fleisch und sagte ihm: „Stärke
dich hiermit. Du hast heute schon viel durchgemacht!“ Er nahm es und nahm einen Bissen. Dann
sagte er sich selbst: „Du bist immer noch in dieser Welt!“ und er schmiss das Stück Fleisch weg
und kämpfte bis er getötet wurde.

Abu Muthana Al Abdi sagte er hörte Abu Al Khasasyah sagen: „Ich kam zu dem Gesandten Allahs
und sagte ich würde ihm die Treue schwören. Der Gesandte Allah nahm mir das Gelübde ab zu
bezeugen dass es nichts anbetungswürdiges gibt außer Allah, dass Muhammad sein Gesandter ist,
dass ich die fünf Gebete beten würde, an Ramadan fasten, die Zakah bezahlen, die Hajj machen
und auf dem Weg Allahs kämpfen würde.“ Ich sagte : „O Gesandter Allahs, Zwei dieser Dinge
kann ich nicht tun. Das Erste ist die Zakah. Ich habe nur zehn Kamele. Sie stellen meinen ganzen
Reichtum dar. Das zweite ist Jihad; Ich habe gehört, dass wer vom Schlachtfeld davonläuft den
Zorn Allahs auf sich zieht. Ich habe Angst, dass wenn es zum Kampf kommt ich mich vor dem Tod
fürchten könnte und mein Glaube mich verließe.“ Rasulullah nahm seine Hand, schwang sie umher
und sagte: „Keine Zakah und kein Jihad! Wie kannst du dann Jannah betreten?“ Abu al Khasasyah
sagte dann: „Der Gesandte Allahs nahm mein Gelübde zu jedem Punkt den er erwähnt hatte.“
(Überliefert und bestätigt von Al Hakim)

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Einleitung

In jeder Ideologie gibt es Konstanten und Variablen. Die Konstanten bleiben über alle Zeiten, Orte
und für alle Menschen bestehen. Die Variablen ändern sich von Zeit zu Zeit, sind von Ort und
Menschen abhängig. Beispiel: Ist die Salah von der Zeit, dem Ort oder der Person abhängig? Nein,
unsere Körper sind die selben wie die der Alten, und unser Herr ist der selbe, also ist das eine
Konstante. Ein Beispiel für eine Variable ist, wie eine khalifa gewählt werden kann. Heute ist es
notwendig, die Konstanten des Jihads zu diskutieren sich an sie zu erinnern und die Menschen zu
diesem Weg zu mahnen. Das ist deshalb so wichtig, weil heute viele Menschen versuchen die
Konstanten des Jihads in Variablen zu wandeln und unsere Absicht ist es, die Distanzierung von
ihnen zu rechtfertigen.

„Der Kampf wurde euch vorgeschrieben, doch er ist euch ein Greuel. Aber vielleicht
verabscheut ihr etwas, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr etwas das schlecht für euch
ist, Allah weiß, ihr aber wisst nicht.“ (Die Kuh, Al Bakarah, 216)

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Kapitel I
Erste Konstante: Der Jihad dauert an bis zum Tage des
Jüngsten Gerichts

Der Jihad dauert an bis zum Tage des Jüngsten Gerichts


Die ganze Welt hat sich gegen ein Ritual des Islams versammelt, und das ist der Jihad. Viele
Nationen, vor allem die mächtigen, mobilisieren an verschiedensten Fronten. (z.B. religiös,
politisch, sozial, ökonomisch, medial, Massenpropaganda, usw. ) um gegen Jihad fi Sabiilillah zu
kämpfen. In Fragen der religiösen Stärke sehen wir die USA und Israel für den Staat von Israel für
einen religiösen Zweck arbeiten: die Herabkunft des Messiahs. In Fragen der politischen Stärke, ist
die internationale Diplomatie mit der Bekämpfung des „Islamischen Terrorismus“ befasst. Jede
einzelne Regierung dieser Welt, sowohl muslimisch als nicht-muslimisch hat sich dem Kampf
gegen den Islam (insbesondere dem Jihad) angeschlossen. Auf der Medienfront machen sie einen
ausgezeichnete Arbeit die Massen über den Islam zu belügen. Sie geben dem Islam in diesem Land
ein sehr irreführendes Gesicht.

Tarbiyyah vor Jihad als eine gültige Ausrede?


Allah, der Höchste, sagt: „Der Kampf wurde euch vorgeschrieben, doch ist er euch ein Greuel.
Aber vielleicht verabscheut ihr etwas, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr etwas das
schlecht für euch ist, Allah weiß, ihr aber wisst nicht.“ (Die Kuh, Al Bakarah, 216). Diese ayah
(Vers) ist ein Befehl für Muslime zu kämpfen. Viele Muslime und islamische Jama'at sagen, dass
bevor sie Jihad machen, käme zuerst tarbiyyah. Die Art wie sie dies argumentieren ist, das sie
sagen: „Tarbiyyah ist eine Vorraussetzung des Jihads, daher können wir ohne tarbiyyah keinen
Jihad betreiben.“ In anderen Worten sagen sie, dass tarbiyyah zwingenderweise vor dem Jihad
kommt.

Andere sagen, „Wir leben in einer mekkanischen Zeit, daher sollte es keinen Kampf geben.“ Ist dies
gerechtfertigt? Gibt es eine Rechtfertigung den Jihad fi Sabiilillah zu verschieben? Ändern wir die
Fragestellung um es leichter verständlich zu machen. Wenn jemand während des Ramadan ein
Muslim wird, würdest du ihm dann sagen, dass er tarbiyyah machen muss bevor er fastet? Würdest
du ihm sagen, dass wir in einer mekkanischen Zeit leben und er daher nicht fasten muss? Ein
Mensch hat in etwa 15 Jahre bevor das Fasten beginnt, denn so lautet die Sharia'a, davor kannst du
während des Ramadan essen und brauchst gar nicht zu fasten. Aber wenn diese 15 Jahre vorbei sind
wirst du genug tarbiyyah haben um mit dem Fasten zu beginnen. Niemand sagt hier, dass es ein
Witz ist. Warum sagst du dies also über Jihad fi Sabiilillah?

12
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Was ist der Unterschied wenn die Anweisung zum Jihad die selbe Form hat wie die Anweisung zu
Siyaam?

Kutiba 'alaykumus Siyaamâ


Euch ist das Fasten vorgeschrieben (Die Kuh, Al Baqarah, 183)
Kutiba 'alaykumul Qitaalâ
Vorgeschrieben wurde euch der Kampf (Die Kuh, Al Baqarah, 216)

Sie sind beide in der Sure al Baqarah. Das Fasten wurde uns vorgeschrieben und der Kampf wurde
uns vorgeschrieben; wie kommt es dass wir sie unterschiedlich behandeln? In Wahrheit wurde das
Fasten nach dem Jihad fi Sabiilillah vorgeschrieben. Der Befehl zum fasten kam 15 Jahre nach
Beginn des Prophetentums und der Befehl zum Jihad kam 13 Jahre nach Beginn des
Prophetentums. Wie kommt es, dass hier zwei Jahre unterschied sind? Logisch betrachtet müssten
wir den Menschen sagen, bevor sie fasten, sollen sie tarbiyyah machen. Wie kommt es, dass wir
tarbiyyah vor dem Jihad vorschreiben, wenn der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam - dies nicht
getan hat? Wenn jemand Muslim wurde hat er ihm dann gesagt er müsse unter Shuyookh (Gelehrte)
studieren und könnte erst dann Jihad betreiben? Sagte er ihm er müsse arabisch lernen oder das
Land verlassen um den Islam zu studieren bevor er Jihad betreiben könnte?

Überliefert von Abu Hurayrah: Amr ibn Uqaysh hatte in vorislamischer Zeit Wucherdarlehen
gegeben; so wollte er den Islam nicht annehmen bis er sie zurückbekam. Er kam am Tag von[der
Schlacht von] Uhud und fragte: „Wo sind meine Cousins?“ Sie antworteten: „Bei Uhud.“ Er fragte:
„Wo ist so-und-so ?“ Sie sagten: „Bei Uhud.“ Er fragte: „Und wo ist so-und-so?“ Sie sagten: „Bei
Uhud.“ Daraufhin legte er seine Rüstung an und ritt auf seinem Pferd; er kam dann auf sie zu. Als
die Muslime ihn sahen sagten sie: „Bleib fern, Amir.“ Er sagte: „Ich bin ein Gläubiger geworden.“
Er kämpfte bis er verwundet wurde. Verwundet wurde er zu seiner Familie gebracht. Sa'd ibn
Mu'adh kam zu seiner Schwester: „Fragt ihn (ob er kämpfte) wegen des Partisanentums, wegen der
Wut auf sie, oder aus Hingabe für Allah.“ Er sagte: „Aus Hingabe für Allah und seinen Gesandten.“
Er starb dann und betrat das Paradies [inshaa Allah]. Er hatte kein Gebet für Allah gebetet.
(Sunan Abu Dawud: Book 14, Number 2531)
Als er Muslim wurde, hat ihm der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam – gesagt er soll den Qur'an
oder die Hadith studieren? Uqaysh tat nichts als auf dem Pfad Allahs zu kämpfen und starb shahiid
(inshaa Allah); er erreichte den höchsten Status den ein Muslim jemals erreichen kann.
Wer würde mehr tarbiyyah brauchen als ein Jude? Leute sagen, Muslime brauchen viel tarbiyyah
vor dem Jihad, ein Jude bräuchte jedenfalls noch mehr tarbiyyah. Bukhayriik konvertierte in der
Schlacht von Uhud und starb shahiid; der Prophet – sallallahu 'aleyhi wasallam – sagte:
„Bukhayriik ist der beste der Juden.“ Er hatte kein intensives spirituelles Training. Dennoch nannte
ihn der Prophet – sallallahu alayhi wasallam – den besten der Juden. Warum? Weil er auf dem
Schlachtfeld gekämpft hat und als shahid gestorben ist. Dies soll die Bedeutung von tarbiyyah nicht
geringschätzen. Jedoch ist es keine notwendige Vorbedingung für den Jihad. Wieso glauben dann
so viele Muslime tarbiyyah vor dem Jihad zu benötigen? Weil Allah sagte: „Der Kampf wurde
euch vorgeschrieben, doch ist er euch ein Greuel,“ - deshalb; der Grund ist, dass die Leute den
Kampf nicht mögen und nach Ausreden suchen dem Jihad zu entkommen. Daher sagen sie, sie
müssten tarbiyyah haben, sonst wäre der Gegner zu stark. Es ist Teil unserer menschlichen
Erfindung; es ist Teil unserer fitrah. Allah sagte es so. Die Realität des Krieges gefällt den meisten
Menschen nicht. Es war ein unangenehmes Gefühl zur Zeit der Sahaba, und es ist ein
unangenehmes Gefühl heute.

13
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Einige der 'Ulema während der Zeit Salahuddins


Während der Zeit von Salahuddin al Ayyubi, rief er nach Freiwilligen für seine Armee und einige
der shuyuukh und ihrer Studenten traten ein. Dann verbreitete sich die Nachricht, dass die
Kreuzzügler Armee von überall aus Europa mobilisiert hatten. Es gab drei große Armeen, angeführt
von den größten Königen dieser Tage: Richard Löwenherz, Philip – König von Frankreich und
Frederik – König von Deutschland. Frederik hatte alleine eine Armee von 300.000. Als der
'Ulema dies bekannt wurde, verließen sie die Armee. Diese 'Ulema wusste dass sie kämpfen
musst, sie wusste wie die Vorschrift lautet. Aber nur dass man die Vorschrift kennt bedeutet noch
nicht, dass man kämpfen wird.

Allah, der Höhere, der Wissende, sagt: „Und verlies ihnen die Geschichte dessen, dem Wir
Unsere Botschaft gaben, der jedoch daran vorbeiging, so dass ihm der Satan folgte und er
einer der Verführten war. Und hätten Wir es gewollt, wahrlich, Wir hätten ihn durch sie
veredelt; jedoch neigte er sich dem irdischen zu und folgte seinen Leidenschaften. Und sein
Gleichnis ist das eines Hundes: Gehst du auf ihn los, lässt er die Zunge heraushängen, und
lässt du ihn in Ruhe, lässt er die Zunge auch heraushängen. So ist das Gleichnis der Leute die
Unsere Botschaft zur Lüge erklären. Darum erzähle ihnen diese Geschichte, vielleicht
bedenken sie es. (Die Anhöhen, Al A'raf, 175-176)
Dies ist die Geschichte eines Gelehrten, der die Vorschriften kannte aber ihnen nicht folgte.
Warum? Allah sagt, „...jedoch neigte er sich dem Irdischen zu und folgte seinen Leidenschaften.“
Allah vergleicht ihn mit einem Hund. Dies bedeutet, nur über Wissen zu Verfügen ist nicht genug
um errettet zu werden; man muss das Wissen auch anwenden. Viele Leute nehmen die Position ein
zu sagen es gäbe keine fatwa(islamisches Leiturteil) etwas zu tun, daher würden sie es auch nicht
tun. Das wird sie am Tag des Jüngsten Gerichts nicht retten. Wenn du weißt, dass es die Wahrheit
ist, dann musst du folgen, egal ob die Gelehrten dem Gleichen folgen oder nicht.

14
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Die Beziehung eines Muslims zu Ahlul Kitaab(Leuten der Schrift)


Manche Leute sagen, dass unsere Beziehung mit den Leuten der Schrift [Juden,Christen] eine
Beziehung des Friedens und des Dialoges sein. Allah, der Wissende, der Ewige, sagt jedoch:
„Bekämpft jene der Schriftbesitzer, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und
nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht dem wahren
Glauben folgen, bis sie, sich unterwerfend, die Steuer freiwillig entrichten.“
(Die Reue, at Tauba, 29)

Allah sagt: „Sind die geschützten Monate aber verflossen, dann tötet die Götzendiener, wo
immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt
auf. Wenn sie jedoch in Reue umkehren und das Gebet verrichten und die Steuer zahlen, lasst
sie ihres Weges ziehen. Siehe Allah ist verzeihend und barmherzig.“ (Die Reue, at Tauba, 5)

Dies ist die Art von 'Ibadah (Gottesdienst, Anbetung Allahs) welche die Kuffar versuchen zu
bekämpfen indem sie es Terrorismus nennen und die Anhänger als Terroristen, Extremisten und
Milizen brandmarken. Die Heuchler helfen ihnen mit folgendem:
1. Sie sagen Jihad wäre defensiv und nicht offensiv
2. Jihad wäre nur erlaubt um ein muslimisches Land zu befreien
3. Jihad könne nur mit der Erlaubnis und den Anweisungen eines Imams betrieben werden
4. Jihad wäre in unseren heutigen Zeiten des globalen Friedens nicht angebracht.
Unglücklicherweise verbreiten unsere Gelehrten einen Teil dieser Missinformationen über den
Jihad. Wir verstehen den Jihad im Sinne der Sahaba, die unmittelbar von Rasuulullah – sallallahu
'alayhi wasallam – lernten, anstatt ihn im Sinne des westlichen Diskurses zu reinterpretieren. Unser
Tradition lehrt uns was Jihad bedeutet; wir müssen dazu keinen nicht-Muslimen oder pseudo-
Muslimen aufsuchen.

Die primären Texte über Jihad bis zum Tage der Auferstehung
Der Jihad wird nicht aufhören bis zum Tage des jüngsten Gerichts. Allah und sein Gesandter haben
uns dies gesagt. Was ist der Beweis dafür?

1. Allah, der Erhabene, sagt: „O ihr die ihr glaubt! Wenn sich einer von euch von seinem
Glauben abkehrt, wahrlich, Allah bringt bald ein anderes Volk, das Er liebt und das Ihn
liebt; das demütig vor den Gläubigen und stolz gegenüber den Ungläubigen ist; das auf Allahs
Weg streitet und den Tadel des Tadelnden nicht fürchtet. Das ist Allahs Huld. Er gewährt sie,
wem Er will. Und Allah ist allumfassend und wissend.“ (Der Tisch, Al Ma'idah, 54)
Eine Sache die in dieser ayah erwähnt wird ist eine Sunnah Rabbaniyya; das ist eine Sunnah von
Allah die konstant bleibt. Hier ist das Ersetzen die Konstante. Allah wird diejenigen ersetzen die
ihre Verantwortung aufgeben egal wer sie sind. Man muss dabei daran denken, dass diese ayah an
die Sahaba adressiert war; dies um zu zeigen, dass Allah keine spezielle Beziehung zu bestimmten
Menschen hat. Die Juden dachten sie wären die „Auserwählten“ und wurden von Allah verflucht
dafür dass sie ihre Verantwortungen nicht einhielten.

15
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Viele islamische Jama'at sagen dass ihre Jama'ah 20 – 30 Jahre andauert, und sie daher am
rechten Weg wären. Das ist nicht der Fall. In dem Moment in dem du deine Verantwortung
aufgibst, wird Allah dich ersetzen. Die letzte Tat die du tust ist die wichtigste; wenn du bei bei
dieser Tat stirbst, entweder gut oder schlecht, wird es deinen Status am jüngsten Gericht
entscheidend beeinflussen. Bei einer Sünde zu sterben ist etwas sehr schlimmes im Islam.
Eine Frage die viele Leute haben, ist dass es viele islamische Gruppen gibt und sie nicht wissen
welcher sie beitreten sollen. Wenn wir am richtigen Ort suchen vergeht unsere Verwirrung und wir
werden die Antwort finden. Rasulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – hat uns über at-Taaifah al
Mansuura (die siegreiche Gruppe) erzählt. Er hat uns nicht nur gesagt, dass sie siegreich sind,
sondern auch, welche Eigenschaften diese siegreiche Gruppe hat.

Jeder der diese Eigenschaften hört wird sich diese Frage nicht mehr stellen müssen. Lasst uns mit
den Eigenschaften die im Qur'an erwähnt werden beginnen: In dieser ayah (5:54), wird dich Allah
durch ein Volk ersetzen:
a. „das Er liebt“
b. „das Ihn liebt“
Was diese beiden Eigenschaften angeht können wir nie ganz sicher sein, denn dies ist für uns
unsichtbar. Wie dem auch sei, wenn sie die Anforderungen und Verantwortungen erfüllen, sind sie
die, die Allah liebt und auch sie lieben Ihn.

c. „das demütig vor den Gläubigen … [ist]“


Dies bedeutet, dass sie die Gläubigen lieben; sie kümmern sich um sie. Sie sind besorgt darum was
mit den Muslimen geschieht. Sie verfolgen die Nachrichten von dem was mit den Gläubigen auf der
ganzen Welt geschieht. Jeder Muslim auf der Welt ist ihr Bruder und ihre Schwester. Wenn ein
Bruder am anderen Ende der Welt angegriffen wird, fühlt er sich verantwortlich ihm zu helfen.
Diese Brüder, wenn sie über das Schlechte hören, dass ihren Brüdern und Schwestern geschieht,
werden sie dem Ruf antworten und zu ihnen gehen. Sie sind bereit ihr Leben hinter sich zu lassen
um die Gläubigen zu verteidigen.
Jedoch finden wir leider einige Muslime die kritisch gegenüber anderen Muslimen sind. Sie sind
bereit der Regierung eine fatwa zu geben um Muslime einzusperren. Du wirst sehen, dass sie bereit
sind sich auf die Seite der Kuffar zu stellen und Muslime auszuspionieren und zu bekämpfen.

d. „...und stolz gegenüber den Ungläubigen ist“


Sie sind hart gegenüber den Kuffar. Sie sind diejenigen, die bereit sind, sich der Unterdrückung der
Kuffar zu widersetzen.

Sie sind diejenigen die bereit sind die kuffar zu terrorisieren so wie Allah es sagt: „So rüstet gegen
sie, soviel ihr vermögt an Mann und Pferd, um Allahs Feind abzuschrecken und euren Feind
und und andere außer ihnen...“ (Die Beute, al Anfal, 60)
Auf der anderen Seite des Spektrums findest du Muslime, die kritisch gegenüber anderen Muslimen
sind, aber sehr demütig gegenüber den Kuffar. Sie rechtfertigen dies damit, dass sie sagen es wäre
auf Grund der da'wah; sie wollten sie zu Muslimen machen. In Wahrheit ist dies nicht der Fall. Sie
sagen ihnen nicht, was der Islam tatsächlich ist, sie geben ihnen ein falsches Bild des Islams.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

e. „das auf Allahs Weg streitet“


Es ist nicht schwer diejenigen zu erkennen die am Wege Allahs kämpfen.

f. „und den Tadel des Tadelnden nicht fürchtet“


Die munafiquun (Heuchler) werden sie beschimpfen. Und offensichtlich werden die Kuffar in den
Zeitungen, im Fernsehen und im Radio schlecht über sie reden. Aber kümmert es diese Brüder was
über sie gesagt wird? Es könnte ihnen kaum gleichgültiger sein was die großen
Nachrichtenstationen und Zeitungen über sie sagen. So lange ihr Taten Allah gefallen, kümmert sie
nichts.

Sa'ad bin Mua'dh war der Verbündete von Banu Qurayda in seinen Jahren von jahilliya. Als er
Muslim wurde, brach er die Beziehung ab, denn der Islam verlangt Hingabe an Allah, seinen
Gesandten und die mu'mninuun. Später, als Banu Qurayda sich ergab, stimmten sie der Herrschaft
von Sa'ad bin Mua'dh zu, da er zur Zeit von jahilliya ihr Verbündeter gewesen war. Der Stamm der
Al Aws bat Sa'ad milde in seinem Urteil über sie zu sein. Sa'ad sagte: „Es ist an der Zeit für Sa'ad,
im Sinne der Sache Allahs den Tadel der Tadelnden nicht zu fürchten.“ Sobald sie dies hörten
wussten sie, dass ihre früheren Verbündeten tot waren. Sa'ad fragte die Juden ob sie einverstanden
wären; sie sagten ja. Genauso fragte er die Muslime ob sie seinen Befehl akzeptieren würden und
sie bejahten.

Sa'ad sagte, „Mein Befehl lautet, dass alle Männer exekutiert werden sollen, und dass ihre Frauen,
Kinder und ihr Besitz in das Eigentum der Muslime übergeht. Der Prophet – sallallahu 'alayhi
wasallam – sagte: „Dein Befehl entspricht dem Befehl Allahs von dem Höchsten der sieben
Himmel.“ An diesem Tage wurden 900 Juden getötet. Warum geschah dies? Sie hatten Verrat
begangen.

Lasst uns die Eigenschaften der at-Taaifah al Mansuura aus dem ahadith betrachten:
a. Sie kämpfen am Wege Allahs
b. Sie arbeiten als Kollektiv an jama'ah
c. Wer immer ihnen wiederspricht, wer immer sie betrügt, egal was irgendjemand -sei es ein
Muslim oder nicht-Muslim - sagt, nichts schadet ihnen. Im Gegenteil es scheint sie zu stärken.
Rumsfeld hatte ein internationales Tagebuch in dem er sagte, die USA hätten viele Terroristen
gefangen und getötet, jedoch schienen sie sich zu verstärken. Das deshalb, da er at-Taaifa al
Mansuura bekämpft, welcher Allah versprochen hat sie zu beschützen, egal wieviele auch verhaftet
werden mögen; der Jihad geht weiter.

17
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Um darauf zurückzukommen warum der Autor diese ayah (al Ma'idah, 54) erwähnt – er sagt, dass
in der ayah der Ausdruck 'youjaahiduun' vorkommt, welcher „sie kämpfen (gegenwärtig)“ bedeutet.
In anderen Worten, jedes Mal wenn du diese ayah rezitierst, wird jemand gerade Jihad fi Sabiilillah
kämpfen; dies ist ein Hinweis, dass der Jihad bis zum Tage des jüngsten Gerichts andauern wird.

Allah sagt: „Und bekämpft sie, bis die Verführung aufgehört hat und die Religion Allah
gehört. Und wenn sie damit aufhören, sei keine Feindschaft mehr außer gegen die, welche
unterdrücken.“ (Die Kuh, al Bakarah, 193)

Fitna (Zweifel,Prüfung,Versuchung) in dieser ayah bedeutet kufr. Diese ayah besagt also sie zu
bekämpfen, bis es keinen Unglauben mehr gibt. Und wir wissen aus dem ahadith des Propheten –
sallallahu 'alayhi wasallam, dass Unglaube auch bis zum Tag des jüngsten Gerichts andauern wird.
Daher wird auch der Jihad bis zum Tage des jüngsten Gerichts andauern, da uns vorgeschrieben ist
den Unglauben zu bekämpfen. Als Randnotiz sei bemerkt, dass Jihad enden wird, wenn Isa (Jesus)
die Welt beherrscht. Warum das? Weil Isa den kufr bekämpfen wird, und es wird keinerlei
Unglauben mehr geben. Und nach Isa's Tod wird es keinen Jihad mehr geben, weil Allah die Seelen
der Gläubigen zu sich nehmen wird und die Ungläubigen auf der Erde belassen wird, damit sie die
letzte Stunde erleben. Als Zusatz; Es gibt keinen Jihad gegen Ya'juj und Ma'juj, denn es gibt
keine Möglichkeit sie zu bekämpfen; sie werden durch ein Wunder zerstört.

18
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

„Und Muhammad ist nur ein Gesandter. Schon vor ihm gingen die Gesandten dahin. Wenn
er also stirbt oder fällt, werdet ihr dann auf den Fersen umkehren? Doch wer auf seinen
Fersen umkehrt, wird Allah keineswegs schaden. Aber Allah wird die Dankbaren belohnen.“
(Das Haus Imran, ali' Imraan 144)

Kapitel II
Zweite Konstante: Der Jihad hängt nicht von
Einzelpersonen oder Gruppen von Einzelpersonen ab

Der Jihad hängt nicht von Einzelpersonen oder Gruppen von Einzelpersonen ab
Jihad wird andauern, unabhängig von dem Anführer oder einer einzelnen Person. Manche Leute
sagen, dass die Religion Allahs nicht von bestimmten Individuen abhängt, und wenn die Diener
Allahs auf dem Wege Allahs sterben, wird Allah fortfahren andere Gläubige zu bringen, welche die
Sache des Islams fortführen. Das ist korrekt, dennoch, einige Leute behandeln dies als reines
Lippenbekenntnis. Mit anderen Worten, insgeheim glauben sie doch, dass Jihad fi Sabiilillah von
bestimmten Personen oder Gruppen durch ihre Taten abhängt. Wir werden beweisen, dass der
Jihad nicht von einer bestimmten Anführung oder bestimmten Individuen abhängt:

Erster Beweis
Wenn wir glauben, dass der Jihad von Einzelpersonen abhängt, dann führt dies zu einer
Schwächung der 'Aqidah des Jihads, denn es ist eine falsche 'Aqidah. Und es wird die Vorstellung
beeinflussen, dass der Jihad bis zum Tage des jüngsten Gerichtes andauern wird, da wir den Jihad
mit bestimmten Personen assoziieren, und in unseren Reden daher implizieren, dass der Jihad
stoppen wird, wenn so-und-so stirbt. Zusätzlich sagte Ibn Qudaamah: „Die Abwesenheit des Imams
sollte kein Grund sein den Jihad zu verzögern.“

Zweiter Beweis
Allah erzog die Sahaba nur von Ihm alleine abhängig zu sein und an Seiner Religion festzuhalten.
Der Prophet – sallallahu 'alaihi wasallam – zeigte ihnen, dass die Abhängigkeit von einem
bestimmten Individuum der falsche Weg ist, denn wenn diese bestimmte Person stirbt wäre der
Jihad vorbei. Zusätzlich hat Allah sogar eine ayah offenbart, die besagt dass man nicht von
Muhammad abhängig sein soll. „Und Muhammad ist nur ein Gesandter. Schon vor ihm gingen
die Gesandten dahin. Wenn er also stirbt oder fällt, werdet ihr dann auf den Fersen
umkehren? Doch wer auf seinen Fersen umkehrt, wird Allah keineswegs schaden. Aber Allah
wird die Dankbaren belohnen.“ (Das Haus Imran, ali' Imraan 144)

19
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Diese ayah wurde offenbart um die Sahaba zu lehren dass keine Form der 'Ibadah von einer
bestimmten Person abhängen darf. Der Islam gehört Allah und niemand sonst; habe also tawakkul
zu Allah und nicht Muahammad – sallallahu 'alayhi wasallam – oder irgendeinem anderen
Menschen. Wir reden hier nicht über das Thema des Shirk oder die Beigesellung bestimmter
Personen zu Allah, sondern wir beziehen uns darauf, dass einige Leute denken Jihad wäre
erfolgreich weil Allah soundso zum einem Teil oder zum Anführer gemacht hat. Das ist eine falsche
Vorstellung. Lasst uns den tafsir(Erklärung) dieser ayah besprechen.

Imam Ibn Kathir sagt, dass diese ayah in der Schlacht von Uhud geoffenbart wurde, als ein
Qurayshi den Propheten – sallallahu 'alaihi wasallam – mit einem Stein niederschlug und dachte ihn
getötet zu haben. Er ging zu seinen Leuten und erzählte es ihnen. Das Gerücht, dass Muhammad –
sallallahu 'alaihi wasallam – getötet worden sei verbreitete sich und erreichte die Muslime, und
führte unter ihnen zur Verzweiflung. Zu diesem Zeitpunkt wurde diese ayah von Allah offenbart,
die besagt, dass Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam – nicht mehr als ein Gesandter ist, und
dass es bereits vor ihm Gesandte gegeben hatte. Wenn er nun getötet würde, bedeutet dies, dass du
umkehren wirst und deine Religion verlassen? Bist du von ihm abhängig oder von Allah? Diese
ayah kritisiert einige der Taten der Sahaba. Manche der Muslime ließen sich von der Nachricht
beeinflussen, andere nicht. Ein Sahabi(Gefährte) von den Ansar (Helfern)sagte, „Auch wenn er
gestorben ist, so hat er doch bereits die Botschaft verkündet. So kämpft für sie und sterbt wie er
starb!“ Dieser Sahabi wurde von dem Gerücht bestärkt anstatt daran zu zerbrechen. Diejenigen die
umkehren schaden nur sich selbst.

Als Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam – gestorben war, ging Abu Bakr zu dem Haus von
Rasuulullah, in das Zimmer von 'Aisha und küsste Rasuulullah auf die Stirn und sagte: „Du bist
rein, wenn du lebst und wenn du tot bist. Allah wird dich nicht zweimal sterben lassen.“ Dann ging
er zu dem masjid wo 'Umar mit den Leuten sprach. „Umar wollte nicht wahrhaben dass der
Prophet gestorben sei. Er ging herum und sagte den Leuten: „Wer behauptet dass Muhammad tot
ist, dem werde ich den Kopf abschlagen. Muhammad ging um Allah zu treffen, so wie Musa damals
ging um Allah zu treffen; er kommt also zurück.“ Abu Bakr stoppte ihn in seiner Rede und sagte:
„O ihr Leute! Wer immer Muhammad verehrte, lasst ihn wissen dass Muhammad tot ist. Und wer
Allah verehrte, lasst ihn wissen, dass Allah lebendig ist und niemals sterben wird!“ Und dann
zitierte er diese ayah.

Jeder kannte die ayah bereits, aber als sie Abu Bakr vortrug, war es als würden sie sie zum ersten
Mal hören, da sie so emotionsgeladen waren und alles vergessen hatten. Dann begannen alle die
ayah zu rezitieren, direkt nachdem Abu Bakr sie rezitiert hatte. Jeder stirbt zu einer
vorherbestimmten Zeit; das war die Lektion
Allah sagt, „Und niemand stirbt ohne Allahs Erlaubnis, zu einem im Buch festgesetzten
Termine.“ (Das Haus Imran, ali' Imraan, 145)
Allah sagt, „Und kein Betagter wird älter oder weniger alt, ohne dass es in einem Buch
festgelegt wäre. Siehe, all dies ist Allah ein leichtes.“ (Der Schöpfer, al Fatir, 11)

20
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Zu diesen beiden ayahs bemerkt der Autor, dass sie die Feiglinge ermutigen werden ihr Leben
aufzugeben und auf Allahs Weg zu kämpfen. Denn Mut verkürzt dein Leben nicht und Feigheit
wird es nicht verlängern. Egal wie mutig du bist, es wird dein Leben nicht verkürzen. Und egal
wieviel Angst du hast, es wird dein Leben nicht verlängern. Wenn ein mu'min die Stufe des yakiin
erreicht, wo er begreift, dass sein Tod festgesetzt ist und durch nichts aufzuhalten, wird er sehr
mutig sein, er wird vor nichts Angst haben. Er wird alle Feinde von Allah nur als Kreaturen sehen
die von Allah kontrolliert sind. Warum sich also fürchten? Khalid bin al Waleed war so mutig, dass
er sich in die gegnerischen Reihen warf und sagte über sich selbst, „Ich warf mich in die
gegnerischen Reihen solang bis ich mir sicher war, dass ich nicht lebend rauskommen könnte. Und
hier liege ich in meinem Bett und sterbe. Mögen also die Augen der Feiglinge niemals Schlaf
sehen!“ Er machte du'a(Bittgebet) gegen die Feiglinge denn wie kann man ein Feigling sein, wenn
der Mut einen nicht umbringt.

Der Autor erwähnt eine Geschichte während der futuhaat (Expansion) des persischen Reiches im
Irak, über einen Muslimen Namens Hajjar bin 'Uday. Zwischen der muslimischen und persischen
Armee war ein Fluss. Also sagte Hajjar den Muslimen, „Warum überquert ihr nicht den Fluss und
greift an?“ Er saß auf seinem Pferd und ritt los durch das Wasser und der Rest der Muslime folgte
ihm. Die persische Armee war extrem eingeschüchtert von dem Anblick der durch das Wasser
heranstürmenden Muslime. Sie schrien: „Daiwaan! Daiwaan!“ Das bedeutet: „Djinn! Djinn!“ Sie
flüchteten. Das war das Ende der Schlacht. Hajjar erklärte das Geschehene mit den Worten, „Keine
Seele wird streben außer mit Allahs Einverständnis.“ Wenn Allah will das wir sterben werden wir
sterben; wir können uns niemals vor dem Tod verstecken. Allah wird uns schützen wenn wir noch
nicht sterben sollen.

Der Autor von Zaad bin Maseer sagt in seinem Tafsiir, dass Ibn' Abbas sagte, 'Shaytan (Satan) hätte
am Tag von Uhud verbreitet, dass Muhammad getötet wurde. Einige der Muslime wollten aufgeben
nachdem Muhammad getötet wurde. Sie sagten: „Das sind unsere Stämme und Verwandten. Und
wenn Muhammad leben würde hätten wir nicht verloren.“ Sie suchten nach einer Ausrede um nicht
zu kämpfen. Abdul Haaq sagte, „Einige der Munafiquun sagten, 'Muhammad wurde getötet, so lasst
uns zu unserer alten Religion zurückkehren.'“ Allah prüfte die Menschen und der Ausgang der
Prüfungen ist unterschiedlich. Das Resultat hängt von unseren Reaktionen ab. Unser Leben ist
voller Prüfungen, Wenn wir diese Test bestehen, werden wir reiner und reiner.
Ash Shaukaani erzählt wie Shaytan am Tag von Uhud geschrien hat und einige der Muslime sagten,
„Wenn Muhammad ein Gesandter wäre, wäre er nicht getötet worden.“ Also offenbarte Allah diese
ayah. Ein Teil der Ambiya (Propheten) von Allah kann mit Allah Erlaubnis getötet werden. Manche
Muslime sagten, „Gehen wir zu 'Abdullah ibn Ubayy und bitten ihn unsere Niederlage mit den
Quraysh zu verhandeln.“ Sie gingen zu ihm, denn sie wussten er hat gute Beziehungen zu den
Kuffar. Anas bin Nadr von den Ansar sagte, „Auch wenn Muhammad getötet wurde, Allah wurde
nicht getötet, also lasst uns für die Religion Allahs kämpfen!“ Er sah die Muslime am Schlachtfeld
sich niedersetzen und fragte sie was sie da tun. Sie sagten: „Muhammad wurde getötet. Was sollen
wir tun?“ Er sagte zu ihnen: „Wenn Muhammad getötet wurde, dann solltet ihr aufstehen und
kämpfen und getötet werden wie er auch! Manche Muslime taten dies und wurden getötet.

21
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Das richtige und falsche Verständnis


Diejenigen die die falsche Einstellung hatten können in zwei Gruppen geteilt werden:
a. Diejenigen die wegen dem Gerücht von Muhammads Tod – sallallahu 'alayhi wasallam –
scheiterten; sie wurden schwach und konnten den Schock nicht verkraften. Sie wollten Frieden und
versuchten dem Tod aus dem Weg zu gehen.
b. Diejenigen die einen noch schlechteren Weg wählten und zu den Ungläubigen zurückkehrten.

Der Jihad hängt nicht von Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – ab. Die Einstellung dieser
zwei Gruppen ist die Einstellung vieler Muslime heute. Es gibt viele Muslime die behaupten, dass
wenn die Taliban am rechten Weg wären, hätten sie nicht verloren. Manche behaupten der Islam
wäre falsch weil Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam – am Schlachtfeld starb. Das selbe
geschieht heute, wenn Muslime behaupten die Taliban würde irren weil sie eine Schlacht verloren
haben. Es ist falsch das zu sagen. Manche sagen, dass die arabischen Mujaheddin in ihr Land
zurückkehren, mit der Regierung Frieden schließen und für sie arbeiten sollten. Das entspricht der
Forderung der Muslime die zu 'Abdullah bin Ubayy gingen und ihn um Verhandlungen mit den
Quraysh baten. Die Geschichte wiederholt sich und jeder Fehlleitung die es heute gibt sind auch
bereits früher Leute gefolgt.

Die Menschen mit der richtigen Einstellung sind wie Anas bin Nadr, der den Leuten sagte, „Warum
sitzt ihr hier?“ Sie sagten, „Weil Muhammad getötet wurde.“ Er sagte: „Wofür lebt ihr denn
eigentlich? Steht auf und kämpft wie er!“
Sie sind auch wie Abu Bakr, der sagte: „Wenn ihr Muhammad angebetet habt, dann wisst dass
Muhammad tot ist. Aber wenn ihr Allah angebetet habt, dann wisst dass Allah lebendig ist und
niemals sterben wird!“ Sie sind auch wie 'Ali ibn abi Taalib, der sagte: „Wenn Muhammad getötet
wurde, werde ich für seine Religion kämpfen.“ Diese Leute folgen der richtigen Ansicht, dass der
Jihad nicht von Einzelpersonen abhängig ist, auch wenn diese Einzelperson Muhammad – sallallahu
'alayhi wasallam – ist.

Allah sagt: „Und seit nicht verzagt und traurig, wenn ihr gläubig seid werdet ihr obsiegen.“
(Das Haus Imran, 'ali Imran, 139)
Diese ayah wurde nach Uhud geoffenbart, um der Sahaba zu sagen dass sie sich niemals von den
Umständen schwächen lassen soll, denn sie sind die obsiegenden. Das [gute] Ende gehört den
muttaquun(wahren Gläubigen). Du solltest also niemals schwach werden.
Allah sagt: „Und wenn euch ein Unglück trifft, nachdem ihr (ihnen) das doppelte zugefügt
hattet, fragt ihr euch: „Woher kommt das?“ Sprich: „Es kommt von euch selber.“ Siehe,
Allah hat Macht über alle Dinge.“ (Das Haus Imran, 'ali Imran, 165)

Dies sollten die Gläubigen sagen wenn sie verlieren um ihren Iman und Yaqiin in Allah zu
vergrößern und die wahre Auliya von Allah zu werden. Sie sollten auch die ayah rezitieren: „Und
seit nicht verzagt und traurig, wenn ihr gläubig seid werdet ihr obsiegen.“

22
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Sieg und Niederlage kommen nur von Allah


Der Sieg gehört Allah nicht uns. Wir haben ihn nicht verdient oder es so weit gebracht; dies ist nur
ein Geschenk von Allah sowie Allah sagt: „Nicht ihr erschlugt sie, Allah erschlug sie. Und nicht
du warfst, als du warfst sondern Allah warf. Er wollte die Gläubigen einer schönen Prüfung
durch sich unterziehen. Siehe, Allah ist hörend und wissend.“ (Die Beute, Al Anfal, 17)
„... denn nur von Allah, dem Mächtigen, dem Weisen, kommt der Sieg“
(Das Haus Imran, ali' Imraan 126)

Der Sieg wird im Qur'an niemals den Gläubigen zugeschrieben; es wird immer als Segen Allahs
verstanden. Und wenn die Gläubigen gewinnen, sollten sie sagen:
„Und bedenkt wie wenige ihr wart und für wie schwach man euch allgemein hielt und das ihr
fürchtetet, von den Leuten verschleppt zu werden. Er aber beschirmte euch und stärkte euch
mit Seiner Hilfe und versorgte euch mit den guten Dingen des Lebens, damit ihr dankbar sein
möget.“ (Die Beute, al Anfal, 26)
Dies sollten wir sagen um unseren Glauben und unsere Liebe für Allah zu stärken. So, ob wir nun
gewinnen oder verlieren, es ist gut für uns, denn unser Iman und Yakiin verstärkt sich. Der Weg der
Allah gefällt ist dass unsere Taten von den Anweisungen Allahs abhängig sein sollen.

Urteile niemals nach dem Ergebnis


Wir sollten etwas nicht machen, nur weil es uns den Sieg bringt, oder wegen dem Ergebnis, sondern
wir sollten es tun weil Allah es uns sagt. Die Ergebnisse sollten wir Allah überlassen. Wir sind
Soldaten Allahs; Wir sollten das Ergebnis außer acht lassen und es tun weil Allah es uns befiehlt.
Wir legen alles in Allahs Hände. Wir kennen das ghaib (verborgene Wissen) nicht. Zusätzlich
beurteilen wir unsere Taten nicht am Ergebnis um herauszufinden ob wir Recht gehandelt haben
oder nicht. Stattdessen beurteilen wir unsere Taten indem wir schauen ob sie Allahs Anweisungen
entsprechen oder nicht. Zum Beispiel, Ein Muslim der einen nicht-Muslimen zu Islam konvertiert;
Es sollte nicht über ihn gesagt werden, „Dieser Mensch ist so ein guter da'ii weil er jemanden zum
Islam gebracht hat.“ Wir beurteilen ihn nicht als erfolgreichen da'ii auf Grund der Anzahl der Leute
die er zum Islam gebracht hat. Wir beurteilen ihn danach, ob sein Da'wah gemäß der Sunnah des
Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – war oder nicht. Wenn seine Da'wah gemäß dem Weg
des Rasuulullah war, war er erfolgreich auch wenn sie niemand annimmt. Und er geht fehl, wenn
seine Da'wah nicht dem Weg Rasuulullahs entspricht, auch wenn viele Leute wegen ihm zum Islam
kommen. Betrachtet Nuh ('alayhis salaam); war er erfolgreich oder ist er gescheitert? Wenn man
diesen Maßstab anlegen würde wäre er gescheitert; und es ist unislamisch das zu sagen.

Wir wissen, dass am Tage der Auferstehung einige der Ambiya mit sehr wenig Anhängern kommen
und manche gar ganz ohne Anhänger. Können wir sagen dass sie gescheitert sind? Sie sind nabi
und lebten für die Da'wah. Sie taten was Allah ihnen aufgetragen hatte, und daher waren sie auf
dem rechten Weg. Daher urteilen wir nicht nach dem Ergebnis noch versuchen wir die Sunnah des
Propheten – sallallahu 'alayhi wasallam – zu verändern, weil wir in „neuen Zeiten“ leben. Dies ist
einer der größten Fehler unserer Ummah heute; Wir beurteilen alles nach dem Ergebnis. So
funktionieren sogar die islamischen Bewegungen! Dies hat vielleicht mit dem westlichen Einfluss
zu tun. Wir behandeln den Islam wie ein Geschäft; Sie beurteilen ihren Erfolg nach dem Ergebnis.
Wenn sie am Ende des Tages nicht genügend Geld gemacht haben, dann ist etwas falsch und muss
berichtigt werden.

23
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Wir können mit unserer 'Ibadah nicht so umgehen; Wir tun Dinge weil Allah es uns gesagt hat ob
es nun zu einem guten oder einem schlechten Ergebnis führt; das obliegt Allah. Wir können die
Resultate nicht kontrollieren. Und wenn jemand nach dem Ergebnis urteilt, dann müsste er sagen,
dass Uhud ein großer Fehler war und Rasullullah – sallallahu 'alayhi wasallam – nicht gekämpft
haben sollte; er hätte geirrt. Niemand würde wagen so zu sprechen. Wir sagen Rasullulah –
sallallahu 'alayhi wasallam - handelte richtig, denn er tat, was ihm gesagt wurde zu tun: Jihad fi
Sabiilillah.

Die Leute von niqaf betrachten den Jihad folgendermaßen: „Wenn der Jihad uns Macht,
Wohlstand und Beute bringt, dann werden wir uns den Mujaheddin anschließen. Doch wenn uns
der Jihad unser Leben unseren Wohlstand unsere Macht und Position kostet, dann nein, sollten wir
uns nicht anschließen; es ist nicht hikmah.“

Ein anderer Weg zu zeigen, dass der Jihad der Weg ist, und das Ergebnis etwas ist, dass uns nicht
zu sehr kümmern sollte, ist, dass bevor der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam – starb, schickte er
eine Armee von 3000 Muslimen aus um das römische Reich zu bekämpfen. Doch als Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – starb, hatte die Armee das römische Reich noch nicht erreicht; Sie
hatten ihr Lager aufgeschlagen wo die Armee sich versammeln würde. Dort war der Stützpunkt der
Armee. Als Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – starb, wurden alle Araber im ganzen Staat
murtaduun; Die Sahaba sagte also zu der Armee der 3000, dass sie bleiben sollten, da es andere
Prioritäten gäbe. Sie sagten: „Es ist nicht der richtige Zeitpunkt den Kampf mit dem römischen
Imperium zu suchen wenn wir eine unmittelbare Gefahr an den Außengrenzen von Medina haben!“
Dies war auch die Meinung von Usama bin Zayd selbst, dem Anführer der Armee. Usama sandte
eine mündliche Botschaft zu Abu Bakr durch 'Umar um ihm zu sagen, dass die Mehrheit der
Muslime mit ihm wären und sie sich einig sind, dass sie das Khalifa von Rasuulullah – sallallahu
'alayhi wasallam – nicht schutzlos lassen sollten, genausowenig wie sie die Frauen des Rasuullulah
– sallallahu 'alayhi wasallam – ohne Schutz zurücklassen sollten.

Also, sie wollten Medina nicht ohne Kämpfer zurücklassen. Was sagte Abu Bakr? Er sagte, „Sogar
wenn Hunde an den Füßen der Frauen von Rasuulullah zerren würden, ich werde diese Armee
losschicken. Und wenn auch niemand mehr in Medina bleibt, außer mir, ich würde die Armee
dennoch losschicken, weil Rasuulullah es so gesagt hat.“ Bei dem was Abu Bakr hier sagt, merkt
man, dass es ihm nicht um das Ergebnis geht. Wenn auch jeder getötet werden würde, und er der
letzte Verbleibende wäre, würde er dennoch die Armee senden. Und auch wenn es so schlimm
würde, dass Hunde an den Frauen von Rasuulullah zerren würden, er würde die Armee dennoch
senden. Abu Bakr sagte er wird tun was Rasuluullah – sallallahu 'alayhi wasallam – gesagt hat, auch
wenn das Ergebnis nicht gut sein sollte.

Das widerspricht komplett der Logik der Leute die sagen, man solle den Schaden und Nutzen aller
Dinge wiegen, solange bis die Shari'ah eine Gemüsesuppe wird; dann ist alles verloren. Du wirst
keine Konstanten in der Shari'ah mehr haben, denn sie werden allesamt dem Prinzip des Nutzens
und Schadens untergeordnet. SubhanAllah, die ganze Angelegenheit des Kampfes fi sabiilillah
bringt Schaden; du bringst dein Leben und Wohlergehen in Gefahr. Das ist nafsada und nicht
mashlaha den du bringst dich Selbst und dein Wohlergehen in Gefahr.

Auch können wir bei dem Thema des Jihads keine ijtihaad (Erleichterung, Ausnahme) machen.
Kannst du bei den Salat (Gebeten) eine ijtihaad machen? Du kannst es nicht, da sie eine Konstante

24
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

sind. Die Anweisung zu den Salat steht fest. Die Sache von Abu Bakr war ein ijtihaad. Wär sie es
nicht, hätte die Sahaba gegen sie gesprochen. Wir müssen tun was Allah uns angewiesen hat zu tun
ohne auf das Ergebnis zu achten. Viele Leute bringen Tonnen von Argumenten dagegen Jihad fi
Sabiilillah zu betreiben, weil das Ergebnis nicht gut wäre. Unsere Antwort sollte sein, „Wir sind
nicht für das Ergebnis verantwortlich. Jihad ist fard al'ayn (Pflicht für jeden Muslim) so müssen wir
es tun auch wenn Hunde unsere Familien schnappen werden. Als die muslimische Armee auf ihrem
Weg zum römischen Imperium war, durchquerten sie arabisches Gebiet deren Einwohner geplant
hatten die Muslime anzugreifen.

Sie sahen, dass sie in Richtung des römischen Imperiums unterwegs waren und sagten sich: „Wenn
sie über genügend Stärke verfügen die Römer zu bekämpfen, müssen sie noch genug Stärke haben
um sich in Medina zu verteidigen!“ Also änderten sie ihre Entscheidung und griffen die
muslimische Armee nicht an. SubhanAllah. Allah brachte Angst in die Herzen der kuffar, auch als
die Muslime in einem Zustand der Schwäche waren; wenn sie aufrichtig sind, wird Allah ihnen
helfen. Was war die Antwort der Römer als sie hörten, dass die Muslime kommen?

Heracle erhielt die Nachricht vom Tod des Propheten – sallallahu 'alayhi wasallam – und dass die
Armee am selben Tag losgeschickt worden war. Er sagte, „Wenn der Anführer dieser Leute stirbt
und am selben Tag wird seine Armee losgeschickt um zu kämpfen, muss es damit etwas auf sich
haben.“ Also verweigerten sie die Muslime zu bekämpfen.
Das ist es was es bedeutet das Endergebnis in die Hände Allahs zu legen. Dies ist das Beispiel dem
wir folgen müssen. Die Armee von 'Usama betritt das römische Reich und nicht ein römischer
Soldat begegnet ihnen. Er nimmt Beute und macht sich auf den Rückweg nach Medina. Das ist die
Bedeutung der ayah, „...Und wer immer Allah fürchtet, dem zeigt Er einen Ausweg, und er
versorgt ihn auf unvermutete Weise...“ (Die Scheidung, at Taqal 2-3) Solange du taqwa hast, ist
Allah mit dir. Je mehr du deine taqwa stärkst umso mehr wird er einen Ausweg für dich finden.

Nach dem Ergebnis zu urteilen führt zu kufr und Verzweiflung


Diejenigen die ihre Urteil auf Basis des Ergebnisses fällen werden entweder kuffar oder verzweifelt.
Es ist sehr gefährlich. Beurteile niemals eine Sache nach ihrem Ausgang. Leider tun das viel
Muslime heutzutage. Viele Muslime haben eine sehr heuchlerische Einstellung gegenüber Sieg und
Niederlage. Wenn sie einen Sieg erlangen werden sie ihn loben und anderen zeigen, dass sie daran
teilgehabt hatten. Wenn sie eine Niederlage erleiden, werden sie die Muslime kritisieren und jedem
zeigen, dass sie nichts damit zu tun hatten. Wir sehen dies in der gegenwärtigen Geschichte, als die
Sowjetunion in Afghanistan einfiel, bereiteten sich viele Muslime darauf vor, gaben khutab dafür
und lobten es.

Aber als die USA in Afghanistan einmarschierte, nahmen die selben Leute eine komplett
gegensätzliche Position ein. Sie kritisierten die Mujaheddin, griffen sie an, bezeichneten sie als
Terroristen, und sagten sie hätten keine hikma. Was ist der Unterschied? Der einzige Grund weshalb
dies geschieht, ist weil diese Muslime vor den USA Angst haben, da sie behaupten sie könnten
jedem dem sie wollen Schaden zufügen. Sie fürchten die USA wegen ihrer Slogans und ihrer
Aktionen. Bush sagte dass der lange Arm des Gesetzes dich bekommen wird, wo auch immer auf
der Welt du dich befindest; So anstatt Allahs Zorn zu fürchten, fürchten sie Amerikas Zorn. Der
einzige Grund weshalb viele Gelehrte heute gegen den Jihad in Afghanistan sind, ist weil Amerika
darin involviert ist.

25
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Das ist ein Zeichen von niqaf. Afghanistan wurde zuvor von kuffar besetzt und es wird jetzt von
kuffar besetzt. Es gibt keinen Unterschied. Der größte Nutzen der Niederlage der Mujahed ist, dass
ihre Reihen gesäubert werden und diejenigen die heimlich den Kuffar zujubelten entblöst werden.
Die Leute werden wissen wer die mu'minuun und wer die munafiquun sind.
Allah sagt über sie: „Und unter euch gibt es gewiss einige die zurückbleiben. Und wenn euch ein
Unglück trifft sprechen sie: „Uns ist Allah gnädig gewesen, dass wir nicht mit ihnen waren!“
(Die Frauen, an Nisa, 72) Die Menschen die darüber nachdachten zum Kampf auszuziehen und
dann das Ergebnis sahen sagten: „Alhamdulillah dass ich nicht ging! Sonst wäre ich vielleicht auf
einer Insel eingesperrt.“

Allah sagt: „Sie belauern euch. Und wenn Allah euch siegen lässt, sagen sie: „ Waren wir nicht
mit euch?“ Hatten aber die Ungläubigen Erfolg, sprechen sie: „Haben wir nicht die Hand
über euch gehalten und euch vor den Ungläubigen beschützt? Allah wird zwischen euch am
Tage der Auferstehung richten. Und Allah wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben,
gegen die Gläubigen vorzugehen.“ (Die Frauen, an Nisa, 141)
Die Leute werden auf den Zug der Mujaheddin aufspringen, doch wenn sie verlieren werden sie
sagen, sie hätten nichts mit ihnen zu tun.

Das Ritual das Jihads kann nur von denen ausgeführt werden die dem auch würdig sind. Und dieses
Ritual ist für jene die bereit sind Test und schwere Prüfungen zu durchleben. Jihad hat nichts zu tun
mit dem Sieg, damit ein Held zu werden oder Beute zu machen. Jihad heute bedeutet entweder
getötet oder verhaftet zu werden. Das ist jedoch keine Ausrede dafür nicht loszuziehen und Jihad zu
betreiben. All unsere Anstrengungen und Ausgaben sollten für dieses Ziel eingesetzt werden.

Wenn jemand Jihad betreibt und denkt, dass der Jihad von einem bestimmten Individuum abhängt,
wird er in den meisten Fällen eine Niederlage erleiden. Wenn es keine materielle Niederlage am
Schlachtfeld ist, so wird es eine moralische Niederlage im Herzen sein wenn du die Anführung
verlierst, von der du dachtest sie würde dir den Sieg bringen. Deswegen ist es falsch von Individuen
oder Anführern abhängig zu sein. Wir müssen den Jihad davon befreien, von Einzelpersonen
abhängig zu sein. Ja wir brauchen eine Anführung für die Planung und für andere Zwecke, aber der
Verlust der Anführung darf die Beziehung zwischen Muslimen und dem Jihad nicht zerstören.
Das ist kein Aufruf zu einem chaotischen Zustand ohne Anführung. Sondern, der Armir existiert als
Leiter, Planer, Organisator usw. Aber er garantiert nicht das Überleben des Jihads. Wenn er stirbt
wird ein anderer Armir seinen Platz einnehmen. Allah tauscht den Anführer vielleicht gegen einen
besseren aus. Die Geschichte ist ein Zeuge der Löwen von denen die Leute dachten sie hätten diese
Fähigkeiten nicht. Diese Ummah ist wie ein Regenschauer; du weißt nicht ob der stärkste Teil am
Anfang oder am Ende kommen wird. Und wenn der Anführer getötet wird, werden die Muslime die
all dies verstehen nur noch stärker werden, denn sie beten den Herrn des Jihads und nicht die
Anführung des Jihads an. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Anführer stirbt ist genauso hoch wie
die, dass ein normaler Soldat stirbt. In Wahrheit suchen unsere Anführer nach dem Märtyrertum, so
dass sie ihre Frauen im Paradies treffen können und Allah so nahe kommen wie niemals zuvor; sie
warten sehnsüchtig auf diesen Tag!

Der Jihad ist also eine Konstante, denn wir sehen, das er seit dem Tod von Rasuulullah – sallallahu
'alayhi wasallam – zugenommen und nicht abgenommen hat! Die Ausdehnung des Islams kam
während der Khulafa ar Rashiduun. Der Jihad ist so stark, dass die Abwesenheit eines speziellen
Anführers ihm nicht schaden wird.

26
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

„Die Verteidigung der Grundlagen hat Vorrang vor der Vergrößerung des Gewinnes.“ Sheik al
Islam Ibn Taymiyyah

Kapitel 3
Dritte Konstante: Jihad hängt nicht von einem
bestimmten Land ab.

Jihad hängt nicht von einem bestimmten Land ab.


Nachdem wir den Beweis erbracht haben, dass der Jihad bis zum Tage der Auferstehung andauern
wird, werden wir jetzt beweisen, dass der Jihad nicht von einem bestimmten Teil eines Landes
abhängig ist. Die Leute sagen, dass wenn du Jihad betreiben möchtest, musst du an einen
bestimmten Ort. Das Problem damit ist, dass wenn der Jihad an diesen Orten aufhört, wo wäre man
dann noch in der Lage Jihad zu betreiben? Wir müssen uns also an ein wichtiges Prinzip halten:
Jihad ist global. Es ist kein lokales Phänomen. Jihad wird nicht von Grenzen oder Barrieren
aufgehalten, sie können dem Jihad nicht im Wege stehen. Der Jihad erkennt die kolonialen Grenzen
die in der Vergangenheit mit einem Lineal auf der Karte gezogen wurden nicht an; Der Jihad kennt
keine solchen künstlichen Grenzen.

Jihad muss Teil deines Lebens sein


Wenn ein Muslim die Botschaft Allahs vermitteln möchte, muss er den Jihad betreiben. Dies war
das Verständnis der Sahaba. Dieses Verständnis zeigt auch die Nachricht von Irba'ii bin 'Amir an
Rustum, den Anführer der Perser. Irba'ii war ein Sahaba der als Unterhändler zum persischen
General gesandt wurde. Der General fragte ihn weshalb er gekommen war. Ibra'ii fasste die Auftrag
des offensiven Jihads folgendermaßen zusammen: „Allah hat uns geschickt damit wir denjenigen
den Er möchte vom Diener der Diener Allahs zu Dienern Allahs machen. Und damit wir ihn aus
Enge dieses Lebens in die Weite dieses Lebens und des Jenseits führen. Und von der
Unterdrückung der Religionen zu der Gerechtigkeit des Islam. Er sandte uns mit dieser Religion um
die Menschen zum Islam einzuladen. Und wenn ihr den Islam akzeptiert werden wir euch euer Land
überlassen. Und wer unsere Einladung ablehnt, den werden wir bekämpfen bis wir das Versprechen
Allahs vollendet haben.“ Irba'ii bin 'Amir sagt, dass es falsch ist andere Götter und Götzen neben
Allah anzubeten. Er sagt dass sie gekommen sind um sie zu erretten. Obwohl die Rechtleitung
niemandem außer Allah obliegt, sagt er hier, „wir sind gekommen um euch dir Herrschaft Allahs zu
bringen.“ Der Qur'an leitet die Menschen zur Wahrheit und sagt ihnen was kommen wird. Es ist ein
Buch dass die Seele reinigt. Der Qu'ran stellt alles in die richtige Perspektive und sagt dir was die
dunya (Diesseits) in Wahrheit ist. Ein wahrer Muslim fühlt sich als Anhänger der Propheten.
Rustum fragte, „Und was ist das Versprechen Allahs?“

27
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Ibra'ii sagte, „Paradies für diejenigen die getötet werden, und der Sieg für die Überlebenden.“ Im
offensiven Jihad betreibst du da'wah; das ist der Sinn und Zweck. Du vergrößerst Khhilafah. Im
devensiven Jihad (Jihad ad Daf), gibt es keine da'wah da du die Feinde aus deinem Land vertreibst.
Die Leute fragen, „Warum behandelt ihr die Besatzer so brutal, solltet ihr ihnen nicht mit da'wah
begegnen?“ Nein, sie kamen mit Gewalt in unser Land, also werden wir sie brutal behandeln. Man
kann da'wah nur bei ihnen in ihrem Land betreiben. Wenn sie mit einer Armee kommen begegnet
man ihnen mit der selben Stärke. Wenn es in einem Land defensiven Jihad gibt gefällt Allah der
Jihad mehr als die da'wah. So wie Ibn Taymiyyah gesagt hat: „Die Verteidigung der Grundlagen
hat Vorrang vor der Vergrößerung des Gewinnes.“

Die Grundlage sind die Muslime, und der Gewinn den du erhalten kannst ist die da'wah. Die
Grundlage zu schützen ist also viel wichtiger als den Gewinn zu vergrößern. Jeder Muslim der an
den Jihad glaubt und den Islam verbreiten möchte, muss überzeugt sein, dass der Jihad zu jeder
Zeit und in jedem Zeitalter angebracht ist. Es stimmt nicht, dass Muslime Chaos auf der ganzen
Welt verbreiten wollen, so als ob sie Kriegslüstern wären. Nein, der Jihad ist in jedem Zeitalter und
zu jeder Zeit angebracht, wenn die notwendigen Bedingungen und Voraussetzungen zutreffen.
Jeder Muslim muss den Iman haben, dass der Jihad bis zum Tage des jüngsten Gerichts
weitergehen wird, und daraus können wir schließen, dass heute irgendwo Jihad betrieben wird.

Es gibt zwei Arten der Bedingungen für den Jihad fi Sabiilillah:


1) Bedingungen der Shari'ah
2) Strategische Bedingungen
Diese Verständnis zu haben wird dich in die Lage versetzen die 'Ibadah des Jihad fi Sabiilillah zu
betreiben, denn du wirst es nicht an ein bestimmtes Land binden. In anderen Worten, die Leute
werden sagen, dass wenn du die Israelis bekämpfen möchtest, die Palästina besetzt haben, dann
kannst du sie nur in Palästina und nirgendwo sonst auf der Welt bekämpfen; das ist eine
vollkommen falsche Ansicht der jede Basis fehlt.

Wer sagt, dass der Krieg den sie mit den Muslimen gestartet haben auf den Teil des Landes
beschränkt sein soll den sie besetzt haben? Wenn bestimmte Leute in der Shari'ah als Ahlul
Harb bezeichnet werden, dann trifft das auf sie in der ganzen Welt zu. Es ist nicht auf bestimmte
Regionen beschränkt. Die Muslime verließen Mekka nach Medina; niemand sagt, dass wenn sie die
Quraysh bekämpfen wollen, dies nur in Mekka und nirgends sonst tun könnten. Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – errichtete eine Basis in Medina und kämpfte von dort aus. Der Islam
breitete sich an einen Ort aus den Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – nicht mochte, und
zwar Medina. Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – passte den Islam nicht an die Umgebung
an, sondern die Umgebung an den Islam. Das widerspricht dem was viele der Muslime im Westen
sagen. Sie sagen, dass weil wir im Westen leben, sollten wir einen westlichen Islam oder
amerikanischen Islam haben. Das bedeutet, dass Muslime genau wie jeder andere Amerikaner leben
und der Kultur den Lehren und Begierden folgen sollte. Wenn du das Gefühl hast du müsstest
deinen Islam für ein spezielles Gebiet anpassen, dann musst du hijrah von dort machen. Wenn du
den Islam nicht in seiner Gesamtheit leben kannst, musst du das Gebiet verlassen. Rasulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – sagte niemals, dass jemand in Mekka bleiben sollte, ein guter Bürger
sein, und etwas da'wah betreiben sollte, aufhören sollte Extremismus zu verbreiten, aufhören sollte
schlecht über ihre Götter und ihre Gesellschaft zu reden, nur damit die Leute den Islam lieben.

28
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Nein, sondern Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – gab ihnen den Islam in seiner reinen
Form, und sagte ihnen, dass er keine Kontrolle darüber hätte und ihn nicht ändern kann. Allah sagt
auch im Qur'an: „O du Gesandter! Verkünde alles was von deinem Herrn auf dich
hinabgesandt wurde. Wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht ausgerichtet.“
(Der Tisch, al Ma'idah, 67)
Ein Stamm ergab sich dem Islam, doch setzte eine Bedingung: sie nach dem Tod Rasuulullahs –
sallallahu 'alayhi wasallam – zu den Herrschern zu machen. Rasuulullah - sallallahu 'alayhi
wasallam – sagte nein, da die Erde Allah gehört und der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam –
nicht kontrollieren kann wer die Erde als Stadthalter Allahs kontrolliert. Ein anderer Stamm
stimmte zu den islamischen Staat zu schützen aber sie sagten sie würden ihn nicht vor den Persern
schützen; aber sie könnten ihn vor jedem anderen arabischen Stamm beschützen. Rasuulullah –
sallallahu `alayhi wasallam – sagte, dass dieser Din von niemandem getragen werden könne außer
von jemandem der bereit ist, ihn in alle Richtungen zu beschützen. Entweder verteidigst du den Din
gegen jede Attacke von jeder Seite; oder du du hast deine Verantwortung vernachlässigt.

Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – lehnte also dieses Angebot ab. Später stellte sich
herraus, dass die Leute von Medina einsichtig waren gegenüber dem was Rasuulullah – sallallahu
'alayhi wasallam – gesagt hatte. Sie fragten ihn dann, „Und was werden wir im Austausch dafür
erhalten, o Rasuululah?“ Er sagte: „Das Paradies.“ Die Ansar waren zufrieden mit dieser Antwort
und sagten, „Das ist ein guter Tausch und wir werden uns nicht abwenden.“ Viele Muslime im
Westen versuchen die Usuul al Fiqh zu verändern um einen neue fiqh zu machen die die
westlichen Standards akzeptiert. Sie müssen sogar einen Teil der 'Aqidah streichen, da sie zu
„extrem“ für den ist, und ein Teil der 'Ibadah wird vernichtet. Also verändern sie den Islam für den
Westen; und offenkundig ist das die Art des Islams die der Westen unterstützen wird um mit dem er
glücklich ist.

Die Sahaba folgte den Spuren des Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – durch die
Verbreitung und Errichtung des Islams von Osten nach Westen; Der Grund weshalb die Sahaba
Mekka verließ (Flucht) war nicht der Grund weshalb sie Medina verließ. Denn sie verließen Medina
um Jihad fi Sabiilillah zu betreiben. Imam Malik erzählt in seiner Muwatta, dass Abu Darda einen
Brief zu seinem guten Freund Salman al Farisi schrieb, der besagte: „Komm in das heilige Land.“
Salman al Farisi antwortete mit, „Das heilige Land macht dich nicht heiliger, es sind deine Taten
die dich heilig machen.“ (Malik's Muwatta: Buch 37, Nummer 37.8.7) Sie banden den Jihad nicht
nur an Mekka oder Medina, sondern überall in der Welt wo die Bedingungen erfüllt werden.

Imam Shafi'i sagt, „Das Minimum der Teilnahme am Jihad ist einmal im Jahr, und je mehr desto
besser. Es ist nicht erlaubt ein Jahr ohne Kampf vergehen zu lassen es sei den es gibt
Hinderungsgründe wie die Schwäche der Muslime und eine übermächtige Anzahl der Gegner, oder
die Angst der Vernichtung sollte man zuerst angreifen, oder der Mangel an Vorräten, oder andere
schwerwiegende Entschuldigungen. Anderenfalls, wenn es keine Hinderungsgründe gibt, darf der
Angriff auf die Ungläubigen nicht für mehr als ein Jahr hinausgezögert werden.“ Der Imam von al
Haramain sagt: „Ich vertrete die Meinung der Gelehrten von Usuul. Sie sagten, dass der Jihad ein
verpflichtender Aufruf ist, und gemäß den Fähigkeiten verwirklicht werden muss, bis niemand
mehr auf der Welt verbleibt als Muslimen und solchen die sich den Muslimen ergeben haben.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Daher ist der Jihad nicht auf einmal im Jahr beschränkt. Der Kampf sollte wenn möglich öfter
betrieben werden. Was die Gelehrten des fiqh sagten, hat seine Begründung darin, dass die
Vorbereitungen für den Kampf die Fähigkeit zum führen eines Krieges auf einmal im Jahr
beschränken.“ Der Autor von al Mugni von der Hanbali Schule sagt: „Der minimale Jihad ist
einmal im Jahr, er ist also jedes Jahr vorgeschrieben. Wenn es die Notwendigkeit zum Kampf öfter
als einmal im Jahr gibt, dann wird es für die Muslime verpflichtend diese Notwendigkeit zu
erfüllen.“

Al Qurtubi besagt in seinem tafsiir: „Es ist für den Imam verpflichtend einmal im Jahr eine Armee
in die Länder der Feinde zu senden, und der Imam sollte an solchen Expeditionen teilnehmen. Falls
nicht, dann sollte er jemanden senden dem er traut, um sie zum Islam zu rufen, ihren Schaden
abzuwenden und der Religion Allahs den Sieg zu bringen bis sie dem Islam beitreten oder jizyah'
zahlen.“ Beachte, dass al Qurtubi sagt, dass eines der Ziele des Aussendens der Armeen darin liegt,
Schaden durch die Feinde abzuwenden. Das ist ein Anzeichen, dass Muslime niemals Frieden
schmecken werden, wenn sie nicht die Gegner Allahs auch auf ihrem Gebiet angreifen. Die
Konsequenzen der Vernachlässigung dieser Pflicht müssen wir heute zahlen. Wenn du Satan nicht
in Schach hältst wird er dich nicht zu Frieden lassen.

30
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

„Meidet die Gelehrten die sich an der Türe des Königs aufhalten.“ Imam al Ghazali

Kapitel IV
Vierte Konstante: Jihad hängt nicht von einer bestimmten
Schlacht ab

Jihad hängt nicht von einer bestimmten Schlacht ab


Ein weiteres Problem, dass sie, wenn sie eine Schlacht gewinnen sagen, sie taten Recht daran Jihad
zu betreiben, und wenn sie eine Schlacht verlieren sagen, es wäre ein Fehler gewesen Jihad zu
betreiben. Weil dies ein so ernstes Problem ist, hat der Autor diesen Punkt ein paar Mal
durchbesprochen. Die Leute beurteilen den Jihad nach seinem Ergebnis. Die Leute sagen, dass
wenn eine Gruppe von Mujaheddin eine Schlacht gewinnt waren sie am richtigen Weg; und wenn
sie die Schlacht verlieren waren sie am falschen Weg. Das ist eine falsche Einstellung. Rasuulullah
– sallallahu 'alayhi wasallam – wird am Tage der Auferstehung Ambiya sehen, die keinerlei
Anhänger haben. Bedeutet dies, dass diese Ambiya versagt haben? Nein, sie taten ihre Pflicht. Sie
erfüllten ihre Verantwortung der da'wah, aber niemand folgte ihnen. Wenn sie niemanden zum
Islam brachten, ist es kein Scheitern, denn die hidaya (Rechtleitung) liegt in den Händen von Allah
und nicht in denen der Ambiya oder sonst jemandem. Können wir sagen, Rasuulullah – sallallahu
'alayhi wasallam – scheiterte in der da'wah seines eigenen Onkels Abu Talib? Ganz und gar nicht.
Er erfüllte seine Verantwortung und bemühte sich noch darüber hinaus. Das Herz des Onkels ist in
der Hand von Allah und nicht von Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam. Es gab einige
Momente in der Geschichte wo die Muslime in einer Schlacht besiegt wurden und dachten die
würden nie wieder von alleine auf die Beine kommen. Die schlimmste dieser Schlachten war im die
mit den at-Tatar im Jahre 666 hijri. Als die Tartaren in al Shaam im Iraq eindrangen blieben sie 40
Tage lang und töteten in diesen 40 Tagen über eine Million Menschen; das bedeutet 25,000 pro Tag
durchschnittlich. Dann drangen sie weiter nach Al-Sham vor und besiegten die Muslime in jeder
einzelnen Schlacht.

Zu dieser Zeit fielen die Muslime in einen Zustand der Verzweiflung; es kam ihnen vor, als wären
die Tataren ein unbesiegbares Volk und es wäre unmöglich zu gewinnen. Es waren nur noch ein
paar muslimische Gebiete übrig bis sie das gesamte muslimische Gebiet erobert hätten. Aber was
geschah? Allah reinigte die Muslime durch diese Prüfungen und sie wurden ehrlicher in ihrer du'a
und in ihrem Jihad; sie besiegten die Tartaren schließlich in der Schlacht von 'Ain Jaloot. Es war
ein entscheidender Sieg und ein Wendepunkt. Als die Muslime gewannen, gewannen sie nicht
wegen ihrer Stärke da sie bereits den Großteil ihrer Stärke an die Tartaren verloren hatten.

31
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Wenn man also mit Methoden der Logik argumentiert, dass die Muslime bereits zu Beginn hätten
gewinnen müssen, als ihre Armee noch komplett und ihre Vorräte vollständig waren, widerspricht
das dem Geschehenen, da sie siegten als sie wenige und ihre Vorräte aufgebraucht waren. Man
kann Sieg und Niederlage nicht von einem logischen Standpunkt aus erklären. Muslime gewinnen
nicht auf Basis ihrer Anzahl oder ihrer Ausrüstung. Sie gewinnen basierend auf Allahs Willen. Der
Sieg ist ein Geschenk Allahs.

Wie wir uns vorbereiten


Wir müssen unser Bestes tun um uns vorzubereiten und dann kämpfen. Wenn wir verlieren, haben
wir alles getan wozu wir in der Lage waren, und haben unsere Pflicht erfüllt dadurch dass wir Jihad
fi Sabiilillah gekämpft haben, wie es uns aufgetragen wurde. In diesem Fall überlassen wir die
Resultate Allah. Wie dem auch sei, die Vorbereitung ist essentiell, besonders heutzutage wo sich
die Methoden des Kampfes verändert haben und sehr kompliziert geworden sind. Jeder Muslim
dem es mit seinem Willen zu Jihad fi Sabiilillah ernst ist, muss der Vorbereitung Zeit einräumen.
Wenn der Muslim besiegt wird weil er sich nicht, oder nur schlecht vorbereitet hat, dann ist er dafür
verantwortlich.

Weiters, wenn sich ein Muslim überhaupt nicht für den Jihad fi Sabiilillah vorbereitet begeht er
eine Sünde, denn wenn der Jihad fard al 'ayn (Pflicht für jeden Muslim) ist, ist auch die
Vorbereitung fard al 'ayn; und wenn der Jihad fard al kiffayah (Pflicht für eine genügend große
Anzahl von Muslimen) ist, ist auch die Vorbereitung fard al kiffayah. Daher unterliegt die
Vorbereitung den selben Regeln wie der Jihad. Versteht, wir wollen nicht das unsere Brüder viel
über den Jihad fi Sabiilillah reden, denn der Jihad ist nicht reden, er ist reine Aktion.
Wenn wir sagen, dass der Jihad von einer bestimmten Schlacht abhängt, dann führt dies zur
Verzweiflung und Unterbrechungen des Jihad fi Sabiilillah. Wir kämpfen nicht auf Grundlage
unserer Anzahl oder Vorbereitungen; es ist möglich, dass wir dem Gegner in jedem zählbaren
Aspekt überlegen sind und dennoch verlieren. Warum? Weil wir die Voraussetzungen des Sieges
nicht erfüllt haben. Also wird Allah uns und unsere Reihen reinigen und danach werden wir
gewinnen.

Wir sind nicht für den Sieg verantwortlich; Wir sind verantwortlich dafür ob wir tun was Allah uns
befiehlt oder nicht. Wir kämpfen im Jihad weil es unsere Pflicht ist; wir kämpfen nicht um zu
gewinnen oder zu verlieren. Wir müssen unserer Verpflichtung in der Vorbereitung und in der
Erfüllung der 'Ibadah des Jihad fi Sabiilillah nachkommen und dann machen wir du'a zu Allah.
Genauso wie Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – vor der Schlacht von Badr alles
menschenmögliche tat, indem er die Armee aufbaute, die Muslime zum Kampf ermutigte, ihre
Reihen straffte, den richtigen Ort wählte und so weiter. Nachdem all dies geschehen war, was tat er
dann? Er ging in eine Ecke und machte eine lange und aufrichtige du'a zu Allah den Muslimen den
Sieg zu gewähren.

Ali wurde gefragt: „Wie besiegst du deine Feinde?“ Er sagte: „Wenn ich auf meinen Gegner treffe
glaube ich mit fester Überzeugung, dass ich ihn besiegen werde, so dass er auch glaubt dass ich ihn
besiegen werde, so dass ich mit meiner und seiner Unterstützung gewinne.“

32
Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Kapitel V
Fünfte Konstante: Der Sieg ist nicht auf den
militärischen Sieg beschränkt

Der Sieg ist nicht auf den militärischen Sieg beschränkt


Wir sollten den Sieg nicht auf seine gebräuchliche, sprachliche Bedeutung beschränken. Der Islam
gab dem Wort eine neue Bedeutung; Der Islam hat viele ältere Wörter verändert. Zum Beispiel
bedeutete das Wort Salah im vor-islamischen Arabien „Flehen“. Aber der Islam kam und gab ihm
eine neue Bedeutung und das ist die Art wie wir Salah heute verstehen: Gebet. Das Wort Siyaam
bedeutete etwas zu vermeiden, wohingegen sich die Bedeutung zum Fasten von Sonnenauf- bis
untergang verändert hat. Wenn wir also über den Sieg reden, hat Allah dem Sieg eine neue
Bedeutung gegeben. Viele Muslime haben das Gefühl, dass es für einen Sieg der Muslime einem
physischen Sieg am Schlachtfeld bedarf. Wenn wir jedoch den Qur'an genau studieren, sehen wir,
dass Allah den Sieg nicht garantiert.

Jemand der Jihad fi Sabiilillah kämpft muss nicht jede einzelne Schlacht gewinnen. Allah sagt:
„Wenn ihr verwundet worden seit, so sind gleichartige Wunden auch euren Feinden zugefügt
worden. Und solche Tage (des Sieges und der Niederlage) lassen Wir unter den Menschen
abwechseln.“ (Das Haus Imran, ali' Imran, 145)
Diese ayah wurde nach Uhud geoffenbart; Sie waren erstaunt dass sie verloren hatten. Warum?
Weil der Verlauf der Schlacht von Badr sie denken ließ dass sie jede Schlacht gewinnen würden.
Also erklärte Allah ihnen Seinen Willen. An manchen Tagen gewinnst du und an manchen Tagen
verlierst du. Diese ayah wurde geoffenbart um uns zu zeigen, dass dieses Gesetz von Allah
fortdauern wird. Wenn wir jedoch unser Blickfeld erweitern, werden wir begreifen, dass jeder der
den Gipfel des Islams erklimmt (Jihad), niemals verlieren kann und immer gewinnen wird, wenn
auch nicht in einer physischen Schlacht.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Es gibt 11 Bedeutungen des Sieges im Islam:

Die erste Bedeutung des Sieges: Sieg über die 8 Hindernisse


1. Der größte Sieg ist derjenige über sich selbst, seinen Shaytan und über die Dinge die einen an das
Diesseits binden. Der Mujahed erlangt einen Sieg wo die meisten seiner Ummah scheitern. Sein
Leben zu opfern und auf dem Weg Allahs aufzubrechen.
Allah sagt: „Sprich: 'Wenn eure Väter und eure Söhne und eure Brüder und eure Frauen und
eure Sippe und das von euch erworbene Vermögen und die Ware deren Unverkäuflichkeit ihr
befürchtet, und die Wohnungen die euch gefallen, euch lieber sind als Allah und sein
Gesandter und das Bemühen auf seinem Weg, dann wartet, bis Allah mit seinem Befehl
kommt.' Und Allah leitet die Lasterhaften nicht.“ (Die Reue, at Tauba, 24)
Hier werden acht Hindernisse zwischen den Muslimen und dem Jihad erwähnt. Wenn es noch
weitere gibt so sind sie jenen ähnlich. Lasst uns jedes Einzelne davon betrachten:

a. 'eure Väter'
Heutzutage versteht die Ummah ihre Veranwortung gegenüber dem Islam nur sehr schlecht. Sie
sagen sie lieben Allah und seinen Rasuul – sallallahu 'alayhi wasallam – , aber sie wissen nicht
wirklich was Allah von ihnen erwartet und was ihnen vorgeschrieben ist. Jihad fi Sabiilillah ist
heute eine fariida. Dennoch finden sich nur wenige Eltern die ihre Kinder zum Jihad ermutigen.
Also ist der Vater dem Großteil der Ummah ein Hindernis; der Vater wird dem Sohn nicht erlauben
fi sabiilillah zu kämpfen. Khattab sagte, „Hätten wir uns nicht unseren Vätern widersetzt, hätte
keiner von uns Jihad fi Sabiilillah gekämpft.“ Den Eltern in diesem Punkt nicht zu gehorchen ist
eine Tugend, da du Allah gehorchst; allem, was in der Shari'ah verlangt wird muss gehorcht
werden. Wenn es zu einem Interessenskonflikt kommt entscheidest du dich für Allah. Daher zeigt
jemand der sich seinen Eltern widersetzt um Allah zu gehorchen, dass die Beziehungen zu seinen
Eltern der Sache Allahs untergeordnet werden muss. Das ist ein Weg Allah zu gefallen.

b. 'eure Söhne'
Ein Kind bedeutet seinen Eltern sehr viel. Der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam – sagte, dass
Kinder einen geizig und feige machen. Diese zwei Krankheiten treffen die Leute außer mit dem
Willen Allahs. Warum werden Eltern knausrig? Weil, wenn sie Kinder haben, sie ihnen Kleidung,
Essen, Spielsachen und so weiter kaufen müssen und ihre Hand sich daher nur schwer für Spenden
öffnet. Es bringt die Leute auch dazu sich alles zweimal zu überlegen. Eine Person wird eine andere
fragen: „Warum ziehst du nicht los und kämpfst Jihad fi Sabiilillah?“ Sie sagen: „Mein Jihad ist es
mich um meine Familie zu kümmern.“ Er belügt sich selbst zu denken, dass er ein Mujahed fi
Sabiilillah ist.

Seine Familie ist ein Hindernis zum Jihad fi Sabiilillah aufzubrechen. Es ist ein Unglück, dass diese
Krankheit auch die erfasst hat, die den Jihad fi Sabiilillah verstanden hatten und zu einer Zeit
Mujaheddin waren, dann aber heirateten, Kinder bekamen und dies irgendwie für sie eine Ausrede
wurde zurückzubleiben. Es ist eine fitna (Prüfung, Versuchung) und sie hält sie auf. Es ist daher
eine Möglichkeit der größeren Belohnung zum Jihad fi Sabiilillah aufzubrechen wenn man Familie
zuhause hat.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Betrachtet die Sahaba; sie traf die größere fitna. Sie hatten mehrere Frauen. Sie hatten mehr als ein
oder zwei Kinder. Und sie waren sehr eingeschränkt in ihren Resourcen um für die Bedürfnisse der
Familie zu sorgen; und dennoch wagten sie den großen Schritt fi Sabiilillah zu kämpfen. Als
Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – hijra von Mekka nach Medina machte, gab es welche
die zurückblieben weil sie so an ihrer Familie hangen, und sich um sie kümmern wollten, obwohl es
fard al 'ayn war hijrah zu machen. Wochen gingen vorüber, Monate, Jahre und schließlich
eroberten die Muslimen Mekka.

Diejenigen Muslime die zurückblieben verpassten die größten Gelegenheiten: Die Kämpfe, die
Gesellschaft Rasuulullahs – sallallahu 'alayhi wasallam – , den halaqqaat von Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – beizuwohnen, an der khutbat von Rasuulullah – sallallahu 'alayhi
wasallam – in Masjid an Nabawi teilzunehmen, die tarbiyyah von Rasuulullah – sallallahu
'alayhi wasallam – zu erleben, in der islamischen Gemeinde von Medina zu leben, und so weiter.
Sie verloren all dies nur auf Grund einer Tat die sie verabsäumten: hijrah. Ibn al Qayyim sagte,
„Gute Taten verstärken sich und Sünden verstärken sich.“ Dies war eine Sünde die sich verstärkte;
sie verloren sehr viel.

Ein gutes Beispiel für eine gute Tat ist, dass sich jemand entscheidet nach jama'ah bei der masjid
beten zu gehen; für jeden Schritt den er zu der masjid macht bekommt er ajr. Jedes mal wenn er
seinen Brüdern die Hände schüttelt, bekommt er ajr und es werden ihm Sünden vergeben. Er
bekommt ajr für das Beten von Tahiyat al Masjid. Er bekommt ajr für das Beten der Sunnah. Er
bekommt ajr für das Gebet in jama'ah. Dann bricht er auf und bekommt ajr für jeden Schritt den er
nach Hause macht. Ein Beispiel für eine schlechte Tat die sich verstärkt ist wenn jemand Alkohol
trinkt und betrunken wird. Dann begeht er zina (Unzucht); dann vergewaltigt er diese Person. Dann
geht er los und bringt jemanden um. Dann hat er einen Autounfall und tötet jemanden weil er
betrunken war.

Die Muslime die in Mekka zurückgeblieben waren, sahen die Muslime die als Eroberer kamen als
höher in ihrem Status. Sie waren viel reiner. Sie hatten mehr Wissen. Sie konnten mehr vom Qur'an
aauswendig, wohingegen die Zurückbleibenden nur einige ayat kannten. Sie hatten an den
Schlachten von Badr, Uhud, Khandaq usw. teilgenommen. Also wurden diese Muslime sehr wütend
auf ihre Familie die für sie der Grund gewesen waren nicht aufzubrechen und zurückbleiben.
Allah offenbarte dann die folgende ayah: „O ihr, die ihr glaubt! Unter euren Gattinnen und
Kindern gibt es welche die euch feindlich gesinnt sind. So hütet euch vor ihnen...“
(Verlust und Gewinn, at Taghabun, 14)
Sie wollen dich aufhalten, wenn du Jihad betreiben musst. Diese Muslime nahmen also Stöcke,
gingen nach Hause und fingen an ihre Frauen und Kinder zu schlagen, und sagten, „Schaut was ihr
mir angetan habt! Ich habe all dieses ajr wegen euch verpasst.“ Dann offenbarte Allah den Rest der
ayah: „...Doch wenn ihr vergebt und Nachsicht übt und verzeiht – auch Allah ist verzeihend,
barmherzig.“ (Verlust und Gewinn, at Taghabun, 14)
Es wird niemandem etwas bringen die Frauen und Kinder zu schlagen; es wird nichts ändern. Es
war zu spät. Alles was man tun kann ist vergeben und sich wieder an die Arbeit machen. Wir
müssen daher sehr vorsichtig sein, da unsere Familien ein Hindernis auf unserem Weg der
Pflichterfüllung für Allah sein können, besonders bei Jihad fi Sabiilillah.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

c. 'eure Brüder'
Es ist möglich, dass sie zu einem Hindernis für dich werden: sie unterstützen dich nicht; sie wollen
dir nicht aushelfen. Sie wollen sich nicht um die Dinge die du zurücklässt kümmern.

d. 'eure Sippe'
Heute nennen wir es Nation, Heimat, Land und Nationalismus; all das sind Hindernisse. Die Leute
würden das Interesse ihrer Nation über die Verpflichtung zum Jihad fi Sabiilillah stellen. Die Leute
werden sagen, dass sie in ihrem Land den Frieden erhalten müssen. Warum? Weil das die
Maslaha der Nation ist. Es ist falsch dies zu sagen; Zuerst müssen wir auf die Maslaha des Dins
von Allah achten und nicht die der Nation. Nationen kommen und gehen; der Din Allahs ist es
wofür wir arbeiten müssen. Viele Brüder und islamische jama'at werden vom Jihad fi Sabiilillah
Abstand nehmen um ihr Land vor Problemen zu bewahren. Dies ist ein Hindernis das zwischen den
Muslimen und dem Jihad steht. Zum Beispiel, werden einige Muslime in den muslimischen
Ländern sagen, dass sie den Jihad nicht wollen, weil dann die Kuffar in ihr Land kommen werden
und Probleme machen. Das ist keine Rechtfertigung nicht den Jihad fi Sabiilillah zu kämpfen. Du
hast zu tun was Allah von dir verlangt und dich nicht um das Ergebnis zu kümmern; es ist in Allahs
Händen. Allah löscht sie vielleicht aus. Allah öffnet vielleicht ihre Herzen für den Islam. Du sollst
dich darum nicht sorgen.

Du bist nicht der, der das Universum am laufen hält; Allah tut dies. Allah schreibt uns vor in seiner
Sache zu kämpfen. Viele Muslime werden unter dem Banner des Nationalismus oder ihrer Nation
kämpfen; das ist nicht der Jihad fi Sabiilillah. Sie hören, dass ihr Qur'an missbraucht wird, und sie
tun nichts dagegen. Sie wissen dass muslimische Frauen vergewaltigt werden und sie tun nichts.
Aber wenn der Präsident oder König ihnen befiehlt ein muslimisches Land anzugreifen, werden sie
sich aufstellen und kämpfen. Sie kämpfen nicht für den Islam.

e. 'das von euch erworbene Vermögen und die Ware deren Unverkäuflichkeit ihr befürchtet'
Das sind zwei einander ähnliche Hindernisse. Wohlstand, Geld über das du verfügst, Geschäft das
du hast. Manche Leute bleiben zurück und machen keinen Jihad fi Sabiilillah wegen ihrem
Geschäft, Restaurant oder Angestellten; das sind Hindernisse. Brüder und Schwestern die nach
Ausreden suchen keinen Jihad fi Sabiilillah zu betreiben, werden sagen sie hätten einen für die
Gesellschaft wichtigen Beruf so wie Ingenieur, Arzt oder Lehrer. Wenn der Jihad fi Sabiilillah fard
al 'ayn ist, musst du es dennoch tun. Ja, wir brauchen Ingenieure, Ärzte und Lehrer. Aber sagt
jemand, „Ich werde nicht beten und fasten, denn ich bin ein Arzt“? Sagt das irgendjemand?

Es gibt keinen Unterschied zwischen Jihad, Salat und Sawm; sie sind alle 'Ibaadaat. Als die Ansar
das Gelübde gaben Rasuullulah – sallallahu 'alayhi wasallam – zu beschützen so wie sie ihre
Familien beschützen, und am Jihad fi Sabiilillah teilzunehmen, gingen ihre Geschäfte zurück. Sie
konnten sich nicht um ihre Farmen kümmern, da ihre Farmen intensive Pflege brauchten. Daher litt
ihr Einkommen. Aber als Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – Mekka befreite, sagten sie,
'Alhamdulillah, wir haben Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – durchgehend unterstützt, und
nun ist unsere Heimat befreit und wir können zurückkehren und uns um unsere Farmen kümmern.“
Allah offenbarte die ayah, „...und stürzt euch nicht mit der eigenen Hand ins Verderben...“
(Die Kuh, al Baqarah, 195)

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Was die Ansar vorhatten wurde von Allah als „Verderben“ bezeichnet. Dabei war alles was sie
wollten nur auf ihre Farmen zurückkehren und mit ihrer Arbeit fortfahren, doch Allah nannte es
Verderben auch wenn der Jihad nur far kiffayah war. Abu Ayyub sagte: „Dieser Vers wurde über
uns offenbart, die Gruppe der Ansar. Als Allah seinem Propheten – sallallahu 'alayhi wasallam –
half und dem Islam zur Herrschaft verhalf, sagten wir (dachten wir uns): 'Kommt schon! Lasst uns
bei unserem Besitz bleiben und ihn vergrößern.' (Sunan Abu Dawood: Buch 14, Nummer 2506)

f. 'Wohnungen die euch gefallen'


Das arabische Wort für ein Zuhause ist 'Maskan'. Maskan kommt von 'Sakiina'. Du fühlst Frieden
und Ruhe wenn du Zuhause bist. Wir sind von Natur aus mit dem Ort an dem wir wohnen
verbunden; insbesondere mit unserer Wohnung/Haus und unserer Heimat. Wir gewöhnen uns an
bestimmte Rituale die wir in unserem Zuhause machen, so wie das Essen das wir zubereiten, das
Bett in dem wir schlafen, dem Tagesablauf dem wir folgen, usw. und alles was diese Routine
durchbricht bringt Unruhe und Unsicherheit. Ein Mujahed fi Sabiilillah durchlebt einen kompletten
Wandel der Routine. Das Essen wird höchstwahrscheinlich nicht das Selbe wie zuhause sein. Das
Bett wird nicht so bequem sein. Sein Schlafrythmus wird sich unterscheiden. All das kann einen
dazu bringen umzukehren. Ein arabischer Mujahed der sich den Afghanern anschließt findet
vielleicht das Essen zu scharf.

Die Temperaturen ändern sich und die Routinen ändern sich.


'Abdullah bin 'Umar kam aus Arabien und kämpfte Jihad in Armenien; Er war an heißes Wetter
gewöhnt, und jetzt kämpft er in einem halben Meter Schnee. Das ist nicht einfach und ist ein Opfer.
Vielleicht ist deshalb der hajj(Pilgerfahrt) dem Jihad fi Sabiilillah verbunden. Auch wenn der hajj
im Vergleich zum Jihad fi Sabiilillah viel geringer ist, müssen die Leute dabei ihre Routinen
ablegen. Sie müssen, wie die Mujahed, weite Strecken zurücklegen. Die Kleidung die du beim hajj
trägst ist nicht die Selbe die du jeden Tag trägst. Es ist dir nicht erlaubt deine Haare oder
Fingernägel zu schneiden. Diese Dinge sind Sunnah der fitra; aber es ist dir nicht erlaubt dies zu
tun. Es kostet dich auch Geld den hajj zu machen. Wenn dich dein Verlangen und deine Liebe für
dein Zuhause vom Jihad fi Sabiilillah abhalten, dann ist es ein Hindernis. Manchmal bleibt der
Mujahed für ein Jahr oder mehr weg; die Überwindung für dieses Hindernis bedeutet Sabr.

Dann fährt Allah in dieser ayah der Surah at Tauba (Sure Die Reue) fort; „...euch lieber sind als
Allah und sein Gesandter und das Bemühen auf seinem Weg, dann wartet, bis Allah mit seinem
Befehl kommt.' Und Allah leitet die Lasterhaften (faasiquun) nicht.“ Allahs Befehl beinhaltet hier
auch seine Strafe. Wenn man den Sieg über diese acht Hindernisse erlangt, ist es ein großer Sieg
und man hat noch einen weiteren Sieg erlangt: kein faasiq zu sein, denn Allah sagt, diejenigen die
die Hindernisse nicht überwinden seien faasiquun. Man erlangt diesen Sieg, indem man auf
praktische Art, durch seine Taten und nicht durch ein Lippenbekenntnis, beweist dass man Allah,
seinen Gesandten und den Jihad fi Sabiilillah liebt.

Viele islamische jama'at werden behaupten, dass sie dir ihre Liebe zu Allah und seinem Gesandten
-sallallahu 'alayhi wasallam – zeigen. Sie werden nashiid singen, den Qur'an rezitieren, über den
Qur'an und die Sunnah reden, und so weiter. Aber wenn du deine Liebe wirklich zeigen möchtest,
dann zieh los und werde ein Mujahed; dann müsstest du nicht mehr viel darüber reden. Du hättest
es durch deine Taten bewiesen. Iman muss in Taten umgesetzt werden.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Zweite Bedeutung des Sieges: Sieg über Shaytan


2. Wenn ein Muslim auszieht fi Sabiilillah, hat er einen Sieg über shaytan errungen. Abu Hurairah
überliefert von Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – folgenden ahadith: „Shaytan versuchte
dich von der Suche des Pfads des Imans abzuhalten und sagte dir: 'Willst du deine Religion und die
Religion deiner Vorväter verlassen?' Aber dieser Diener gehorchte Shaytan nicht. Dann versuchte
Shaytan ihn vom Pfad der hijrah abzubringen. Shaytan wird ihn fragen: 'Verlässt du deine Familie
und deinen Wohlstand?' Doch dieser Diener gehorchte ihm nicht. Dann versuchte Shaytan ihn vom
Pfad des Jihad fi Sabiilillah abzubringen. Shaytan wird ihn fragen: 'Wirst du kämpfen und getötet
werden und deine Frau wird jemand anderen heiraten und dein Wohlstand wird geteilt werden?'
Doch er gehorchte ihm nicht und kämpfte im Jihad.“ Rasuulullah sagte, „Diesem Diener ist von
Allah das Paradies versprochen.“ (Ahmad: klassifiziert als Hasan)

Dritte Bedeutung des Sieges: Der Mujahed ist geleitet


Der Mujahed ist in den Worten Allahs angesprochen, wenn Er sagt: „Und diejenigen, welche sich
für Uns kräftig einsetzen, werden Wir auf Unseren Weg leiten; siehe Allah ist wahrlich mit
denen, die Gutes tun.“ (Die Spinne, al Ankaboot, 69)
Ist es nicht eine Form des Sieges, dass du geleitet bist? Suchen wir nicht alle nach einer Leitung?
Allah sagt uns, dass wenn du dich an der Mujahada beteiligst wirst du von Ihm geleitet. Wenn die
Ummah Jihad fi Sabiilillah kämpft wird sie zu einer geleiteten Ummah. Der Grund weshalb wir
fehlgeleitet wurden ist weil wir den Jihad fi Sabiilillah verlassen haben.

Doch von dem Moment an wo die Ummah aufwacht, ihre Verantwortung wahrnimmt und den
Jihad fi Sabiilillah kämpft, wird Allah die Ummah leiten.
Überliefert von Abdullah ibn Umar: Ich hörte den Gesandten Allahs – sallallahu `alayhi wasallam –
sagen: „Wenn du ein Geschäft abschließt, an der Dunja festhältst, mit der Landwirtschaft zufrieden
bist und es aufgibst den Jihad den zu betreiben, wird Allah Unglück über dich kommen lassen und
wird es nicht von dir nehmen bis du zu richtigen Din zurückgekehrt bist.“ (Sunan Abu Dawud:
Buch 23, Nummer 3455) Und unsere früheren Gelehrten schickten, wenn sie eine Diskussion über
eine fatwa hatten, diese zu den Mujaheddin an der Front; sie wussten dass die Mujaheddin von
Allah geleitet waren.

Vierte Bedeutung des Sieges: Sieg gegen die Entmutiger


4. Wenn du ausziehst fi Sabiilillah, hast du einen Sieg gegen diejenigen errungen die versucht
haben dich vom Jihad fi Sabiilillah abzuhalten. Sie schmeicheln dir und geben vor Muslime zu sein,
aber sie verdrehen die Beweise über die Pflicht zum Jihad. Allah sagt über sie: „Wären sie mit
euch ausgerückt, wären sie euch nur eine Last gewesen und hätten, unter euch umherlaufend
euch zur Aufruhr gereizt. Und manche von euch hätten auf sie gehört. Aber Allah kennt die
Übeltäter.“ (Die Reue, at Tauba 47)

Diese Leute kommen in der Form von Shuyuukh (Gelehrten) und werden dir sagen, dass dies nicht
die Zeit für den Jihad fi Sabiilillah ist, und weil sie Gelehrte sind wirst du ihnen zuhören. Allah
sagt, „...und manche von euch hätten auf sie gehört.“ Warum sollten sie auf diese Leute hören?
Wegen des Status den sie besitzen. Sie sind die Anführer in ihrer Gemeinschaft und sogar Gelehrte.
Sie halten Muslime davon ab Jihad fi Sabiilillah zu betreiben; wer immer einen Muslim vom Jihad
fi Sabiilillah abhält ist ein munafiq, da sich diese ayah auf die munafiquun bezieht.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Ein Muslim der Mujahed wurde hat sich diesen Leuten widersetzt; er kümmerte sich nicht um ihren
Status, ihre Art zu Reden oder ihre Anordnungen. Ein Mujahed wird tun was Allah ihm befiehlt.
Dies ist eine der größten fitnas die es heute gibt, besonders für die jüngeren Brüder. Anstatt sie zum
Jihad fi Sabiilillah zu ermutigen, versuchen die Gelehrten sie davon abzubringen. Anstatt sie darauf
vorzubereiten, werden sie von ihrer islamischen Gemeinde aufgehalten. Diese ayah wandte sich an
die Sahaba und sagte ihnen, dass einige von ihnen auf sie gehört hätten; der Sahaba mangelte es
nicht an Iman, aber sie hätten auf sie gehört, nur wegen des hohen Status der Leute die sprachen.
Doch Allah bewahrte die Sahaba davor, dass diese munafiquun mit ihnen auszogen. Wegen der
Stärke dieser fitna musste Allah die Sahaba vor diesen Leuten warnen.

Allah, der Erhabene der Mächtige sagt: „Die in ihren Wohnungen Zurückgelassenen freuten
sich, hinter dem Gesandten Allahs zurückgeblieben zu sein. Sie hatten keine Lust sich mit Gut
und Blut auf Allahs Weg einzusetzen und sprachen: 'Rückt doch in dieser Hitze nicht aus!'
Sprich: 'Das Höllenfeuer ist heißer!' O dass sie es doch begriffen!“ (Die Reue, at Tauba 81)

Der Mujhed hat seine nafs, seinen shaytan und denjenigen der ihn vom Aufbruch fi Sabiilillah
abhalten wollte besiegt; Das ist ein großer Sieg! Dabei kommt den Muthabatiin eine besondere
Bedeutung zu. Denn ihr Status in der Gesellschaft kann bewirken, dass Leute vom Jihad fi
Sabiilillah abgehalten werden, wenn sie dies verbreiten. Eine große Anzahl unserer Jugend möchte
Allah auf die rechte Art und Weise gefallen, doch diese Shuyuukh und muslimische Prominente
halten sie vom Jihad fi Sabiilillah ab. Seht wieviel Sünde diese Leute auf sich laden! Was sie tun ist
ein Dienst für die Kuffar; ihre da'wah ist ein Dienst für die Kuffar. Ob sie dafür bezahlt werden oder
nicht, ob sie mit dem Geheimdienst in Verbindung stehen oder nicht, macht keinen Unterschied.
Wenn das was du tust den Kuffar dient, dann bist du einer von ihnen geworden.

Fünfte Bedeutung des Sieges: Standhaftigkeit am Pfad des Jihad


5. Wenn ein Mujahed standhaft ist und dem Pfad des Jihad fi Sabiilillah folgt und alle damit
verbundenen Mühsale übersteht, dann hat er den Sieg errungen. Wenn er es schafft am Jihad fi
Sabiilillah festzuhalten ist er erfolgreich. Jihad ist heute keine Norm unter den Muslimen; während
der Zeit des Rasuulullahs – sallallahu 'alayhi wasallam – war dies anders. Wenn du vom Jihad
zurückgekehrt bist, warst du ein Held. Die Leute haben dich ermutigt aufzubrechen. Es gibt
Geschichten von Vätern die mit ihren Familien darum streiten dass ihre Söhne fi Sabiilillah
aufbrechen sollten; du kannst dir vorstellen wie groß der Unterschied heute ist. Heute werden viele
Leute gegen dich sein: deine Eltern, deine Freunde, deine Gemeinschaft, deine lokale masjid, deine
Regierung, usw.

Die Tatsache, dass man Sabr (Geduld,Ausdauer) haben kann und diese 'Ibadah für mehrere Jahre
betreiben kann ist ein sehr großer Sieg. Wir sprechen nicht von einem Tag oder einem Monat an
dem du ein emotionales Hoch hast, dass dann nachlässt. Die Herausforderung besteht darin, den
Pfad zu wählen und auf ihm standhaft zu bleiben. Es gibt viele Muslime, deren Ideen und
Prinzipien sich geändert haben nachdem sie vom Jihad fi Sabiilillah zurückkehrten und bei denen
der Jihad aus ihren Gedanken verschwand. Viele von ihnen lebten für ihre Begierden, kaufen sich
teure Autos und ein großes Haus. Die muslimischen Regierungen die Angst vor ihnen haben
werden versuchen ihnen zu helfen einen Job zu finden, eine Frau, eine Wohnung usw. damit diese
früheren Mujahed vom Jihad ferngehalten werden

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Als Rasuululah – sallallahu 'alayhi wasallam – zunächst mit seiner da'wah begann tat er es im
Geheimen. Also kümmerte es kaum jemanden. Aber als Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam –
seine da'wah öffentlich machte zeigte sich wer seine Gegner sind. Der Islam forderte sie auf die
Anbetung ihr Begierden und falschen Götter aufzugeben. Es änderte den Status quo. Und es gibt
Leute die vom Status quo profitieren, und daher den Islam bekämpfen werden. Die politsche,
ökonomische und religiöse Führungsschicht profitiert vom Status quo. Als sie nun die Bedrohung
sahen die für sie von Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – ausging, kamen sie zu ihm und
machten ihm Angebote.

Sie kamen zu ihm und boten ihm Macht, Reichtum und Frauen; Dinge die die meisten Männer
begehren. Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – lehnt sogar einen Kommentar zu diesen
Angeboten ab. Die Sache ist, dass jedem der Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – folgen
will, einige der Prüfungen bevorstehen die auch er durchmachen musste. Wenn du auf diesem Weg
bist, dann rechne mit Versuchungen auf seinem Weg. Sie werden versuchen dich zu verhaften und
deinen Weg zu einem jähen Ende zu bringen. Es gab einige Leute die an manchen Stellen von der
Dunja besiegt wurden, und welche die am Schlachtfeld besiegt wurden, aber diese Mujahed gaben
niemals ihre Prinzipien auf.

Sechste Bedeutung des Sieges: Opferung seines Wohlstands und seines Selbst
6. Du hast einen Sieg errungen wenn du dich auf diesem Pfad aufgemacht hast, denn du bist bereit
dich selbst, deine Zeit und deinen Wohlstand für Allahs Sache zu opfern. Opferung für diesen Din
ist ein Sieg. Wenn ihr schwach seit in Hinblick auf eure Ausrüstung, Bewaffnung und Anzahl und
die Niederlage unabwendbar schien wegen ihrer Überlegenheit, dann ist die Tatsache, dass ihr
aufgestanden seit und gekämpft habt ein Zeichen des Siegs. Das ist etwas, dass einen Menschen
leicht beeindruckt wenn er es sieht. Es ist ein Zeichen und ein Beweis für ihren Mut und ihre
Überzeugung mit dem sie ihr Opfer erbringen.

Wir sehen dies heute im 'Iraq. Eine kleine Gruppe von Muslimen sind bereit aufzustehen und für
Allahs Sache gegen eine Armee zu kämpfen die ihnen in Technologie, Ausbildung, Bewaffnung,
Anzahl usw. überlegen ist. Das ist schon an sich ein Sieg. Die Geschichte erinnert sich nicht an die,
die versucht haben sich vor ihrem Tod zu retten. Eine Gruppe innerhalb der Muslime die du besiegt
hast, sind diejenigen die Ausreden fanden nicht zum Jihad fi Sabiilillah aufzubrechen. Die zweite
Gruppe die du besiegt hast, sind die kuffar, denn sie hassen Jihad fi Sabiilillah. Sabr ist was den
Mujahed auf seinem Weg hält. Die du'a die der Mujahed machte war, „Und als sie gegen Goliath
und seine Schar loszogen, sprachen sie: „Unser Herr, verleihe uns viel Standhaftigkeit und
festige unsere Schritte und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!“ (Die Kuh, al Baqarah,
250)

Khubayb wurde von den kuffar gefangengenommen und nach Mekka gebracht; sie kreuzigten ihn.
Als sie ihn aufs Kreuz nagelten und die Feinde ihre Waffen auf ihn richteten, fragten sie ihn:
„Hättest du lieber Muhammad an deiner Stelle hier?“ Khubayb sagte: „Ich würde lieber sterben als
das Muhammads Fuß von einem Dorn verletzt würde, und ich würde mein Leben geben, nicht um
sein Leben zu retten sondern um ihn vor dem Schmerz eines Dorns zu bewahren.“ Das ist ein Sieg
und zeigt wie stark der Iman der Sahaba war. Es zeigt wie groß ihre Liebe für Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – war. Die Mujaheddin sagen, dass sie Allah und Seinen Rasuul –
sallallahu 'alayhi wasallam – lieben, und bereit sind ihr Leben für diese Sache zu geben.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Aber diejenigen die keine Mujahediin sind behaupten Allah und seinen Rasuul – sallallahu 'alayhi
wasallam – zu lieben indem sie herumalbern und tanzen und in komfortablen Wohnungen sitzen
und ihre Essen genießen und Feste feiern. Wie kannst du es wagen zu sagen, dass du die Religion
Allahs liebst wenn du weißt, dass der Feind das Buch Allahs entweiht hat und nichts unternimmst?
Wenn du weißt, dass der Feind den Qur'an beim Klo hinuntergespült hat, und du greifst nicht zu
deiner Waffe und kämpfst für die Sache Allahs? Wenn du weißt, dass sie Rasuulullah – sallallahu
'alayhi wasallam – durch pathetische Zeichnungen beleidigt haben?

Wenn du weißt, dass sie muslimische Kriegsgefangenen sowohl physisch als auch psychisch
foltern? Wenn du weißt, dass sie die Ummah gedemütigt und herabgewürdigt haben in dem sie die
muslimischen Kriegsgefangenen nackt auszogen und schmutzige Bilder machten. Wenn du weißt,
dass sie komplett verzerrte Versionen des Islams gegenüber dem wahren Islam verbreiten. Wenn du
weißt, dass sie unschuldige muslimische Zivilisten im Iraq, Palästina und Afghanistan töten? Wenn
du weißt, dass sie die Mujaheddin an vielen Orten dieser Welt bekämpfen? Wenn du weißt dass sie
in die muslimischen Länder einmarschiert sind? Wenn du weißt, dass sie den Qur'an als Klopapier
verwendet haben? Wenn du weißt, dass ihr Armee General klare und unmissverständliche Aussagen
gegen Allah und seinen Gesandten – sallallahu 'alayhi wasallam – getroffen hat. Wie kannst du
deine Liebe zum Islam behaupten wenn du all dies weißt und nichts dagegen unternimmst? Bedarf
es erst einer Bombe die auf dein Haus abgeworfen wird damit du aufstehst und kämpfst? Dann wird
es schon zu spät sein.

Das hat nichts damit zu tun „emotional verwirrt“ zu sein. Es geht darum an das zu glauben an was
du vorgibst zu glauben: Allah und Seinen Gesandten – sallallahu 'alayhi wasallam. Die Sahaba hat
Anschläge unternommen unter dem Kommando des Propheten – sallallahu 'alayhi wasallam –
gegen diejenigen die schlecht von Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam – sprachen. (So wie
Ka'b bin Ashraf der ein berühmter Dichter war und Muhammad -sallallahu 'alayhi wasallam –
beleidigte. Der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam befahl seine Ermordung und sie wurde
ausgeführt) Kannst du behaupten, dass der Prophet – sallallahu 'alayhi wasallam - „emotional
verwirrt“ war und seine hikma nicht gebraucht hat? Kein gläubiger Muslim der bei Verstand ist
würde es wagen so etwas zu sagen. Doch wenn heute ein kafir Allah und den Propheten – sallallahu
'alayhi wasallam – beleidigt sagen wir, wir sollten friedliche Gespräche mit dieser Person führen.
Wie weit sind wir von der Rechtleitung des Islams abgewichen und haben dies Rechtleitung durch
unsere nutzlose Logik ersetzt? Manche Muslime argumentieren, dass wir Khilafah bräuchten um
solche Anschläge zu wagen. Diese Ansicht ist vollkommen unbegründet und zeigt unsere Feigheit.

Gerade jetzt durchleben wir Ereignisse die uns die Wahrheit vom Falschen trennen. Davor war alles
ein einziger Graubereich; du wusstest nicht wer die wahren mu'min und wer die munafiq sind. Doch
Ereignisse wie diese trennen den wahren Iman von Nifaq (Heuchlerei). Wir wissen, dass das
Phänomen des Niqaf nur in Medina und niemals in Mekka zu Tage trat. Warum? Weil es in Medina
Jihad gab. Allah sagt, „Sehen sie denn nicht, dass sie jedes Jahr einmal oder zweimal auf die
Probe gestellt werden? Dennoch bereuen sie nicht und lassen sich nicht ermahnen.“
(Die Reue, at Tauba 126) Diese ayah wurde in Bezug auf die Munafiquun offenbart. Allah sagt
ihnen hier, dass sie jedes Jahr bei ein oder zwei Ereignissen bloßgestellt werden. Was sind diese
Ereignisse? Die Ghazawat von Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam. Der Iman zeigte sich und
der Niqaf zeigte sich.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Es gibt die Geschichte des Volkes von Ukhduud (Der Graben), welche im Sahih al Bukhari
aufgezeichnet ist. Es ist eine ausgezeichnete Geschichte über die Bedeutung des Sieges. Es war ein
Stamm der an Allah glaubte und mit dem damaligen König in Konflikt geriet. Der König sagte,
dass sie entweder ihre Religion aufgeben können und leben, oder bei ihrer Religion bleiben und
sterben. Sie wählten den Tod; die Art und Weise ihres Todes war so furchtbar, dass wir bewundern
müssen was sie getan haben. Sie wurden gezwungen lebendig in Gräben zu springen die mit
brennendem Holz gefüllt waren. Sie sprangen einer nach dem anderen und verbrannten zu Tode. Sie
wählten das Feuer der dunya anstelle des Feuers des Jenseits. Es gab eine Mutter mir einem
neugeborenen Kind der befohlen wurde in das Feuer zu springen. Als sie an den Graben herantrat
und sie zu zweifeln begann, half ihr Allah. Er ließ das neugeborene Kind sprechen, und es sagte: „O
Mutter! Du folgst al-Haqq! Also bleib standhaft!“ So sprang sie in den Graben und starb. Sie
machte den ersten Schritt und dies war zu dem Graben zu gehen. Doch als sie zögerte, half ihr
Allah. Daher, wenn du einen Schritt auf Allah zumachst, wird Allah viele Schritte auf dich
zumachen. Wenn du auf Allah zugehst wird er auf dich zurennen.

Die Moral dieser Geschichte ist, den ersten Schritt zu machen. Wenn du auf diesem Weg
Schwächen zeigst, wird Allah dich unterstützen wenn du zu Beginn ikhlaas zeigst. Allah schenkte
dieser Frau ein kirama(Wunder), indem er ihr Baby sprechen ließ, nur um sie zu retten. Von einem
weltlichen und säkulären Standpunkt aus haben sie verloren. Sie wurden alle getötet und der König
war erfolgreich bei der Eliminierung dieser Religion.
Dennoch sagt Allah darüber: „...das ist die große Glückseligkeit“ (Die Sternbilder, al Burudj, 11)

Siebte Bedeutung des Siegs: Sieg deiner Idee


7. Der Sieg deiner Vorstellung ist die siebte Form des Siegs. In der Welt der Ideen ist deine Idee
vorherrschend. Deine Prinzipien und Ideen werden letztlich siegen. Manchmal gewinnen sie erst
dann, wenn du den Preis mit deinem eigenen Blut bezahlst. Ibrahim – 'alayhis salaam – verhalf
seiner Vorstellung mit Argumenten zum Sieg gegen sein eigenes Volk.
Allah sagt: „Sahst du nicht den (Nimrod), der mit Ibrahim über seinen Herrn stritt, weil Allah
ihm das Königreich gegeben hatte? Da sprach Ibrahim: 'Mein Herr ist der, welcher lebendig
macht und sterben lässt.' Er sprach: 'Ich bin derjenige der lebendig macht und tötet.'
Ibrahim sprach: 'Siehe, Allah bringt die Sonne vom Osten, so bring du sie vom Westen!' Da
war der Ungläubige zum schweigen gebracht. Allah leitet nicht die Ungerechten.“
(Die Kuh, al Baqarah, 258)

In der Geschichte des Junge die zu den Gräben führte, versuchte der König ihn zu töten in dem er
ihn von einem Berg warf, doch er scheiterte. Dann versuchte er ihn im Meer zu ertränken und
scheiterte. Der Junge kam daraufhin zu dem König und sagte ihm, „Wenn du mich töten möchtest,
dann nimm einen meiner Pfeile, sprich 'Bismillah' und schieß den Pfeil ab, und du wirst mich
getötet haben; doch du musst es im Namen Allahs tun.“ Der Junge hatte außerdem die Bedingung
gestellt, dass der König es vor allen versammelten Leuten tun müsse. Als die Leute nun sahen, dass
der König mit der Tötung des Jungen im Namen Allahs erfolgreich war, was geschah da? Sie
wurden alle Muslime. Und das war genau was der Junge erreichen und der König verhindern
wollte. Der König versuchte den Jungen wegen seines Glaubens zu töten und auf Grund dessen
werden alle Leute gläubig. Er hatte Angst vor der da'wah dieses Jungen; und nun übernahm diese
da'wah sein ganzes Königreich. Hier zahlte der Junge den Preis um da'wah zu betreiben und das
war sein eigenes Blut.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Wir sehen dies in der heutigen Zeit mit Leuten wie Syed Qutb. Er schrieb mit Tinte und mit seinem
eigenen Blut. Leute wie Sheikh Abdullah Azzam und Sheikh Yusuf al 'Uyayrii. Sie schrieben
grandiose Bücher, und nachdem sie starben, war es als ob Allah ihren Worten von ihrer Seele
einhauchte um sie lebendig zu machen; es gibt ihren Worten ein neues Leben. Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – sagte, dass die at-Taifah sich durchsetzen wird. Durchsetzen bedeutet
hier den Erfolg ihrer da'wah und nicht immer ihrer Schlachten. Sie könnten eine Schlacht verlieren
aber ihre da'wah wird siegreich sein und jedem zugänglich. Niemand kann ihre da'wah aufhalten.
Die Vorstellung ist, dass es diese Gruppe in Stärke von Generation zu Generation erhalten wird.

Die achte Bedeutung des Sieges: Zerstörung des Feindes durch kiramaat
8. Allah wird den Feind der Mujaheddin auf unerklärliche Weise oder durch ein übernatürliches
Ereignis vernichten; Dies weil die Mujaheddin ihr Bestes gegeben haben. Aber weil es eine große
Differenz in der Stärke zwischen den Mujaheddin und ihren Feinden gibt, wird Allah ihnen mit
einem Wunder helfen. Dies geschieht wenn die Mujaheddin ihr Bestes in Bezug auf Vorbereitung,
Training und Kampf geben. Da sie ihr Bestes gaben bei der Erfüllung von Allahs Anweisungen,
wird Allah ihnen bei der Vernichtung ihres Feindes helfen.
Allah sagt: „Wie oft hat ein kleiner Haufen mit dem Willen Allahs eine große Schar besiegt!
Und Allah ist mit den Standhaften.“ (Die Kuh, al Baqarah, 249)
Aber sie müssen Sabr haben. Betrachte auch den Konflikt zwischen Musa und Fir'awn(Pharao).
Musa tat was er konnte und so zerstörte Allah Fir'awn durch ein Wunder. Als Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – Jihad gegen die Quraysh kämpfte und ihre Verweigerung der
Wahrheit sah, machte er du'a gegen sie bei Allah, dass sie 7 Jahre hungern sollten wie das Volk zur
Zeit von Yusuf – alayhis salaam. 'Abdullah ibn Abbas sagt, „So wurden sie von einer Hungersnot
getroffen die sie so hungrig machte, dass sie schließlich alles aßen, verendete Tiere, Leder und alles
was sie in die Hände bekamen.“ Immer wenn sie in den Himmel blickten sahen sie Rauch; so
verwirrt waren sie vor Hunger. Also kam Abu Sufyan zu Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam
– und sagte, „O Muhammad! Du ermutigst die Leute Gutes zu tun und gut zu ihren Familien zu
sein. So bitte Allah uns zu retten!“ Nun fleht er Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam – an du'a
für ihn zu machen. Allah sagt: „Warte dann auf den Tag an dem der Himmel in deutlichem
Rauch aufgeht.“ (Der Rauch, ad Dukhan, 10)
Diese Leute halluzinierten. Wenn jemand sehr, sehr hungrig ist werden seine Sinne beeinflusst. Ihr
Gehör und ihre Augen werden schwach.

Das Ende der Sowjetunion ist ein sehr starker gegenwärtiger Beweis dafür. Die Mujaheddin waren
weniger in Anzahl, Stärke, Bewaffnung und Ausbildung als die Sowjets. Aber da die Sowjets
Feinde von Allah, seinem Gesandten und den Gläubigen waren, strafte Allah sie auf viele Arten;
mit Armut, Zerstörung, Korruption und anderen Strafen Allahs bis die Sowjetunion zerbrach. Sie
zerbrach wegen des Jihads der Mujaheddin; Allah half ihnen. Manche argumentieren dass die
Sowjets gefallen sind weil sie Kommunisten waren. Das Problem mit diesem Argument ist, dass es
andere Kommunistische Länder gab, die nicht gefallen sind. Manche sagen, dass es wegen ihrer
Schulden war.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Nun ja, Amerika hatte zu dieser Zeit größere Schulden. Man kann den Fall der Sowjetunion nur
durch die Mujaheddin fi Sabiilillah erklären. Wir können heute sagen, dass jede Nation, egal wie
stark sie ist, wenn sie sich entscheidet gegen die Auliya von Allah zu kämpfen, dem Untergang
geweiht ist, sei es durch die Hände der Mujaheddin, oder durch eine Konsequenz dieses Kampfes.
Denn in einem hadith Qudsi, sagte Rasuullulah – sallallahu 'alayhi wasallam – dass Allah sagt:
„Derjenige der sich gegen die Auliya von Allah stellt, wird von Allah bekämpft“ (Hadith Qudsi 25)

Neunte Bedeutung des Sieges: Armut für al Kuffar


9. Eine Form des Sieges ist, dass Jihad der Grund für die Armut der Ungläubigen und den Tod der
Ungläubigen im kufr sein wird; es wird sie von der Rechtleitung abhalten. Das ist eine Form des
Sieges. Den die Bekämpfung von Allah und seinen Mujaheddin, endet darin, dass die Kuffar nur
noch ihrem kufr bestärkt werden und immer tiefer in den kufr geraten bis sie als kafiruun sterben.
Wenn sie die Mujaheddin kämpfen und siegen sehen geraten sie außer sich und dies stärkt ihren
Willen zu kämpfen und im kufr zu sterben. Allah sagt in der Surah Yunus : „Und Moses sprach:
'O unser Herr! Siehe du hast Pharao und seinen Oberhäuptern im irdischen Leben Pracht
und Reichtümer gegeben...“ (Jonas, Yunus, 88)

Wir können daraus lernen, dass Reichtum kein Zeichen dafür ist wie nahe du zu Allah bist. Es gab
Ambiya die extrem arm waren und es gab kuffar die extrem Reich waren. Unglücklicherweise
nehmen viele Muslime ihren weltlichen Besitz als einen Maßstab für ihre Nähe zu Allah. Es ist
falsch zu sagen, „Alhamdulillah, Allah gab mir all diesen Wohlstand; das ist ein Zeichen, dass ich
ein guter Muslim bin!“ Und es ist falsch für jemanden der arm ist zu sagen: „Ich muss viele Sünden
begehen, dass ich so arm bin.“ Wohlstand hat nichts damit zu tun wie gute Muslime wir sind.
Wohlstand kann dich zum Guten und zum Schlechten führen, je nachdem wie du ihn verwendest.
Und Musa fährt fort: „...o unser Herr, auf dass sie von Deinem Pfad abirren“ (Jonas, Yunus, 88)
Mit anderen Worten, Musa sagt, dass sie ihren Reichtum und ihre Macht einsetzen um Menschen
vom rechten Weg abzubringen. So war seine du'a: „...O unser Herr, vertilge ihr Güter und
verhärte ihre Herzen, so dass sie nicht glauben bis sie die schmerzliche Strafe sehen.“
(Jonas, Yunus, 88)

Musa macht keine du'a um sie zu leiten; er macht du'a sie fehlgehen zu lassen. Musa sagt, „O
Allah, lass sie ungläubig bleiben bis es zu spät ist.“ Musa war sehr böse wegen dem kufr von
Fir'awn (Pharao). Er wollte nicht das Fir'awn eine Chance erhält gläubig zu werden. Fir'awn
behauptete seinen Islam, aber es wurde nicht akzeptiert als seine Seele den Körper verließ; also hat
Allah die du'a von Musa genau angenommen. Als er die Strafe Allahs sah, sagte er, „Oh Allah ich
glaube an dich.“ Aber es war zu spät. Jibriil – alayhis salaam – kam zu Muhammad – sallallahu
'alayhi wasallam – und sagte ihm, dass als Fir'awn starb, Jibraiil – 'alayhis salaam – Schlamm in
seinen Mund gestopft hat, damit Allah keine Gnade mit ihm hätte. Noch nicht einmal Jib'riil –
alayhis salaam – wollte das Fir'awn ein Muslim wird! Er wollte, dass er als kafir stirbt, er dachte er
wäre das Paradies nicht wert.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Dies ist ein Sieg, weil die Gläubigen glücklich sind wenn sie die Strafe von Allah auf ihre Feinde
sehen. Am Ende werden die Gläubigen diejenigen sein die lächeln, wohingegen Leute wie Fir'awn
Qualen erleiden werden. Daher; Der kufr, die Tyrannei, das Böse und die Behauptung der Kuffar
dass sie die „Freiheit“ und die „Zivilisation“ verteidigen und den „Terrorismus“ bekämpfen, all
diese Dinge werden mit ihrem Tod enden, welcher sehr nahe ist. Was von ihrem Leben noch übrig
ist, ist weniger als bereits vorübergegangen ist. Der Tag wird kommen, an dem die Gläubigen in
Jannah (Paradies) sein werden und beobachten wie die Ungläubigen die schlimme Strafe des
Höllenfeuers trifft. Der Jihad von Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – gegen die Juden war
ein Grund für sie in kufr zu sterben und bis zum letzten Moment auf ihrem kufr zu beharren.

Zehnte Bedeutung des Sieges: Allah erwählt sich Shuhada


10. Allah wird sich aus euch Shuhada(Märtyrer) erwählen.
Allah, der Erhabene, der Gütige, sagt: „Und solche Tage (des Siegs und der Niederlage) lassen
Wir unter den Menschen abwechseln, damit Allah die Gläubigen erkennt und sich aus ihnen
Märtyrer auserwählt; - und Allah liebt die Übeltäter nicht - „ (Das Haus Imran, ali' Imran, 140)
Allah erwählt sich von uns Shuhada; in anderen Worten, Allah wählt unter uns wer ein ash-shahiid
sein wird. Das ist der Sieg. Shahada ist etwas, dass jeder Mujahed begehrt. Wenn dich die kuffar
am Weg von Allah sterben sehen, denken sie sie hätten gewonnen, wo in Wahrheit du gewonnen
hast. Die Kuffar haben dir eine Freikarte ins Paradies gegeben. Stell dir ihr entsetzen vor wenn sie
dich am Tag des Gerichts treffen. Sie werden sagen, „Schaut unseren Feind an! Wir gaben ihm den
Schlüssel zum Paradies!“ Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – selbst hoffte als shahiid zu
sterben und sagte dreimal, „Ich wünschte ich könnte fi Sabiilillah kämpfen, dann getötet werden
und wiederkehren (auf die Erde)“ Er wollte drei mal als Märtyrer sterben
Allah, der Ewige, der Erbarmer, sagt: „Und haltet die auf Allahs Weg Gefallenen nicht für tot,
nein sondern für lebend, bei ihrem Herrn, gut versorgt.“ (Das Haus Imran, ali' Imran 169)
Wenn dich also die kuffar töten geben sie dir ein ewiges Leben bi idhnillah.
Allah, der Barmherzige sagt: „Und sprecht von denen die auf Allahs Pfad erschlagen wurden,
nicht: 'Sie sind tot.' Nein. Sie sind lebendig. Doch ihr nehmt es nicht wahr.“
(Die Kuh, al Baqarah, 154)

Es gibt eine Geschichte in Bukhari und Muslim, welche von Anas ibn Malik erzählt wird.
Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – sandte einige der Sahaba um zu einem Stamm zu gehen
und ihnen über den Islam zu erzählen. Anas ibn Maliks Onkel, Haraam bil Marhaan, sprach mit
ihnen und wurde von hinten mit einem Speer erstochen. Der Speer trat vorne aus seiner Brust. Er
tauchte seine Hände in das Blut wischte das Blut von seinen Händen und seinem Gesicht und sagte,
„Ich habe gesiegt im Namen des Herrn von al Ka'aba!“ Der Mann der ihn erstochen hatte wusste
nicht wovon er redet. Er war von diesen Worten so schockiert, dass er herumging und Muslime
nach einer Erklärung des Geschehenen befragte. Sie erklärten ihm, „Es ist Shahada.“ Er ist in
Jannah und freut sich. Wenn dies jemandem geschieht der nichts mit dem Islam zu tun hat, wird er
schreien, heulen, die Leute anflehen sie zu retten, usw.. Der Mann der ihn getötet hatte wurde
Muslim nachdem ihm die Geschichte erklärt worden war. SubhanAllah, Haraam bil Marhaan
brachte den der ihn getötet hatte dazu Muslim zu werden. Was Selbstmordattentate betrifft, wenn es
einen Muslim gibt, der eine Chance auf Erfolg in weltlicher Hinsicht hat und nach dem
Märtyrertum sucht, zerstört es vollkommen die Theorien der kuffar und zwingt sie die wahren
Gründe zu betrachten weswegen jemand sein Leben aufgeben würde.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Elfte Bedeutung des Siegs: Sieg auf dem Schlachtfeld


11. Die letzte Bedeutung des Siegs ist der Sieg am Schlachtfeld. Das ist der Sieg, den Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – am Ende errungen hat. Als er starb sah er die Früchte seinen Erfolges
und das Resultat der Mission. Allah, der Schöpfer, der Lebendige, sagt: „Wenn Allahs Hilfe
kommt und der Sieg und du die Menschen in Scharen in Allahs Religion eintreten siehst,
Dann lobpreise deinen Herrn und bitte ihn um Verzeihung. Wahrlich er vergibt dem, der sich
(Ihm) in Reue zuwendet.“ (Die Hilfe, an Nasr, 110)

Es gibt mehr als 11 Formen des Sieges. Allah sagt: „...doch war es Unsere Pflicht den Gläubigen
zu helfen.“ (Die Byzanthiner, ar Ruum, 47) Es gibt viele Wege auf denen Allah helfen kann.
Manche werden sagen: „Wie kommt es, dass einige der Ambiya von Allah getötet wurden? Haben
sie nicht den Sieg erlangt? Nun, da wir die elf verschiedenen Formen des Siegs kennengelernt
haben erkennen wir deutlich, dass sie gesiegt haben. Das Selbe gilt für den Propheten der keinerlei
Anhänger hat; er hat dennoch den Sieg errungen. Ein Muslim der standhaft ist wird immer siegen
und niemals verlieren. Jeder Muslim braucht Thabaat (Festigkeit)

Tatsächlich, am Ende wird die Ummah am Schlachtfeld den Sieg erringen und die ganze Welt
kontrollieren. Es gibt viele ahadith darüber. Zum Beispiel sagte der Prophet – sallallahu 'alayhi
wasallam, „Diese Sache (der Islam) wird dorthin reichen, wohin Tag und Nacht reichen.“ Das
heißt die gesamte Welt. Tag und Nacht reichen über die ganze Welt. Er sagte auch, „Der Islam
wird in jedes Haus reichen, in Städte, Dörfer und Orte.“ Diese beiden ahadith beziehen sich auch
auf die da'wah des Islams; sie wird überallhin reichen. Er sagte auch, „Wahrlich, Allah hat der
ganzen Welt gezeigt und mir gesagt, dass das Königreich meiner Nation die ganze Erde ergreifen
wird.“ Diese Hadith bezieht sich auf die islamische Khilafah; es wird überall sein. Rasuulullah –
sallallahu 'alayhi wasallam – wurde einmal gefragt, „Welche Stadt wird zuerst befreit:
Konstantinopel oder Rom?“ Er sagte, „Konstantinopel wird zuerst befreit.“ Dies impliziert, dass
auch Rom später noch befreit wird. Die ahadith über Imam al Mahdi beziehen sich speziell auf den
Sieg am Schlachtfeld. Es gibt viele ahadith zu diesem Thema. Er wird die Welt für 7 Jahre
beherrschen.

Schließlich wird die Ummah siegen. Aber wir sollten uns nicht von diesen ahadith abhängig
machen und sagen dass Allah seiner Religion zum Sieg verhelfen wird, und es daher gerechtfertigt
wäre nichts zu tun. Nein, stattdessen sollen wir daran teilhaben! Von welchem Nutzen ist es wenn
die Ummah den Sieg erlangt und du trägst nichts dazu bei, und erhältst daher auch kein ajr? Wir
sollten alle etwas zum Sieg des Islams beitragen; viel ajr wird vergeben werden, und wir sollten
einen Teil davon wollen.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Zusammenfassung

Um zu wiederholen, der Autor erwähnt 11 Arten des Sieges:

1. Sieg gegen die 8 Hindernisse die in der Surah at Tauba (Die Reue) erwähnt werden
2. Sieg gegen Shaytan
3. Von der ayah erfasst zu werden, „Und diejenigen, welche sich für Uns kräftig einsetzen, werden
Wir auf Unseren Weg leiten; siehe Allah ist wahrlich mit denen, die Gutes tun.“ (Die Spinne, al
Ankaboot, 69) Der Mujahed ist von Allah geleitet da Allah verspricht sie zu leiten.
4. Sieg gegen die Entmutiger. Dies sind die Munafiquun die als getarnt als fromme Muslime,
Gelehrte und Mitglieder islamischer Bewegungen die Muslime vom Jihad fi Sabiilillah abhalten.
5. Die Gewährung von Standhaftigkeit
6. Opferung seines Selbst und seines Wohlstands für die 'Aqidah
7. Sieg der Ideale der Mujahed, die Geschichte des Volkes von Ukhduud
8. Allah kann die Feinde mit einem Wunder vernichten. Das klassische Beispiel ist das von Fir'awn
und das gegenwärtige Beispiel ist das der Sowjetunion
9. Wegen dem Jihad der Mujaheddin, stirbt das Volk der kuffar als kuffar.
10. Allah erwählt Shuhada unter den Gläubigen
11. der Sieg am Schlachtfeld.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

„Und seid nicht verzagt und traurig, wenn ihr gläubig seid werdet ihr obsiegen“
(Das Haus Imran, ali' Imraan, 139)

Kapitel VI
Sechste Konstante: Die Definition der Niederlage

Die Definition der Niederlage


Was bedeutet die Niederlage? Der Tod ist nicht die Niederlage. Was ist es dann? Der Kampf ist in
Wahrheit ein Kampf der Vorstellungen/Ideen der in einen physischen Kampf umgesetzt wird. Aber
die Essenz ist ein Kampf der Vorstellungen. Wenn also jemand seine Vorstellungen/Überzeugungen
aufgibt, das ist die Niederlage.

Es gibt 8 Formen der Niederlage:

Erste Bedeutung der Niederlage: Das Folgen des Weges von al Kuffar
,1. Die erste Form wird in der folgenden ayah erwähnt, „Die Juden und die Christen werden
nicht mit dir zufrieden sein, es sei denn, du folgst ihrem Weg. Sprich: 'Allahs Leitung, das ist
wahrlich die Rechtleitung.' Fürwahr, würdest du ihrem Ansinnen trotz dessen folgen, was dir
an Wissen zugekommen ist, würdest du bei Allah weder Schutz noch Hilfe finden.“ (Die Kuh,
al Baqarah, 120) Was ist hier die Niederlage? So zu werden wie sie. Wenn du einer von ihnen
wirst, wirst du, wie Allah in einer ähnlichen ayah sagt, einer der dhalimuun. Noch dazu hast du
keinerlei Schutz von Allah und keinerlei Hilfe von Ihm.

Wenn jemand Muslim ist und einem anderen Din folgt, so wie Modernismus, Säkularismus,
Kommunismus usw., auch wenn es nur zum Teil sei, wurde er besiegt.
Auch wenn sie mit diesem Lebensstil einen hohen Status, Wohlstand und Macht erlangt haben;
warum ? Weil es dem Din Allahs schadet. Wenn ein Muslim z.B. in einem nicht muslimischen
Land Regionalwahlen gewinnt, so ist dies eine Niederlage und kein Sieg. Es ist eine Niederlage, da
du deine Religion preisgegeben hast, egal wie viel oder wie wenig. Es geht nicht darum die Macht
zu erlangen, sondern darum dafür zu kämpfen, dass Allah und sein Din die Macht erlangen.

Ihrem Weg zu folgen bedeutet nicht notwendigerweise dies auch öffentlich zu verkünden, denn dies
kommt selten vor. Die ayah erwähnt nicht das öffentliche Verkünden, sondern spricht nur davon
ihnen zu folgen. Wenn deine Taten und Worte ihrem Willen entsprechen, dann folgst du ihnen.
Die ayah erwähnt Juden und Christen, aber was wenn die Juden und Christen ihre Religion nicht
folgen? Die ayah besagt, „...es sei denn du folgst ihrem Weg...“ und nicht „...ihrer Religion...“
(Allah verwendet das Wort 'Millah' [Weg] und nicht 'Mazhab' [Religion])

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Wenn ihr Weg darin besteht die heiligen Schriften zu ignorieren und ihren Begierden zu folgen, und
sich dem Willen der Mehrheit zu beugen, dann ist es dies was gemeint ist. Wenn sie dem
Säkularismus folgen, und die Regeln der Religion missachten und stattdessen von Menschen
erschaffenen Gesetzen folgen, dann ist dies ihr Weg. Es bedeutet daher nicht zwangsläufig sich ein
Kreuz um den Hals zu hängen. Im Westen haben sie ihre Religion sehr stark verändert. Zusätzlich
sind ihre Anführer nicht aufrichtig in ihrer Religion; Es geht ihnen in Wahrheit um Wohlstand,
Macht und Gier. Diese ayah spricht davon ihren Weg zu übernehmen. Für die Demokratie
einzutreten bedeutet ihrem Weg zu folgen. Für Säkularismus einzutreten bedeutet ihrem Weg zu
folgen.

Der Beweis, dass man auch zu kafir wird wenn man es nicht klar auspricht;
Woraus besteht Iman? Er besteht aus dem Glauben im Herzen, in Worten und in Taten.
Taten sind Teil des Iman. Das selbe gilt für kufr. Es kann kufr im Herzen sein, kufr in den Worten
und kufr in Taten. Wenn also die Worte, Gefühle und/oder Taten von denen der kuffar sind, dann
würde diese ayah auf ihn zutreffen. Wenn wir diese Definition verwenden, sehen wir wie viele
Muslime von diesem Vers angesprochen sind. Allah, der Erhabene, der Gütige, sagt, „Und wer
nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat – das sind Ungläubige.“ (Der Tisch, al
Ma'idah, 44)

Der Teil der ayah, „...würdest du ihrem Ansinnen trotz dessen folgen...“, was bedeutet Ansinnen
hier? Sheikh Yusuf al 'Uyayrii sagt Ansinnen bedeutet hier was sie begehren, und das sind sowohl
ihre Gewohnheiten, sogar in ihrer Erscheinung.

Ibn Taymiyyah sagt, „Die kuffar sind zufrieden wenn die Muslimen ihnen folgen, auch in Dingen
die die äußere Erscheinung betreffen.“ Wir sehen dass diese Worte heute wahr sind. Wenn die
muslimischen Frauen keinen hijab(Kopfbedeckung) tragen sind die kuffar sehr glücklich, obwohl es
nur eine äußerliche Sache betrifft. Aber sie haben daraus in Frankreich und der Türkei eine große
Sache gemacht. Du wirst feststellen, dass die feministischen Bewegungen im Westen sich sehr stark
mit der Sache des hijabs befassen. Sie Reden die ganze Zeit davon und betrachten ihn als
Unterdrückung. Wenn der Westen wirklich liberal wäre, und dich so kleiden lassen würde wie du
möchtest, wie kommt es dann, dass sie gegen diese spezielle Sache auftreten aber nicht gegen
christlichen Nonnen die eine ähnliche Kopfbedeckung tragen. Wie kommt es, dass ihnen dieses
Thema solches Kopfzerbrechen bereitet? Wenn sich Frauen in allen Farben des Regenbogens und in
unmoralischer Kleidung kleiden, finden sie es akzeptabel, aber wenn sich eine muslimische Frau
freiwillig bescheiden kleiden möchte, ist dies für sie ein Problem. Es kümmert sie also auch wie wir
aussehen und uns kleiden.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Zweite Bedeutung der Niederlage: Akzeptanz der Herrschaft von al Kuffar


2. Allah, der Gepriesene, der Erhabene, sagt, „Darum nimm keine Rücksicht auf die, welche (die
Wahrheit) leugen.“ (Die Schreibfeder, al Qalam, 8) Gehorche den kuffar nicht. Dann sagt Allah,
„Sie wünschten, dass du entgegenkommend bist, dann wollten auch sie entgegenkommend
sein.“ (Die Schreibfeder, al Qalam, 9) Unsere Religion ist einzigartig unter den Religionen, In
vielen Religionen, ist es der religiösen Anführung erlaubt mit einigen der Gebote herumzuspielen,
aber im Islam folgen wir dem was uns aufgetragen wurde. Wir sind Ausführende und keine
Erfinder. Es gibt keinen Raum dafür mit den Regeln des Islams herumzuspielen, weil sie von Allah
stammen.

Die Leute kamen zu Muhammad – sallalahu 'alayhi wasallam – und wollten mit ihm Kompromisse
schließen. Aber das Problem ist, dass das nicht seine Religion ist, es ist Allahs Religion. Er kann
damit keinerlei Kompromisse eingehen. Als die Kuffar zu Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam
– kamen, sagten sie, „Wie wäre es, wenn wir einen Tag Allah anbeten und du einen Tag unsere
Götter?“ Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam – lehnte ab. Sie sagten, „Gut, und wie wäre es
wenn wir Allah eine Woche lang anbeten, und du dafür einen Tag lang unsere Götter?“ Er lehnte
ab. Sie sagten, „Gut, und wenn wir Allah für ein Monat anbeten und du dafür unsere Götter einen
Tag lang anbetest?“ Sie spielen mit ihrer Religion! Rasuulullah – sallallahu 'alayhi wasallam –
lehnte beständig ab. Er kam um die Religion zu übermitteln und nicht um sie zu verändern.

Aber das Problem ist, dass es einige Muslime gibt die sich das Recht nahmen mit der Religion
Allahs herumzuspielen; dadurch haben sie verloren und wurden besiegt.
Ein Untersuchungsbericht in den US-Nachrichten und den weltweiten Medien, spricht von den
Bemühungen der US-Regierung die Herzen und Köpfe der muslimischen Welt zu gewinnen, dass
dies ein wichtiger Bestandteil des Kriegs gegen den Terrorismus ist, und wie es hier einen
unbeachteten Teil der Kriegsführung gibt, der ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger als die
Resultate am Schlachtfeld ist. Er besagt, dass die US Regierung bereit ist sich mit den
muslimischen Fundamentalisten zusammenzusetzen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, wenn sie
bereit sind zwei Dinge zu akzeptieren: Das Spiel gemäß der Regeln der Demokratie zu spielen und
an dem Krieg gegen den Terrorismus teilzunehmen. Als ob sie sagten, „Wenn du bereit bist die US
Demokratie zu akzeptieren, sind wir bereit alles was geschehen ist zu vergessen, und wir sind bereit
uns mit euch zusammenzusetzen obwohl wir wissen, dass ihr muslimische Fundamentalisten seid.“
Sie besitzen die Frechheit so herumzuspielen. Nichtsdestotrotz haben viele Muslime und islamische
Organisationen ihr Angebot akzeptiert und mit der US Regierung verhandelt um Wege zu finden
mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Rechtfertigung dieser islamischen Bewegungen ist, dass sie es
für den Nutzen der da'wah tun. Das sind nichts als leere Phrasen, die bei jeder Gelegenheit als
Ausrede verwendet werden können. Egal was du von den kuffar erhältst, es ist wertlos. Allah will
von den Leuten sicherlich nicht, dass sie in Seiner Religion Kompromisse mit den kuffar schließen
um 'izzah (Ruhm) und Macht zu erlangen.

Macht es Sinn, dass der Din des Herrn des Universums Bestärkung durch das Einverständnis der
Kuffar braucht? Die Religion Allahs wird nur gestärkt wenn sie die kuffar demütigt. So möchte
Allah Seinen Din siegen lassen. Allah, der Lebendige, der Sehende, sagt: „Er ist es, der Seinen
Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie über
jede andere Religion überstrahlen zu lassen, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist.“
(Die Schlachtordnung, as Saff, 9)

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Und Er sagt: „Sie wollen Allahs Licht mit ihrem Mundwerk auslöschen. Allah wird sein Licht
vollends ausbreiten, obwohl es den Ungläubigen zuwider ist.“
(Die Schlachtordnung, as Saff, 8)
Ob es die kuffar mögen oder nicht, Allahs Din wird obsiegen. Wir brauchen dafür nicht ihr
Einverständnis; und als Muslime sollten wir uns nicht darum sorgen.

Es ist für uns nicht notwendig, dass sie unsere da'wah akzeptieren. Wenn sie sie annehmen, dann
Alhamdullilah. Wenn nicht, ist es nicht unser Fehler. Es war die qadr(Vorherbestimmung) von
Allah. Lass sie sich dem Gesetz Allahs untergeordnet fühlen.
Allah sagt, „Bekämpft jene der Schriftbesitzer, die nicht an Allah und den jüngsten Tag
glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht dem
wahren Glauben folgen, bis sie, sich unterwerfend, die Steuer freiwillig entrichten.“ (Die
Reue, at Tauba, 29)
Es gibt beeindruckend auffällige Ähnlichkeiten zwischen dem Mekka von jahiliyya und dem
Westen heute. Die kuffar der Quraysh kamen zu Muhammad – sallallahu 'alayhi wasallam – und
sagten, „Lass uns zufrieden und wir werden dich zufrieden lassen.“
Allah offenbarte: „Und wenn Wir dich nicht gefestigt hätten, hättest du dich ihnen beinahe ein
wenig zugeneigt.“ (Die Nachtreise, al Isra', 74)

Der Unterschied zwischen Mudahanaa und Mudaarah


Mudahanaa bedeutet weich mit den kuffar zu sein oder entgegenzukommen, wohingegen
Mudaarah erlaubt ist. Was ist der Unterschied? Ibn Hajjar und Al Qurtubi erzählen dass Al Qadhi'
Eyyadh sagte, Mudaarah bedeutet etwas von seiner dunya zugunsten deines Dins aufzugeben,
wohingegen Mudahanaa bedeutet etwas von seinem Din zugunsten deiner Dunya aufzugeben. Zum
Beispiel lädst du einen kafir zum Essen ein um ihm da'wah zu geben. Du hast hier etwas von deiner
Dunya (Zeit und Geld) für deinen Din gegeben. Das ist erlaubt. Das ist Mudaarah.
Sagen wir nun, dein Boss ist ein nicht-Muslim und du weißt dass deine Bezahlung von ihm kommt
(obwohl dein Lohn und deine Versorgung von Allah kommen). Sagen wir, er kommt zu dir und
fragt dich, „Was ist dieser Jihad? Kannst du mir erklären was Jihad bedeutet?“ Und du antwortest:
„Jihad bedeutet Anstrengung gegen sich selbst. Und es gibt nichts im Islam, dass den Gebrauch von
Gewalt erlaubt.“ Hier verrätst du deinen Din zugunsten der dunya. Das ist nicht erlaubt. Das ist
Mudahanaa. Das ist der Unterschied zwischen den beiden.

Dritte Bedeutung der Niederlage: Gefallen an al Kuffar


3. Die dritte Bedeutung der Niederlage ist der Gefallen an den Kuffar.
Allah, der Wissende, der Hörende, sagt: „Und siehe, fast hätten sie dich in Versuchung
gebracht, von dem abzuweichen, was Wir dir offenbart hatten, indem du etwas anderes über
Uns erdichtest; Und dann hätten sie dich wahrlich zum Freund genommen.“ (Die Nachtreise,
al Isra, 73) Und Allah sagt: „Und wenn Wir dich nicht gefestigt hätten, hättest du dich ihnen
beinahe ein wenig zugeneigt.“ (Die Nachtreise, al Isra, 74)
Daher ist das sich den kuffar zuneigen, bzw. Gefallen an ihnen finden eine Form der Niederlage.
Allah, der Barmherzige, der Erbarmer, sagt: „Und neigt euch nicht denen zu, die Unrecht
begehen, sonst erfasst euch das Feuer. Und außer Allah habt ihr keinen Beschützer und findet
keinen Helfer.“ (Hud, 113) Allah gibt uns eine eindeutige Warnung, dass Gefallen an den kuffar
uns ins Höllenfeuer führen wird.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Vierte Bedeutung der Niederlage: Gehorsam gegenüber al Kuffar


4. Die vierte Bedeutung der Niederlage ist ihnen zu gehorchen.
Allah, der Höhere, der Weise, sagt: „...Und gehorche nicht dem, dessen Herz Wir vom
Gedenken an Uns abgelenkt haben und der seinen Begierden folgt und dessen Treiben
zügellos ist.“ (Die Höhle, al Kahf, 28)

Fünfte Bedeutung der Niederlage: Die Hoffnung verlieren


5. Die fünfte Bedeutung der Niederlage ist es den Sieg Allahs aufzugeben; die Hoffnung zu
verlieren. Es ist eine Geisteshaltung die das Gegenteil von Iman darstellt. Wie kannst du glauben,
dass Allah al-Qawii und Aal-'Aziiz ist und dennoch die Hoffnung auf den Sieg verlieren? Das sind
Einstellungen der kuffar. Sie sind diejenigen die aufgeben; ein Muslim sollte niemals aufgeben.
Wenn deine Überzeugung ist zu gewinnen, dann wirst du letztlich durch den tawfiiq von Allah
gewinnen. Es ist eine riesige Sünde die Hoffnung auf den Sieg zu verlieren.

Die große militärische und mediale Kampagne der kuffar hat heute viele Muslime dazu gebracht die
Hoffnung aufzugeben. Manche Muslime haben aufgegeben die Muslime zu unterstützen weil sie
meinen es wäre eine verlorene Sache. Sie sagen zu sich selbst, „Warum sollte ich mein Geld für die
Mujaheddin hergeben, sie werden niemals gegen diese mächtigen Gegner gewinnen die
Nuklearwaffen und große Armeen haben? Wie können die Mujaheddin siegen wenn die kuffar
mächtige Medien haben, und die Mujaheddin haben nicht die Medien um die Leute zu erreichen?“
Diese dunklen Ideen zeigen, dass die Muslime ihre Hoffnung in Allah verloren haben. Diese
Muslime begreifen den Sieg nur als Sieg auf dem Schlachtfeld, so verlieren sie die Hoffnung. Wir
haben gesehen, dass heute viele der Ummah gegen den Feind verloren haben, ohne dass sie
aufgestanden wären und gekämpft hätten. Die Medienkampagne die sich über die Ummah verbreitet
bringt Muslime dazu die Hoffnung zu verlieren ohne dass sie es versucht hätten. Dann, nachdem sie
geistig besiegt wurden versuchen sie islamische Rechtfertigungen für ihre Niederlage zu finden.
Und sie versuchen Beweise für die Richtigkeit ihrer Ansichten vorzulegen. Egal wie stark ein
Feind ist, ein Muslim darf den Glauben an den Sieg niemals aufgeben; niemals. Wenn wir der
Niederlage den Zutritt zu unseren Herzen erlauben, dann haben wir die Standhaftigkeit verloren die
Allah uns vorschreibt auch wenn wir am Schlachtfeld verlieren; so wie es bei Ghazwatul Uhud der
Fall war als Allah offenbarte: „Und seid nicht verzagt und traurig, wenn ihr gläubig seid
werdet ihr obsiegen.“ (Das Haus Imran, ali' Imran, 139)
Wenn wir wahrhaft behaupten Gläubige zu sein, dann ist es uns nicht erlaubt die Hoffnung auf den
Sieg zu verlieren.

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Sechste Bedeutung der Niederlage: Aufgabe des Banners des Jihad.


6. Die Aufgabe des Banners des ist eine Niederlage. Was will der Feind von uns? Den Feind
kümmert es nicht wenn Salat beten oder im Monat Ramadan fasten; das stört sie nicht. Die eine
Sache die der Feind aufhalten will ist Jihad. Sie wollen keinen Jihad mehr. Wenn wir ihnen geben
was sie wollen, dann haben wir verloren. Danach streben sie. Jeder Muslim der heute nicht Jihad fi
Sabiilillah kämpft unterstützt den Feind indem er ihm einen Sieg umsonst gibt. Viele Muslime
werden sagen, „Sobald diese kuffar wissen das du Jihad fi Sabiilillah machen möchtest, wirst du
unter Überwachung stehen, und sie werden dir dein Leben zerstören.“

Das ist eine Ausrede. Wenn sie versucht hätten dich von beten des Salat abzubringen, hättest du auf
sie gehört? Wenn sie dir das Tragen des hijab verbieten würden, würdest du auf sie hören? Daher ist
die Aufgabe des Jihads in irgendeiner Form, sei es in Form der 'Aqiidah oder in Form der
Überzeugungen oder in der Form Waffen zu tragen und fi Sabiilillah zu kämpfen, ein Zeichen der
Niederlage,

Siebte Bedeutung der Niederlage: Aufgabe der Hoffnung auf einen militärischen Sieg.
7. Die Hoffnung auf einen militärischen Sieg aufzugeben ist Niederlage. Dies gleicht der fünften
Bedeutung

Achte Bedeutung der Niederlage: Angst vor dem Feind


8. Angst vor dem Feind ist der Tod.
Allah, der Ewig, der Erhabene, sagt: „...Fürchtet aber nicht sie, sondern fürchtet Mich, sofern
ihr Gläubige seid„ (Das Haus Imran, ali' Imran, 175)
Nach der militärischen Niederlage sollten die Muslime nicht sagen, „Der Grund weshalb wir
verloren haben, ist weil wir uns nicht vorbereitet haben.“ Obwohl dieses Thema Klärung bedarf,
sprechen wir nur unter der Annahme, dass die Muslime ihr Bestes in der Vorbereitung gegeben
haben. Wenn du dein Bestes in der Vorbereitung gegeben hast ist es falsch das Resultat durch eine
mangelhafte Vorbereitung zu erklären. Warum? Weil Anzahl und Vorbereitetung ( Bewaffnung,
physisches Training usw.) nicht die Ursachen des Sieges sind.

Allah, der Schöper, der Erbarmer, sagt: „Wahrlich, Allah verhalf euch schon auf vielen
Schlachtfeldern zum Sieg. So auch am Tage von Hunyain als ihr auf eure Überzahl stolz wart.
Doch sie nützte euch nichts. Und die Erde wurde euch eng, trotz ihrer Weite. Dann kehrtet
ihr den Rücken zur Flucht.“ (Die Reue, at Tauba, 25)
Als die Muslime eine große Armee hatten und dachten sie werden auf Grund ihrer deutlichen
Überzahl gewinnen, da kam die Niederlage. Es ist interessant zu sehen, dass die Muslime gewinnen
auch wenn sie wenige sind und verlieren auch wenn sie viele sind. Daher sollten wir die Niederlage
nicht auf eine zu geringe Anzahl schieben.

Allah, der Gerechte, der Hörende, sagt: „Und wenn euch ein Unglück trifft, nachdem ihr (ihnen)
das Doppelte zugefügt hattet, fragt ihr da etwa: 'Woher kommt das?' Sprich: 'Es kommt von
euch selber.' Siehe, Allah hat die Macht über alle Dinge.“ (Das Haus Imran, ali' Imran, 165)

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Am Schlachtfeld zu verlieren kann verschiedene Gründe haben:


a. Allah möchte euch testen
b. Allah möchte euch reinigen
c. du hast auf Grund deiner Sünden verloren
Es ist auf jeden Fall nicht wegen einer zu geringen Anzahl. Es ist ein Fehler anzunehmen, dass der
Grund weshalb die Mujaheddin in Afghanistan ihre Kämpfer in dem Krieg gegen den weltweiten
kufr zurückgezogen haben wegen einer zu geringen Anzahl oder mangelnder Ausrüstung war. Es ist
falsch diese Annahme zu treffen, denn Allah verlangt von den Mujaheddin nicht die Selben
Vorbereitungen wie der Gegner zu treffen, aber Allah verlangt von uns die bestmöglichen
Vorbereitungen zu treffen die wir treffen können, sei dies weniger, gleich viel oder mehr als der
Gegner.

Allah, der Gütige, der Ewige, sagt: „So rüstet gegen sie soviel ihr könnt an Mann und Pferd...“
(Die Beute, al Anfal 60) Wir müssen also in Hinblick auf die Vorbereitung unser Bestes geben.
Egal ob das 10% oder 100% der Stärke des Gegners bedeutet. Die Gleichung basiert nicht auf der
Stärke des Gegners, sondern auf der Erfüllung der Anweisungen Allahs, welche die Vorbereitung
beinhalten. Auch wenn wir nur bis zu 1/10 der Stärke des Gegners rüsten können, haben wir getan
was Allah uns in der Shari'ah befohlen hat; für mehr sind wir nicht verantwortlich.

Zusammenfassung

Lasst uns die 8 Bedeutungen der Niederlage zusammenfassen.

1. Folgen des Weges von al Kuffar, sei es ihrer Religion, ihrem Lebensstil, Denken, usw.
2. Akzeptanz der Überlegenheit von al Kuffar; wir sollten sie durch den Islam erniedrigen und wir
sind nicht auf ihr Einverständnis angewiesen
3. Hinneigung zu al Kuffar
4. Gehorsam gegenüber al Kuffar
5. Die Hoffnung auf den Sieg verlieren. Die Vorstellung zu verlieren, dass Allah Allmächtig ist und
den Sieg zu jedem bringen kann zu dem Er möchte.
6. Aufgabe des Banners des Jihad. Wirst du das Fasten aufgeben wenn sie es verbieten?
7. Aufgabe der Hoffnung auf einen militärischen Sieg
8. Angst vor dem Feind anstatt Angst vor Allah

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Thawaabit 'ala darb al Jihad (Konstanten am Weg des Jihad)

Die Taliban und die Schlussfolgerung

Die Taliban haben Stärke aufgebracht, wo andere Muslime gescheitert sind, obwohl die Taliban
auch die Stärke des Gegners kannten. Nichtsdestotrotz entschlossen sie sich zu diesem Krieg, da sie
verstanden haben, dass der Sieg nicht von den Waffen abhängt die du hast, sondern vom Segen
Allahs. Die Prinzipien die wir hier besprochen haben sind der erste Schritt zum Sieg, weil das
Gegenteil dieser Prinzipien die Leidenschaft und Stärke der Ummah vernichten würde. Daher
müssen wir diese Ideen in ihrer Gesamtheit loswerden. Das richtige Verständnis, die richtige
Einstellung und 'Aqiida des Jihads zu haben, ist der erste Schritt zum Sieg; und ohne dem haben wir
keine Chance, denn es ist ein Kampf der 'Aqiida, ein Kampf der Wahrheit gegen das Falsche.

Das Scheitern im Resultat ist kein Anzeichen für einen falschen Plan oder falsche Absichten. Es ist
sehr leicht möglich, die Dinge richtig zu planen, aber das Resultat ist ein ganz anderes. Wir können
nicht sagen, dass unser Plan falsch war, nur weil er nicht zu dem Ergebnis geführt hat dass wir
erwartet haben. Dies ist nicht das richtige Verständnis.

Wir bitten Allah uns zu denen zu machen die umsetzen was sie lernen, da das Lernen für die
Umsetzung gedacht ist. Wir bitten Allah uns zu denen zu machen die zu in die Reihen der Shuhada
eintreten. Wir bitten Allah uns zu denen zu machen die Jannatul Firdaus betreten. Wir bitten Allah
unser Blut und unsere Anstrengung am Tage des Gerichts zu einem Zeugen unsere Liebe und
unseres Gehorsams gegenüber Allah und Seinem Gesandten zu machen.

Amiin Ya Rabbal 'Alamiin!

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