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Grusswort

Die besonderen Dekorationen mit Kerzen und das immense Warenangebot, all das sind
untrügliche Zeichen: Weihnachten steht vor der Tür. Dabei rückt der eigentliche Grund von
Weihnachten, die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, immer mehr in den Hintergrund.
Vor 2 000 Jahren war es Gott selbst, der den Hirten auf den Feldern Bethlehems durch
Seinen Engel Weihnachten ankündigte: «… siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die
Klarheit des Herrn leuchtete um sie … Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht;
siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist
heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das
habt ihr zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe
liegen» (Lk 2,9-12). Das Erscheinen dieser Klarheit des Herrn muss gewaltig gewesen sein.
Vor allem aber führte der konkrete Hinweis «… das habt zum Zeichen …» die Hirten zu
Jesus hin. Sie verstanden die Rede des Engels und eilten zum Stall. Sie hatten das grosse
Inhalt 12/2003 Verlangen, ihren Messias Jesus zu sehen. Und sie fanden Ihn, wie der Engel es ihnen be-
schrieben hatte.
Weihnachtsbotschaft Wirklich Weihnachten feiern bedeutet, Jesus zu suchen, Ihn zu finden und Ihm zu begeg-
4 Grosse Freude für das ganze Volk nen. Dabei sollten wir bedenken, dass wir es nicht nur mit einem geschichtlichen Jesus zu
tun haben. Er wurde in einem Stall geboren. Im Mannesalter liess Er sich stellvertretend für
Im Blickfeld unsere Sünden kreuzigen, starb für uns, wurde begraben und ist am dritten Tag nach Sei-
7 Konsumrausch oder Besinnung? nem Tod auferstanden. Danach fuhr Er auf gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
10 Gewaltige Sonnenstürme – was haben sie Durch Seinen Geist ist Er nun in Seiner Gemeinde gegenwärtig.
uns zu sagen? Als Jesus auf Erden wandelte, hat Er Seinen Jüngern versprochen: «… ich will euch wieder
11 Wie antichristlich wird Europa? sehen …» (Joh 16,22). Gott selbst will uns nicht bei Weihnachten stehen lassen. Vielmehr
12 Evolutionstest nicht bestanden will Er uns heute bei der Hand nehmen und uns zu diesem anderen grossen Ereignis führen:
12 Einmal mehr: Über die wahren Absichten
des Islam
zum zweiten Kommen Jesu, zu Seiner Wiederkunft, und zur Begegnung mit Ihm in der Herr-
13 Der Mensch an die Stelle Gottes? lichkeit.
In 2.Korinther 3,18 steht geschrieben: «Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn
Brennpunkt Nahost Klarheit mit aufgedecktem Angesicht, und wir werden verklärt in das dasselbe Bild von
14 Das Ende des arabisch-israelischen einer Klarheit zu der andern …» Wir werden von der einen Klarheit des Herrn, Weihnachten,
Konflikts in die andere Klarheit des Herrn geführt, die Wiederkunft Jesu Christi. Noch sehen wir Jesus
nicht von Angesicht zu Angesicht. Noch sind wir hier auf dieser Erde, wo manches Leid,
Aus der Arbeit des manche dunklen Geschehnisse uns bedrücken wollen. Wir vermögen die zukünftige Klarheit
Mitternachtsruf des Herrn noch nicht zu sehen. Einzig der Glaubensblick hält die lebendige Hoffnung auf die
18 «Bis hierher hat uns der Herr geholfen» Vereinigung mit Ihm in uns aufrecht. Paulus schreibt den Christen zu Korinth: «Wir sehen
(1.Sam 7,12) jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht.
18 «Seid stark, und euer Herz fasse Mut, ihr
alle, die ihr auf den Herrn harrt!» (Ps 31,25)
Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin»
19 Konferenz über das prophetische Wort in (1.Kor 13,12).
Bad Windsheim, Deutschland Wirklich Weihnachten feiern bedeutet, sich zubereiten zu lassen und sich aufzumachen,
um Jesus zu begegnen. Als die Jünger Jesus nach Seiner Auferstehung begegneten, heisst es:
Fragen – Antworten «Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen» (Joh 20,20). Jesus selbst sagte:
20 Berufen, aber wenige auserwählt? «… euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von
20 Ängste der Menschen euch nehmen» (Joh 16,22).
21 Wer ist der erste Reiter in Offenbarung 6? Freuen Sie sich, dass bald Weihnachten ist? Und freuen Sie
sich noch viel mehr, dass Jesus bald wiederkommt?
3 Grusswort In herzlicher Verbundenheit
9 Aufgegriffen
22 Dir kann nur Jesus helfen
22 Impressum

Mitternachtsruf > Dezember 2003 3


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Biblische Botschaft

Grosse Freude
für das ganze
Volk
«Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist
Christus, der Herr, in der Stadt Davids» (Lk 2,11).
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frohe Botschaft zu bringen, zu verbin-


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der Apostel Paulus seinem geistlichen
den, die gebrochenen Herzens sind, Frei- Sohn Timotheus folgendermassen: «An-
lassung auszurufen den Gefangenen und erkannt gross ist das Geheimnis der
Öffnung des Kerkers den Gebundenen, Gottseligkeit: Gott ist geoffenbart wor-
auszurufen das Gnadenjahr des Herrn den im Fleische, gerechtfertigt im Geis-
und den Tag der Rache für unsern Gott, te, gesehen von den Engeln, gepredigt
zu trösten alle Trauernden» (Jes 61,1-2). unter den Nationen, geglaubt in der
Dieses welt- und heilsgeschichtliche Er- Welt, aufgenommen in Herrlichkeit»
eignis der Geburt Jesu hatte so umwäl- (1.Tim 3,16). Nach Gottes weisem Rat-
zende Folgen, dass seither für die ganze schluss musste der Herr Jesus zu unse-
■ BURKHARD VETSCH Welt eine neue, verbindliche Zählung rer Rettung Mensch werden und die
der Jahre gilt. Wer will diese Tatsache schwerste aller Aufgaben erfüllen. Er
willigte ein in Gottes Plan und gab Sein

F
reude wird häufig durch Schmerz umstossen? Alle Welt muss dies akzep-
geboren, wie bei einer Geburt. tieren. Ein noch wichtigeres Datum wird Leben zum Opfer als Lösegeld für uns.
So war es auch beim Wunder erst Seine Wiederkunft sein. Das konnte nur Er allein als Sündloser
von Weihnachten. Es war das übernehmen. 1. Petrus 2,24 sagt es mit
Jahr des Heils, als das göttliche Der Sohn Gottes und der folgenden ergreifenden Worten: «Der
Wunder der Geburt Jesu aus überzeitli- unsere Sünden an seinem Leib selbst an
chen Dimensionen der Ewigkeiten in
Menschensohn das Holz hinaufgetragen hat, damit wir,
unsere Zeit hereinfloss. Gott erbarmte Gottes Sohn, in Präexistenz ewiger den Sünden abgestorben, der Gerechtig-
sich über die Not und das Sündenelend Gott und Schöpfer der Welt, trat in die keit leben; durch dessen Striemen ihr
Seiner Menschen und beschloss, ihnen schmale Einbahnstrasse unseres Lebens geheilt worden seid.» Kein Mensch kann
den Retter zu schenken. Wie Gott es vor- ein und will es grundlegend verändern sich ausdenken, was es unsern hochge-
sah, so traf es auch ein und verlief nach und erneuern. Aber dafür müssen wir lobten Herrn Jesus Christus gekostet ha-
Seinem perfekten Zeitplan. Galater 4,4 unsere Herzenstür für Ihn öffnen, denn ben mag, diese qualvollsten Todesleiden
sagt es so: «Als aber die Fülle der Zeit Er kommt nicht als Einbrecher, sondern auf sich zu nehmen. Doch der ewige
kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren bittet um Einlass: «Siehe, ich stehe an Gottessohn willigte ein, Seine himmli-
von einer Frau, geboren unter Gesetz.» der Tür und klopfe an; wenn jemand sche Herrlichkeit preiszugeben und in
Gott liess schon Jesaja prophetisch davon meine Stimme hört und die Tür öffnet, Menschengestalt als Opferlamm für uns
reden, so, wie wenn Er schon gekom- zu dem werde ich hineingehen und mit Sünder zu sterben! Das ist die bittere und
men wäre: «Der Geist des Herrn, Herrn, ihm essen, und er mit mir», steht in Of- zugleich heilsame Tatsache, die sich
ist auf mir; denn der Herr hat mich ge- fenbarung 3,20. Das Geheimnis des Le- auch an Weihnachten nicht verschwei-
salbt. Er hat mich gesandt, den Elenden bens Jesu als Menschensohn beschreibt gen lässt!

4 Mitternachtsruf > Dezember 2003


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Was Kaiser Augustus sich nicht würdig und dürfte nicht mehr als Got- mir der hervorgehen, der Herrscher über
hätte träumen lassen tes Wort bezeichnet werden. Die Heili- Israel sein soll; und seine Ursprünge sind
ge Schrift selber erklärt, dass für diese von der Urzeit, von den Tagen der Ewig-
Damit es überhaupt Weihnachten Schwangerschaft nicht die Natur am keit her» (Mi 5,1).
werden konnte, traf Gott in den Him- Werk war, sondern der Heilige Geist: Bethlehem Efrata, ein kleiner Ort
melswelten und auf Erden Anordnun- «Der Engel antwortete und sprach zu ihr: mitten in Weinbergen und Olivengärten
gen, die sogar den Kaiser des Römischen Der Heilige Geist wird über dich kom- gelegen, das ist die jüdische Stadt, wo
Reiches einschlossen. Der mächtige Au- men, und Kraft des Höchsten wird dich der König David geboren wurde. Und
gustus mag sich eingebildet haben, die überschatten; darum wird auch das Hei- genau da wird nun der Messias, der kom-
Idee, die Menschen des Landes Kanaan lige, das geboren werden wird, Sohn mende König aller Könige, geboren.
erstmals in die Volkszählung und Regis- Gottes genannt werden» – «Denn kein Bethlehem = Brothaus, Efrata = frucht-
trierung seiner Untertanen mit einzube- Wort, das von Gott kommt, wird kraft- bar. Bethlehem, du kleine Stadt! Wie lieb
ziehen, entspringe seiner Weisheit. In los sein» (Lk 1,35.37). ist uns dieser Ort! Beth-
Wirklichkeit war sie aber nichts ande- So heisst es schon in lehem! Weihnacht! Wel-
res als der Vollzug von Gottes weisem 1. Mose 18,14: «Sollte chen Jubel, welche Freu-
Plan. Und Gott fand unter den Juden in für den Herrn eine Sache de bringt die liebe Weih-
Joseph und Maria ein Elternpaar, das zu wunderbar sein?» nachtszeit! – Aber für
gottesfürchtig war und sich in Demut den Messias, den König
willig führen liess. Niemals wäre Joseph Wenn Maria und Herrn, will sich kei-
in Nazareth von sich aus auf den Gedan- ne würdige Unterkunft,
ken gekommen, mit seiner schwangeren
wüsste … kein geeigneter Platz fin-
Frau in das ferne Bethlehem zu reisen. Nie und nimmer war den lassen.
Was hätte er denn dort in jenem abgele- Maria das, was die katho- Stall und Futterkrippe
genen kleinen Ort verrichten sollen? lische Kirche mit ihrem haben nichts mit liebli-
Vielleicht höchstens Verwandte besu- unbiblischen Dogma aus cher Romantik zu tun,
chen. ihr gemacht hat. Darin sondern zeugen von bit-
Joseph, ein Nachkomme des jüdi- wird Maria zu einer terer Armut. Gott hat es
schen Königs David, lebte in Nazareth «Gottheit» hochstili- Nie und nimmer war Maria das, so gewollt, dass Seinem
als bescheidener Zimmermann (grie- siert, an die man seine was die katholische Kirche mit Sohn kein Palast zur Her-
chisch tecton = Bauarbeiter) in mensch- Gebete richtet. Damit ihrem unbiblischen Dogma aus ihr berge angeboten wurde.
licher Schwachheit, aber in der Gesin- raubt man dem allein gemacht hat Sein Leben auf Erden
nung eines «zaddik», eines Gerechten. wahren Gott und dem war vom ersten Tag an
Auf ihm ruhte Gottes Wohlgefallen. Erlöser Jesus Christus die Ehre! Papst Jo- von Armut und Entbehrung gekenn-
Durch Gottes und der Engel Weisung hannes Paul II. überhöht die Marienver- zeichnet. Jesu Weg führte von der Holz-
liess er sich durch grösste Verwirrungen ehrung noch mehr. Wie Leid tut uns das krippe durch Leiden zum Holzkreuz.
und Hindernisse führen. verführte Volk! Maria wäre höchst ent- Als das eine von Gott bestimmte Op-
Maria, ein rechtschaffenes und aufrich- setzt, wenn sie wüsste, was man aus ihr ferlamm erbrachte Er Sühnung für un-
tiges jüdisches Mädchen, wurde durch gemacht hat. Hüten wir uns vor diesem sere Sünden durch Sein Blut. Am Fluch-
Gottes souveränen Willen dazu auserse- Marienaberglauben! holz erwirkte Er für uns Sünder das Heil.
hen, die Mutter Jesu zu werden. «Denn Maria selbst lobpreist in wahrer Her- Jesaja prophezeite das lange vorher: «Er
er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit sei- zensdemut den Herrn: «Meine Seele er- wurde misshandelt, aber er beugte sich
ner Magd» (Lk 1,48). An ihr tat Gott das hebt den Herrn, und mein Geist hat ge- und tat seinen Mund nicht auf wie das
einzigartige Wunder der Jungfrauenge- jubelt über Gott, meinen Heiland» (Lk Lamm, das zur Schlachtung geführt wird
burt. Das wurde schon 700 Jahre vorher 1,46-47). Maria! Wie sollten wir ihr und wie ein Schaf, das stumm ist vor
durch Jesaja angezeigt: «Darum wird der Andenken nicht ehren und bewahren? seinen Scherern; und er tat seinen Mund
Herr selbst euch ein Zeichen geben: Sie- Aber mehr nicht! Sie wurde von Gott nicht auf» (Jes 53,7).
he, die Jungfrau wird schwanger werden gewürdigt, Mutter des Messias zu wer- Auf diese Art beschenkte uns Gott in
und einen Sohn gebären und wird sei- den und gebar nach Jesus weitere Kin- Seinem Sohn Jesus an Weihnachten. –
nen Namen Immanuel nennen» (Jes der, deren Namen in der Bibel aufgeführt Und was haben wir aus Seinem Geburts-
7,14). Die Welt stösst sich daran; ihr sind (Mt 13,55-56). tag gemacht? Ein Luxusfest! Denken wir
Unglaube hindert sie, dieses gewaltige noch an Jesu Geburt, wenn wir bei Ker-
Geschehen als Wahrheit zu akzeptieren. zenschein ein üppiges Festessen genies-
Stösst man diese Wahrheit jedoch um,
Von der Holzkrippe zum Holzkreuz sen und uns der Geschenke erfreuen?
stürzt die ganze Wahrheit ein! Wie sollte Im Geist begleiten wir das «traute Bethlehem! Über dir öffnete sich der
Gott, der das All und die Naturgesetze hochheilige Paar» auf seiner langen und Himmel, denn Engel brachten des
schuf, nicht in der Lage sein, sie zur Er- beschwerlichen Reise nach Bethlehem. Nachts einer geringen und verschüch-
füllung Seines Auftrages zu unterbrechen? Denn dort – und nirgends sonst auf der terten Hirtenkaste auf dem Weideland
Er, dem alle Elemente untertan sind, muss Welt! – musste der Retter der Welt als die ewige Frohbotschaft, die auch uns
uns nicht fragen, ob Er etwas tun darf! jüdisches Kind geboren werden. Gott immer wieder neu beglückt: «Ein Engel
Hier hat uns Gott einen Prüfstein für un- liess es den Propheten Micha mehr als des Herrn trat zu ihnen, und die Herr-
seren Glauben gesetzt! 700 Jahre zuvor wissen: «Und du, Beth- lichkeit des Herrn umleuchtete sie, und
Wäre die Heilige Schrift in einem Teil lehem Efrata, das du klein unter den Tau- sie fürchteten sich mit grosser Furcht.
unwahr, so wäre sie im Ganzen unglaub- sendschaften von Juda bist, aus dir wird Und der Engel sprach zu ihnen: Fürch-

Mitternachtsruf > Dezember 2003 5


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nicht erkannt und beseitigt wird? Was
Biblische Botschaft bringt die pompöseste Weihnachtsfeier,
wenn in den Herzen Unreinheit und
Ungehorsam weiter wuchern? Wenn wir
tet euch nicht! Denn siehe, ich verkün- des Gedenkens zu sehr zum Heiligtum Gottes Wohlgefallen über unserem Le-
dige euch grosse Freude, die für das gemacht, statt den Herrn selbst in treu- ben wünschen, dann gilt es, in den De-
ganze Volk sein wird. Denn euch ist heu- em Glaubensgehorsam zu ehren? Erwei- mutsweg, den Jesus gegangen ist, einzu-
te ein Retter geboren, der ist Christus, sen wir dem Erschaffenen mehr Ehre als willigen. Er kehrt nur dort ein, wo Er
der Herr, in Davids Stadt. Und dies sei dem Schöpfer? aufrichtige Herzen findet. Solchen Men-
euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind schen verheisst Er, Gott schauen zu dür-
finden, in Windeln gewickelt und in ei- Gott lässt sich die Ehre nicht fen.
ner Krippe liegend. Und plötzlich war Jesus will aber nicht nur zu einem
bei dem Engel eine Menge der himmli-
rauben Festbesuch eingeladen werden; Er will
schen Heerscharen, die Gott lobten und Jesus hasste und geisselte allen from- unser Herr sein und unser Leben regie-
sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, men Heuchelschein und äusserliche Ze- ren! Darum ist es mit einer stimmungs-
und Friede auf Erden in den Menschen vollen Weihnachtsfeier nicht getan, die
des Wohlgefallens!» (Lk 2,9-14). man im Dezember pflichtgemäss arran-
Nun war Er da! Das verheissene Licht, giert!
der helle Morgenstern, von dem die Pro-
pheten sprachen. «Das Volk, das im Dun-
kel lebt, sieht ein grosses Licht. Die im
Das «Christkind» kommt wieder!
Land der Finsternis wohnen, Licht leuch- Wenn wir an Weihnachten immer
tet über ihnen» (Jes 9,1). Jesus als Erfül- wieder die Geburt Jesu vor 2 000 Jah-
lung alttestamentlicher Verheissung re- ren feiern, wollen wir nicht stehen blei-
dete zu Seinem Volk und sprach: «Ich ben beim niedlichen Kindlein in der
bin das Licht der Welt; wer mir nach- Krippe. Jesus ist der Herr, ist König aller
folgt, wird nicht in der Finsternis wan- Könige, der bald triumphierend wieder-
deln, sondern wird das Licht des Lebens kommen wird. Danach wollen wir uns
haben» – «Ich bin als Licht in die Welt ausrichten und uns zubereiten lassen!
gekommen, damit jeder, der an mich Wo noch Finsternis der Sünde
glaubt, nicht in der Finsternis bleibe» herrscht, muss Sein Gnadenlicht durch-
(Joh 8,12.46). Er redet heute zu Ihnen dringen. Er sagt in Johannes 8,12 auch
und zu mir! Wer immer sein Leben von uns: «Ich bin das Licht der Welt; wer mir
diesem Gnadenlicht durchleuchten lässt, nachfolgt, wird nicht in der Finsternis
wird in das Reich seines Friedens und wandeln, sondern wird das Licht des
Denken wir noch an Jesu Geburt, wenn wir bei Lebens haben.» Jesus braucht heute
der Freude hineingezogen. Kerzenschein ein üppiges Festessen geniessen und
uns der Geschenke erfreuen? mehr denn je Lichtträger als Friedens-
Die Wiege der Christenheit gestern boten, die das Evangelium denen verkün-
digen, die noch friedlos in ihrer Sünden-
und heute remonien. Das ist heute nicht anders. not leben. Dagegen stellt sich die Macht
Bethlehem! Seliger Ort des Geden- Er sucht aufrichtige Herzen, die geistge- der Finsternis, die Gottes Friedensplan
kens, Wiege der Christenheit! Wie warm wirkte Taten der Liebe erbringen. Ko- zunichte machen will. Aber Jesus bleibt
wird uns ums Herz. – Und heute? Trau- losser 1,10 fordert von uns, «des Herrn Sieger! Stellen wir uns auf Seine Seite!
rige Stätte des Elends und der Trostlo- würdig zu wandeln zu allem Wohlgefal- Denn es muss sich erfüllen, was schon
sigkeit unter dem Islam. Die Macht der len, fruchtbringend in jedem guten Werk Jesaja im Geist schauen durfte: «So ma-
Bosheit und des Hasses versucht das und wachsend durch die Erkenntnis Got- che ich dich auch zum Licht der Natio-
Licht des Evangeliums auszulöschen. tes.» Alles scheinheilige Getue ist Ihm nen, dass mein Heil reiche bis an die
Was an jüdische Geschichte erinnern ein Gräuel: «Wehe euch, Schriftgelehrte Enden der Erde» (Jes 49,6). Dann gilt
soll, fällt mit brutaler Gewalt der Zerstö- und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr Sacharja 2,14 auch uns und wir dürfen
rung anheim. gleicht übertünchten Gräbern, die von freudig einstimmen: «Juble und freue
Wo Gottes Sohn geboren wurde, wird aussen zwar schön scheinen, inwendig dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich kom-
heute «Allah Akbar!» ausgerufen. Im aber voll von Totengebeinen und aller me und werde in deiner Mitte wohnen,
Koran 9,30 steht geschrieben: «Die Unreinigkeit sind. So scheint auch ihr spricht der Herr.» Unsere Freude wird
Christen sagen: Christus ist der Sohn von aussen zwar gerecht vor den Men- dann vollkommen sein, wenn sich auch
Gottes. So etwas wagen sie offen auszu- schen, von innen aber seid ihr voller Israel bei Jesu Wiederkunft mitfreuen
sprechen. Diese gottverfluchten Leute. Heuchelei und Gesetzlosigkeit. Wehe kann.
Allah schlage sie tot. Wie können sie nur euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Weihnacht darf auch im Jahr 2003
so verschroben sein!» – Soll nun wirk- Heuchler! Denn ihr baut die Gräber der trotz aller Widerwärtigkeiten zum Freu-
lich die Macht der Finsternis über das Propheten und schmückt die Grabmä- denfest werden für alle, die durch Jesu
ewige Wort Gottes triumphieren? Wa- ler der Gerechten» (Mt 23,27-29). Blut die Macht der Vergebung erlebt
rum lässt Jesus es zu, dass die Stätte Sei- Was bringt das Knien an Jesu Geburts- haben. In Jesus Christus wünsche ich
ner Geburt geschändet wird? Haben stätte, was bringen Wallfahrten ins Hei- Ihnen echte Freude und gesegnete Weih-
wohl so genannte Christen die Stätten lige Land, wenn der Unrat im Herzen nachten! ■

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Im Blickfeld

Konsumrausch Weihnachten eigentlich erinnert: an die

oder Besinnung? Geburt Jesu Christi.

Was bedeutet «Weihnachten»?


Warum wird eigentlich Weihnachten gefeiert? Nur um einmal im Jahr um «Weihnachten» kommt sprachlich
von: «Geweihte Nacht» und meint ur-
einen erleuchteten Weihnachtsbaum herum zu sitzen und sich am Schein der sprünglich die Nacht um die Winterson-
Kerzen zu erfreuen? Oder um Geschenke zu empfangen? Oder hat Weihnach- nenwende. Heute bedeutet «Weihnach-
ten etwa doch einen tieferen Sinn? ten» traditionell das Fest der Geburt Jesu
Christi (Christgeburtsfest). Der Geburts-
termin Jesu Christi ist allerdings nirgends
Weihnachten heute Witz. Immer früher beginnt der Rummel überliefert. Deshalb wurden in der Kir-
um dieses Fest der Stille. Schon im Sep- chengeschichte unterschiedliche Daten
in heisser Augusttag. Wir spazieren tember und Oktober führen viele Ge- erwogen und eingeführt. In den Ostkir-

E schwitzend durch die Fussgängerzo-


ne einer europäischen Stadt. Plötz-
lich – wir trauen unseren Augen kaum
schäfte Weihnachtsartikel, manche auch
das ganze Jahr über. Und was wird ange-
boten? Alles Mögliche und Unmögliche:
chen wird heute noch der 6. Januar als
Tag der Geburt oder Erscheinung Chris-
ti (Epiphanias) gefeiert, im Westen da-
– sehen wir Schnee. Er liegt auf einer von Rentieren und Weihnachtsmännern gegen der 24. Dezember (Heiligabend)
Hütte und vor dieser steht – ein Weih- über Krippen und Glaskugeln bis hin zu mit 25. und 26. Dezember als erstem
nachtsmann. Dann lesen wir die Auf- «Weihnachten mit Barbie und Harry und zweitem Weihnachtsfeiertag. Im
schrift: «Auf diesen Platz kommt auch Potter». Westen wird in katholisch geprägten
in diesem Jahr wieder der Weihnachts- Szenenwechsel: Eine Umfrage über Gegenden der 6. Januar als «Fest der
markt. Wir erwarten Sie!» Jetzt merken Weihnachten in einer deutschen Gross- Heiligen Drei Könige» (die Bibel spricht
wir, dass der Schnee nicht echt ist. stadt: «Was verstehen Sie unter Weih- allerdings von Weisen aus dem Morgen-
Lediglich eine verblüffend gut gemach- nachten?» Antworten lauten: «Geschen- land) begangen.
te Imitation. ke, Familientreffen, Urlaub, Weihnachts- Ist es wichtig, den genauen Termin
Weihnachtsankündigung im August gans, feierliche Stimmung …» Nur etwa der Geburt Jesu Christi zu kennen? Ich
inmitten der Sommerhitze – leider kein 30 Prozent wissen noch, woran uns denke nicht, denn ansonsten wäre er uns

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willen freiwillig Seiner Göttlichkeit «ent-
Im Blickfeld äusserte», Knechtsgestalt (menschliches
Wesen) annahm und Seinem himmli-
schen Vater gehorsam war bis zum Tode
in der Heiligen Schrift überliefert. Ent- deren Gedenktag der Menschheitsge- am Kreuz. «Darum hat ihn auch Gott
scheidend ist für einen Christen nicht schichte zu vergleichen. erhöht und ihm den Namen gegeben, der
wann genau Jesus Christus geboren wur- Denn in Jesus Christus kam der Sohn über alle Namen ist, dass in dem Na-
de, sondern dass Er geboren wurde und des lebendigen Gottes, des Schöpfers des men Jesu sich beugen sollen aller derer
in die Welt kam, um uns verlorene Men- Universums, selbst zu uns auf die Erde. Knie, die im Himmel und auf Erden und
schen zu erlösen. Dennoch soll uns das «Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott unter der Erde sind, und alle Zungen be-
Fest der Weihnacht immer wieder an das seinen Sohn, geboren von einer Frau» kennen sollen, dass Jesus Christus der
Kommen Jesu Christi erinnern. Gläubi- (Gal 4,4). Die Zeugung und Geburt Jesu Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters»
ge Christen feiern Weihnachten deshalb Christi war in jeder Hinsicht einzigar- (Phil 2,6ff.).
nicht aus irgendeiner Tradition heraus tig. Einige Beispiele: Die Geburt Jesu Christi war
oder gar zur Unterstützung der Geschäf- • Sie war von den Propheten des Alten keineswegs so romantisch, wie sie in
temacherei (wobei ich gegen von Her- Testaments über Jahrhunderte im Vor- vielen Krippendarstellungen heute in
zen kommende Geschenke nichts sagen aus bis in die Einzelheiten hinein (z.B. verklärtem Kerzenlicht erscheint. Sie er-
will). Nein, wer Geburt in Bethle- folgte in einem ärmlichen Stall, weil
wirklich Christ ist, hem) angekündigt Maria und Josef im überfüllten Bethle-
feiert Weihnachten, worden (Jes 7,14; hem keine andere Übernachtungsmög-
um an das Kommen 9,5f.; Mi 5,1). lichkeit mehr fanden. Die hochschwan-
Jesu Christi zu un- • Sie wurde Maria, gere Frau musste ihr Kind in Kälte und
serer Rettung zu der Mutter Jesu, Schmutz zur Welt bringen und in eine
denken und Ihm durch einen Engel Futterkrippe legen. Und schon bald be-
dafür zu danken. angekündigt (Lk gann die Verfolgung durch den eifersüch-
Dieses Danken 1,26ff.). tigen König Herodes, sodass Maria und
kann natürlich nicht • Auch Josef, dem Josef mit Jesus nach Ägypten fliehen
nur zu Weihnachten Verlobten Marias, mussten.
geschehen, son- erschien ein Engel Wenn wir das Geschehen in Bethle-
dern an jedem und verkündigte hem aber von seiner geistlichen Seite her
Tag des Jahres. ihm: «… was sie betrachten, dann jubelt unser Herz vor
Für Christen (Maria) empfangen Freude und Dankbarkeit über die Grös-
ist daher – im hat, das ist von dem se und Heiligkeit, die sich in der Heili-
übertragenen Sin- heiligen Geist» (Mt gen Nacht offenbarte, und wir bekennen:
ne – jeden Tag 1,20). Eine Jung-
« Weihnachten», frauengeburt ist in In der Stadt von König David
aber auch Karfreitag der gesamten stand ein Stall, ganz unscheinbar,
und Ostern (für letz- Menschheitsge- in dem eine junge Mutter
tere Tage stehen schichte einzigar- auf dem Stroh ihr Kind gebar.
freilich biblisch gesi- tig. Es verliess den Himmelsthron,
cherte Termine fest), Neureligiöse schwimmen auf der Welle der • Maria und Josef wurde Mensch: Marias Sohn.
Bewusstseinserweiterung und Selbsterlösung
weil und insofern sie sollten – nach Got-
im Glauben allezeit tes Anweisung Aus der Herrlichkeit des Himmels,
mit dem lebendigen Sohn Gottes verbun- durch den Engel – dem Knaben den aus dem Reich der Ewigkeit
den sind, der für uns geboren wurde, litt, Namen «Jesus» geben, was bedeutet: kam Er zu uns auf die Erde
starb und von den Toten auferstand – und «Gott rettet» (Mt 1,21; Lk 1,31). mitten in das Menschenleid,
der wiederkommen wird in Macht und • Diesem Knaben Jesus – so die Bot- hat sich Schwachen gleichgestellt,
Herrlichkeit. Dennoch wollen wir keine schaft des Engels weiter – wird der Thron nahm auf sich die Schuld der Welt.
Feinde des traditionellen Weihnachtsfes- Davids, das Königreich und die ewige
tes sein, denn es bietet durch seine gros- Herrschaft gehören (Lk 1,32f.). Seht, wie wir ist Er geworden,
se Beliebtheit mancherlei missionarische • Einfachen Hirten auf dem Felde er- wuchs heran als Kind so zart,
Chancen (siehe unten). scheinen Heerscharen von Engeln, die kannte Tränen, kannte Freude
ihnen verkündigen, dass in einem Stall und blieb doch vor Schuld bewahrt.
Die Geburt Jesu Christi im Stall in Bethlehem der Retter geboren ist (Lk Öffnet Herzen, Ohren, Mund,
2,8ff.). lobet Gott aus Herzensgrund!
von Bethlehem • Weise aus dem Morgenland pilgern
Was aber bedeutet nun eigentlich die nach Israel, um den neugeborenen Kö- Armes Kindlein in der Krippe,
Geburt Jesu Christi? Ist es einfach die nig der Juden zu suchen. Als sie Ihn in Du bist Gott, der Herr der Welt,
Geburt eines bedeutenden Menschen, Gestalt des Jesuskindes finden, beten sie klein und schwach und so
an die wir jedes Jahr an Weihnachten dieses an und bekunden damit Seine zerbrechlich
erinnert werden? Nein, die Geburt Jesu göttliche Wesenheit (Mt 2,1ff.). und doch Der, der alles hält.
Christi bedeutet unendlich viel mehr. • Im Philipperbrief wird bezeugt, dass Herr, ich bete jetzt zu Dir.
Das Geburtsfest Jesu ist mit keinem an- Jesus Christus sich um unserer Erlösung Ich will schweigen. Sprich zu mir!

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Die Geburt Jesu Christi in Ihnen lein zu Gott dem Vater kommen (Joh
Aufgegriffen


und in mir 14,6). Ist aber ein selbstgebastelter Je-
sus der wirkliche Jesus?
Jesus Christus, Gottes Sohn, wurde in Dann gibt es die Suchenden. Sie sind
Bethlehem als Mensch geboren. Aber vielleicht nicht fern vom Reich Gottes. In Norwegen hatten letztes Jahr erstmals
viel wichtiger ist es, dass Er in Ihnen und Aber sie haben den entscheidenden mehr als die Hälfte der Neugeborenen El-
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mir lebt! Angelus Silesius hat dies einmal Schritt, den Schritt über die Grenze noch tern ohne Trauschein.
mit folgenden Worten ausgedrückt: nicht getan. Sie haben Jesus noch nicht
«Wär’ Chris- in ihr Herz
Der Lutherische Weltbund hat dazu auf-
tus tausend einziehen las-
gerufen, im Kampf gegen Aids stärker auf
Mal in Beth- sen.
lehem gebo- Und dann sexuelle Enthaltsamkeit und eheliche Treue
ren und nicht gibt es die zu setzen. «Enthaltsamkeit und Treue gehö-
in dir, so entschiede- ren zusammen und können die Ausbreitung
bliebst du nen Christen: des HIV-Virus eindämmen», sagte Peri Ra-
ewiglich ver- diejenigen, solondaibe, Direktor der LWB-Abteilung Mis-
loren.» die Jesus ge- sion und Entwicklung.
Lebt Jesus funden haben
Christus in – oder besser Aufgrund des Karlsruher Urteils vom
Ihnen? Sind gesagt: die 24. September 2003 ist das Tragen eines
Sie schon Die Geburt Jesu Christi war keineswegs so romantisch, wie sie sich von Jesus
in vielen Krippendarstellungen heute erscheint
Kopftuches für muslimische Lehrerinnen
wiedergebo- haben finden
ren durch lassen. Sie ha- grundsätzlich erlaubt. Dasselbe Bundesver-
den Geist Gottes (Joh 3) und Jesu Eigen- ben Ihm die Tür ihres Herzens geöffnet. fassungsgericht entschied 1995, dass Kreuze
tum? Zu welcher Gruppe gehören Sie? Ha- aus bayerischen Klassenzimmern verschwin-
Wenn Jesus Christus heute durch ben Sie den Schritt über die Grenze voll- den müssen, wenn sich jemand in der Glau-
unsere Strassen ginge – was würde Er zogen? Haben Sie Jesus die Tür Ihres Her- bensfreiheit beeinträchtigt fühlt. Und am 26.
wohl erleben? Wahrscheinlich würde Er zens aufgetan? Oder steht Er noch September 2003 entschied das Darmstäd-
auf folgende Gruppen von Menschen draussen und wartet immer noch auf ter Verwaltungsgericht, dass ein Kreuz aus
stossen. Ihre Antwort? «Er kam in sein Eigentum, dem Sitzungssaal des Kreishauses in Diet-
Da ist zunächst die riesige Zahl der und die Seinen nahmen ihn nicht auf» – zenbach (bei Frankfurt) entfernt werden
Gleichgültigen. Sie sind keine ausgespro- so heisst es am Anfang des Johannese-
muss, weil sich eine Grünen-Abgeordnete und
chenen Atheisten, aber auch keine vangeliums (1,11). Nun steht aber im
Christen (Christ im biblischen Sinne ist, gleichen Kapitel der Bibel noch etwas Fraktionsvorsitzende daran stosse.
wer eine persönliche Beziehung zu Je- anderes: «Wie viele ihn aber aufnahmen,
sus Christus hat). Sie machen Tag für Tag denen gab er Macht, Gottes Kinder zu Mit Tieropfern haben Voodoo-Priester in
ihre Arbeit, leben von Wochenende zu werden, denen, die an seinen Namen Haiti Mitte August ihr Land erneut Satan
Wochenende, lassen «Gott einen rech- glauben» (Joh 1,12). Wie wunderbar! geweiht. Haiti gilt als das ärmste Land der
ten Mann sein» und betrachten sich sel- westlichen Welt. Die durchschnittliche Le-
ber als anständige Leute. Aber im Grun- Weihnachten als missionarische benserwartung beträgt 53 Jahre, die Säug-
de lassen sie sich in nichts dreinreden, lingssterblichkeit 8 Prozent und die Kinder-
weder von Menschen noch von Gott.
Chance
sterblichkeit 12,5 Prozent. Etwa jeder zwei-
Gott oder ein «höheres Wesen» ist Für alle, die bereits zu Jesus Christus
te Haitianer ist Analphabet.
höchstens dann gefragt, wenn man sel- als ihrem Herrn und Erlöser gekommen
ber in Not ist. Nur dann, wenn es ei- sind, bietet Weihnachten eine grosse
nem dreckig geht. – Ob Gott das gefällt? missionarische Möglichkeit. Selten sind Christliche Gebete würden die verfas-
Dann gibt es überzeugte Atheisten. Menschen so offen, etwas über den wah- sungsmässige Religionsneutralität des US-
Sie glauben, dass nur die Materie, das ren Sinn dieses Festes zu hören. So kann Staates North Carolina verletzen, klagte Dar-
Stoffliche existiert. Sie leben nach dem man gerade in dieser Zeit sehr gut christ- la Kaye Wynne gegen die Gewohnheit des
Prinzip: «Lasst uns heute essen, trinken liche Bücher oder Traktate weitergeben Stadtrates von Great Falls, die Sitzung mit
und geniessen, denn morgen sind wir und Lieder vom Heiland in die Herzen Gebet zu eröffnen. Das Gericht gab ihr Recht.
tot.» Weil sie Gott nicht kennen, machen singen. Wichtig ist es zu erklären, dass Damit sind christliche Gebete im Stadtrat
sie sich ihre eigene Moral, die oft genug Jesus heute nicht mehr ein Kind (und nicht mehr erlaubt. Als Ausweg bietet Wynne
auch den Mitmenschen nicht kennen schon gar nicht das romantisch besun-
dem Rat an, Vertreter anderer Religionen zum
will. gene «Knäblein im lockigen Haar») ist,
Beten einzuladen oder pauschal einen «Gott»
Dann sind da die Neureligiösen. Sie sondern der für uns gekreuzigte und
schwimmen auf der Welle der Bewusst- auferstandene Herr, der zur Rechten anzubeten, der nicht notwendigerweise
seinserweiterung und Selbsterlösung, Gottes des Vaters sitzt und wiederkom- christlich sein muss. Der Stadtrat will gegen
der Gurus und Bodhisattvas (= «Erleuch- men wird in Macht und Herrlichkeit. das Urteil Berufung einlegen.
tungswesen» im Mahayana-Buddhismus, Lassen Sie uns doch die Gelegenheiten
d. Red.). Für sie ist Jesus ein Magier oder nutzen, die sich bieten, um sich gerade Auf Anordnung des amerikanischen Bun-
Superstar, aber nicht «der Weg, die Wahr- in der Weihnachtszeit zu Jesus Christus desgerichts entfernten Polizisten eine 2,5

heit und das Leben», durch den wir al- zu bekennen, damit noch viele in die

Mitternachtsruf > Dezember 2003 9


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▲ Tonnen schwere Granitskulptur aus einem Im Blickfeld
Gerichtsgebäude, auf dem unter anderem
die 10 Gebote zu lesen waren. Dieses Mo-
nument verstosse gegen die Trennung von Anbetung des Sohnes Gottes einstimmen Fallt vor Ihm nieder,
Kirche und Staat, lautete die Begründung. können: vor unserm Erlöser!
Fallt vor Ihm nieder, vor Licht wärmt die Glieder,
unserm Erlöser! die fast schon erfror’n.
Mateo Taibon, Chefredakteur der Zeit-
Dort in der Krippe liegt Sagt es den Armen,
schrift «Bedrohte Völker», sagte: «In arabi- Er als ein Kind. den Kranken und Schwachen:
schen Staaten ist für andere Sprachen und Hebt eure Herzen empor Jesus, der Heiland, ist für
Kulturen, für andere Religionen und für an- voller Freude! uns gebor’ n!
dere Hautfarben kein Platz. Da wird ausge- Singt Ihm ein Lied, das
hungert, gefoltert und gemordet, da gibt es kein Ende mehr nimmt! Er kam herab von dem
Sprachverbot, Religionsverbot – nur eines Thron Seines Vaters.
nicht: Menschenrechte.» Über den Tälern und Hügeln Schwach wie ein Mensch,
von Juda sahen Propheten: kam uns Menschen Er nah.
Der Retter kommt bald. Er gab Sein Leben,
Mehr als 2,1 Millionen Türken leben in
Liebe, die reiner und um uns zu erlösen.
Deutschland. Nahezu alle sind Muslime. Sie echter als Gold ist, strömt Rühmt und erhebt Ihn!
geniessen hier wie die anderen über 5,5 in die Herzen, die hart Singt Halleluja!
Millionen Ausländer Religionsfreiheit. sind und kalt. ■ L.G.
150 000 Christen leben in der Türkei. Für
die Kirchen als «verfasste Gemeinschaften
oder Gemeinden» gibt es dort keine Religi-
onsfreiheit. Seit 70 Jahren besteht ein Ge-
setz, das ausländischen Pfarrern jegliche
Tätigkeit in der Türkei verbietet.
Gewaltige Sonnenstürme –
In Afghanistan sind zwei Journalisten was haben sie uns zu sagen?
zum Tode verurteilt worden. Die Reporter
Sayeed Madawi und Ali Reza Payam hatten In Lukas 21 beschreibt Jesus die Zeichen, die der Endzeit vorausgehen. In
in einer Wochenzeitschrift in einem Artikel diesem Zusammenhang sagt Er: «… auch werden Schrecknisse und vom
mit der Überschrift «Heiliger Faschismus» die Himmel her grosse Zeichen geschehen»(Lk 21,11). Und: «… es werden
Frage gestellt, warum sämtliche islamische Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen …» (V 25).
Länder hinter der modernen Welt zurücklie-
gen, wenn doch der Islam «die einzige und
eute geht es uns vornehmlich um Midori-2, der der Erdbeobachtung dien-
vollendetste Offenbarungsreligion der Welt»
sei. Der Präsident des Obersten Gerichts hat
das Urteil bereits unterzeichnet.
H die Zeichen an der Sonne. Dazu
konnte man in den vergangenen
Wochen den Medien Folgendes entneh-
te und zu den grössten Satelliten im All
zählte, sei abgebrochen worden, teilte
die japanische Raumfahrtbehörde mit.
men: Den Angaben zufolge ging der Satellit
Die rechtliche Zulassung der aktiven «Einer der stärksten Sonnenstürme bereits bei den ersten Ausbrüchen ver-
Sterbehilfe hat in den Niederlanden dazu ge- seit Jahrzehnten fegt derzeit über die loren. Nach einem zweiten Ausbruch auf
führt, dass immer mehr Patienten ohne ihre Erde und stört den Luftverkehr sowie die der Sonne wurde die Verbindung zu ei-
Einwilligung getötet werden. Laut einer Un- Kommunikation. Auf der sonnenbeschie- nem weiteren Satelliten abgerissen, er-
nenen Seite der Erde drohten mehrstün- klärte die Raumfahrtbehörde.»
tersuchung ging es in 38 Prozent der nie-
dige, schwere Funk-Blackouts. Die deut- Es ist nicht auszudenken was gesche-
derländischen Euthanasiefälle nicht um eine
sche Flugsicherung begrenzte aus Sicher- hen würde, wenn die derzeitigen Phä-
unerträgliche Situation der Patienten, son- heitsgründen die Zahl der Flüge. nomene auf der Sonne an Intensität noch
dern darum, dass die Ärzte das Leid der An- Der heftige Sonnensturm, der derzeit zunehmen und das ganze Satelliten-Sys-
gehörigen nicht mehr ertragen konnten. In die Erde trifft, hat einen Stromausfall in tem lahm legen würde. Die Kommuni-
Deutschland ist der Anteil der Bevölkerung, Malmö verursacht. In der südschwedi- kation würde total zusammenbrechen.
der aktive Sterbehilfe befürwortet, in den schen Stadt gingen in 20 000 Häusern Telefongespräche wären nicht mehr
vergangenen 30 Jahren von 50 auf 80 Pro- für etwa eine Stunde die Lichter aus, wie möglich. Die Navigation fiele aus. Die
zent gestiegen. Das Problem bei solchen Er- der Stromversorger Sydkraft mitteilte. Lichter würden ausfallen. Es gäbe kei-
hebungen ist, dass man die Meinung der Die geomagnetische Wolke sei die wahr- nen Strom, ja nichts mehr. Ein totales
scheinlichste Erklärung für die Störung, Desaster würde sich ausbreiten.
Gesunden einholt. Bei Umfragen auf Kran-
hiess es. Die aussergewöhnlich aktive Sonne
kenhausstationen fällt die Zustimmung zur
Japan verlor durch vom Sonnensturm schleuderte eine gigantische Wolke elek-
Euthanasie deutlich geringer aus. verursachte Schäden den Kontakt zu ei- trisch geladener Teilchen ins All. Nach
nem seiner Satelliten. Die Suche nach Angaben des Geoforschungszentrums

10 Mitternachtsruf > Dezember 2003


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Potsdam ist diese Aktivität der Sonne Sonnen-Aktivität bereits vor drei Jahren Die Gründe für die ausserordentliche
aussergewöhnlich. Laut US-Atmosphä- ihren Höhepunkt überschritten hat. Der Sonnenaktivität seien noch nicht geklärt,
renforschungsbehörde NOAA ist der ESA zufolge war die ins All geschleuder- liessen die Forscher verlauten. Meines
neue Sonnensturm hundertmal so stark te Materienwolke grösser als die Sonne Erachtens liegt die Erklärung dieser ge-
wie der in den letzten Oktobertagen ge- selbst. Es habe sich um einen der gröss- waltigen Sonnenstürme in den prophe-
meldete, der glimpflich verlief. Nach ten Ausbrüche gehandelt, der je beob- zeiten Worten Jesu: «… es werden Zei-
Erkenntnis von Forschern der Max- achtet worden sei, hiess es. chen geschehen an Sonne …» (Lk
Planck-Gesellschaft ist die Sonne seit Die Teilchen wurden mit einer Ge- 21,25). Vor 2 000 Jahren erhielten nur
1940 so aktiv wie niemals zuvor in den schwindigkeit von 7,5 Millionen Stunden- wenige Menschen ein Zeichen von
vergangen 1 000 Jahren. kilometern Richtung Erde geschleudert. Weihnachten, der Geburt Jesu: «… das
Nicht erwartet hatten die Experten Über den frisch verschneiten Bergen habt zum Zeichen …» (Lk 2,12). Heute
den riesigen Sonnenfleck, dessen Aus- habe es ausgesehen wie wenn der Him- aber bekommt die ganze Menschheit
dehnung mehr als zehn Erd-Durchmes- mel brennen würde. Weiter schrieb un- Zeichen der bevorstehenden endzeitli-
ser umfasst. Aussergewöhnlich ist er sere Lokalzeitung, es bleibe abzuwarten, chen Ereignisse, die Besorgnis erregend
zudem, weil die periodisch verlaufende wie sich die Situation weiter entwickle. sind. Angst kommt auf: Angst vor der
Jahrhunderthitze, Angst vor der Wasser-
flut, Angst vor Erdbeben, Angst vor der
Feuersbrunst, Angst vor Seuchen.
Letzthin wurde bekannt, dass ganz ge-
wöhnliche Hauskatzen Träger der un-
heimlichen Krankheit SARS sein kön-
nen. Was hat uns das alles zu sagen?
Lukas 21,28 bringt es auf den Punkt:
«Wenn aber dieses anfängt zu gesche-
hen, dann seht auf und erhebt eure
Häupter, weil sich eure Erlösung naht.»
Wenn wir die Bibel aufrichtig lesen, dann
bleibt nur eines im Raum stehen: Jesus
kann sehr bald wiederkommen. Lassen
Sie uns sehr aufmerksam auf das prophe-
tische Wort achten! Petrus ruft uns zu:
«… ihr tut wohl, dass ihr darauf achtet
als auf ein Licht, das da scheint in ei-
nem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche
und der Morgenstern aufgehe in euren
Der heftige Sonnensturm verursachte in Malmö einen Stromausfall Herzen» (2.Petr 1,19). ■ P.M.

Wie antichristlich wird Europa?


Aus einer langen Liste von Staaten aus aller Welt wählten die Europäer Israel zum Hauptunfriedensstifter, noch vor
Schurkenstaaten wie Iran und Nordkorea.
n einem aktuellen Internet-Bericht nensischen Autonomiebehörde sei des- In Schweden gab es nur in zwei Fällen

I heisst es: «Israel bedroht nach Ansicht


einer Mehrheit der EU-Bürger von
allen Staaten am stärksten den Weltfrie-
halb nicht gefragt worden, weil Palästi-
na kein Staat sei, erläuterte der Kommis-
sionssprecher.
eine Mehrheit für die Aussage, einer der
15 aufgeführten Staaten bedrohe den
Frieden: USA (54 Prozent) und Israel (52
den. In einer von der EU-Kommission In Deutschland sagten 65 Prozent der Prozent).»1
in Brüssel veröffentlichten Umfrage ver- Befragten, von Israel gehe eine Friedens- Diese Umfrageergebnisse wären vor
traten 59 Prozent diese Auffassung. bedrohung aus. In keinem EU-Land gab zehn Jahren nicht möglich gewesen.
An zweiter Stelle nannten sie zu es eine Mehrheit für die Aussage, Israel Dass sie es heute sind, zeigt, wie weit
jeweils 53 Prozent die USA sowie Iran bedrohe den Weltfrieden nicht. die Endzeit schon fortgeschritten ist.
und Nordkorea. Nur in Deutschland und Italien teilt Schlimmer verdrehen kann man die Fak-
Die Meinungsforscher hatten vom 8.– eine Mehrheit die Auffassung, von den ten kaum noch.
16.10.2003 je 500 Bürger in allen 15 USA gehe keine Bedrohung aus. In allen Die Behauptung, dass Israel die gröss-
EU-Staaten telefonisch befragt. Ihnen anderen EU-Ländern dagegen überwiegt te Gefahr für den Weltfrieden sei, ist ein
wurden 15 Länder genannt mit der Fra- die gegenteilige Einschätzung – in Grie- Schlag gegen die Wahrheit und damit
ge, ob davon eine Bedrohung für den chenland meinen sogar 88 Prozent der Rebellion gegen Gott selbst. Letzten En-
Weltfrieden ausgehe. Nach der Palästi- Befragten, die USA bedrohten die Welt. des ist diese Entwicklung daher auch

Mitternachtsruf > Dezember 2003 11


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Im Blickfeld Einmal mehr: Über die
gegen Seinen Sohn gerichtet, den Herrn Herrschaft vorzubereiten. Und er hat
wahren Absichten des
Jesus Christus, der bald wiederkommt. schon Gewaltiges erreicht: Die Mehrheit Islam
Es gibt wohl kaum eine friedlieben- der Menschen steht auf seiner Seite und
Einer unserer Abonnenten hat uns eine Kopie
dere Nation als Israel. Aber hier werden stellt sich damit gegen das jüdische Volk;
Ursache und Wirkung bewusst unter- der Hass gegen Israel hat nie geahnte eines an die «NZZ am Sonntag» gerichteten Briefes
drückt. Dass Israel auf die grausamen ter- Ausmasse angenommen. Bisher haben über die islamische Lehre zugesandt, dessen Inhalt
roristischen Selbstmordattentate zum «anständige Menschen» an den «gesun- wir unseren Lesern und Leserinnen nicht vorenthal-
Schutz seiner Bevölkerung reagieren den Menschenverstand» appelliert. Heu- ten wollen. Er schreibt darin unter anderem:
te ist dieser aber durch die Macht der Was an islamistischem Terrorismus die Welt
Finsternis so verdunkelt, dass nichts bis heute zu sehen bekam, liegt im Auftrag des
mehr unmöglich scheint. Koran begründet. Daran ändern auch alle schön-
Plötzlich kann man sich vorstellen, färberischen und verantwortungslosen Beteue-
wie sich Sacharja 12 und 14 verwirkli-
rungen von so genannten Islamexperten nichts.
chen werden. Jetzt müssen nur noch die
USA einen Schwenker gegen Israel voll-
ziehen (vielleicht unter einem neuen
Präsidenten) und der Zustand aus Sachar-
ja 12,3 rückt in greifbare Nähe: «Und
Selbstverteidigung – darf Israel seine Bevölkerung alle Nationen der Erde werden sich ge- Fruchtfliegen aufhalten, nun tatsächlich
nicht vor den Selbstmordattentaten schützen? gen es (Jerusalem) versammeln.» trockener würde, so müssten sie ausster-
Diese Entwicklung zeigt allen wieder- ben. Hoffmann warnt daher vor einer
muss, versucht man bewusst zu unter- geborenen Christen, dass unsere Zeit weiteren Klimaerwärmung, die nicht nur
drücken. bald abgelaufen sein kann und wir uns zum Aussterben dieser Fliegen führen
Europa wird reif für den Antichristen mehr als je zuvor zubereiten müssen auf könnte, sondern auch noch andere Tier-
und damit für den teuflischen Geist. Je- das baldige Erscheinen des Herrn zur oder Pflanzenarten beeinträchtigen
sus sagt über Satan, dass er der Vater der Entrückung Seiner Gemeinde. ■ C.M. könnte.
Lüge ist (vgl. Joh 8,44). Durch die obi- Hoffmann berichtet darüber ausführ-
gen Umfrageergebnisse scheint der an- lich in einem Interview, das der Journa-
1
tichristliche Geist den Boden für seine n-tv.de, 3.11.2003 list Terry Lane mit ihm geführt hat.»1

Kommentar: Auch mit diesem Ver-


such ist es nicht gelungen, Evolution zu
beweisen. Hoffmann und seine Mitarbei-

Evolutionstest nicht ter sind sofort an die Grenze der Anpas-


sung dieser Fliegenart herangekommen.
Es zeigt, dass Makroevo-

bestanden lution selbst dann nicht


möglich ist, wenn sie in
kleinen Schritten erfolgt.
Denn sobald die Anpas-
Bei der so genannten Evolution sungsgrenze erreicht ist,
handelt es sich nicht um Tatsachen, geht es nicht mehr wei-
sondern lediglich um eine Theorie. ter.
Man fragt sich, was es
Diese aber gerät, selbst bei säkula- noch braucht, damit eine
ren Wissenschaftlern, immer mehr Alternative zur Evoluti-
ins Wanken, was auch aus dem onstheorie in Betracht
Fruchtfliege
gezogen wird. Möglich
folgenden Test klar hervorgeht. wäre zum Beispiel «intel-
rof. Ary Hoffmann von der La Tro- ben. Die Überlebenden hat er weiter

P
ligente Schöpfung» (intelligent design),
be Universität in Australien hat mit vermehrt und nochmals der Trockenheit wie sie von Dembski, Johnson und Behe
der australischen Fruchtfliege (Dro- ausgesetzt bis 90 Prozent von ihnen star- vertreten wird. Doch diese wird nach
sophila birchii) einen Evolutionstest ben. Das hat er während mehr als 30 wie vor vehement abgelehnt. Sie erin-
durchgeführt. Er wollte wissen, ob sich Generationen wiederholt. nert zu stark daran, dass ein Schöpfer
diese Fliege an ein trockeneres Klima an- Gemäss der Evolutionstheorie müss- im Hintergrund sein muss.1
passen kann. Sie kann es nicht. ten sich diese Fliegen einem immer tro- ■ PROGENESIS, HANSRUEDI STUTZ
Hoffmann hat eine Gruppe von Flie- ckeneren Klima anpassen. Sie können
gen einem sehr trockenen Klima ausge- es aber offensichtlich nicht. Wenn das
1
setzt, sodass 90 Prozent von ihnen star- tropische Klima, in dem sich diese www.abc.net.au

12 Mitternachtsruf > Dezember 2003


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Christenheit respektierten. Ihre Wurzel
Mohammed war ein Eroberer, der Krieg führ- ‹So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen liege im Humanismus des 15. und 16.
te. Seine Nachfolger haben den gleichen Auftrag. jeden Finger ab!› (Sure 8,12). Jahrhunderts n.Chr. Dabei habe sich
Ob sie gehorchen, ist eine Frage der Gunst der ‹Bekämpft sie, Allah wird sie strafen durch Martin Luther ausdrücklich vom Huma-
Stunde … eure Hände› (Sure 9,14). nismus abgesetzt, weil dieser an die Stel-
le Gottes den Menschen setze und be-
Beispiele gefällig? ‹Nicht ihr habt sie getötet, Allah hat sie getö-
haupte, dass alle Religionen gleichwer-
‹Ihr sollt mit ihnen kämpfen, oder sie sollen tet! Nicht du hast geschossen, wenn du geschos-
tig seien. Einher gehe damit, dass Got-
Muslime werden!› (Sure 48,16). sen hast, sondern Allah schoss› (Sure 8,17). tes Wort nicht mehr als Autorität gelte,
‹Und erschlagt sie (die Juden und Christen), ‹Die auf dem Wege Allahs streiten, die töten was sich im heutigen Zeitgeist deutlich
wo immer ihr auf sie stosst!› (Sure 2,187). und getötet werden, ihnen gehört die wahre Ver- zeige. Die Aufklärung habe andererseits
‹Und bekämpft sie, bis die Verführung (?) heissung› (Sure 9,112). Es ist daher müssig zu Gottes Wort ‹ausserhalb der Wahrheit
aufgehört hat und der Glaube an Allah da ist!› fragen, weshalb es im Islam «Märtyrer» gibt. platziert›. Professorin Eta Linnemann:
(Sure 2,189). ‹Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann ‹Und das massen sich sterbliche Men-
‹Und so sie den Rücken kehren, ergreift sie herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel schen an.›
und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet!› (Sure unter ihnen angerichtet habt› (Sure 47,4).» Die Folge sei, dass die Bibel nicht
mehr als ‹Gottes Wort› von historisch-
4,91). ■
kritischen Theologen angesehen werde,
sondern nur noch ‹Gottes Wort enthält›.
Entsprechend würde die Echtheit ver-
schiedener biblischer Verfasser bzw.

Der Mensch an die Stelle Bücher in Frage gestellt und damit als
nicht mehr verbindlich angesehen, wie
sich das heute an der Bewertung der
Homosexualität zeige, die in der Bibel

Gottes? an vielen Stellen eindeutig als Sünde


bezeichnet werde.
An verschiedenen Beispielen zeigte
Eta Linnemann auf, dass die historisch-
Unter diesem Titel fanden wir in einer weltlichen kitische Theologie, die an nahezu allen
theologischen Fakultäten gelehrte wer-
Zeitung den folgenden lesenswerten Bericht de, einen ‹anderen Jesus› als den der
über einen Vortrag zur historisch-kritischen Bibel verkündige. Man sehe die Wun-
Theologie von Professorin Dr. Eta Linne- der Jesu nicht als Ereignisse, sondern nur
als Gleichnisse an und bezweifle Seine
mann. Er beginnt mit einem persönlichen
Jungfrauengeburt und leibliche Auferste-
Eindruck. hung. Jesus lebe somit nur im Glauben
Seiner Jünger. Das bedeute dann aber,
ein, sie ist nicht das, was man sich un- dass ein solcher Jesus die Menschheit

N ter einer streitbaren Theologieprofesso-


rin vorstellt. Eta Linnemann macht eher einen
bescheidenen, ja mütterlichen Einruck auf ihre Zuhö-
nicht erlösen konnte.
Selbst das kirchenkritische Nachrich-
tenmagazin ‹Der Spiegel› habe festge-
rer. In jedem Fall aber ist sie ein Mensch, der den stellt, dass das fundamentalen christli-
Mut hatte, einen – aus ihrer Sicht – falschen theologi- chen Glaubenssätzen widerspreche.
schen Weg zu verlassen und eine radikale persönli- Christen müssten sich deshalb heute fra-
che Umkehr öffentlich zu machen. Und sie war sich gen, welchem Jesus sie folgen wollten.
nicht zu schade, in ihrer Position die Bänke einer Professorin Dr. Eta Linnemann: ‹Es geht
Bibelschule zu drücken, um ganz neu die Auslegung dabei um ewiges Leben oder ewige Ver-
der Bibel zu hören. dammnis.› Und sie behauptete, dass man
Professorin Dr. Eta Linnemann, eine weltweit gefragte bei einer Nachprüfung der Aussagen der
Referentin, sprach zum Abschluss einer privat organi- historisch-kritischen Theologie nur zu
sierten Bibel-Ausstellung im Haus des Gastes in Bad Lau- dem Schluss kommen könne: ‹Ausser
terberg vor über 100 Zuhörern über die Methode der Hypothesen nichts gewesen.›
historisch-kritischen Theologie, eine Harmonisierung zwi- Dass sich selbst Rudolf Bultmann, ei-
schen Glaube und Wissenschaft herbeizuführen und zeig- ner der grossen Lehrer der historisch-
te die Auswirkungen auf. kritischen Theologie, kurz vor seinem
Dabei beurteilte sie die historisch-kritische Theologie Tode bekehrt und seine Schüler um Ver-
nicht von aussen, sondern als jemand, der sie selbst einmal gebung gebeten habe, bezeichnete die
lehrte. Sie wies darauf hin, dass diese Theologie den ‹Al- Referentin als eine Nachricht, ‹die die
leinvertretungsanspruch für wissenschaftliche Theologie› er- Grösse Gottes preist.›»1 ■
hebe und ging der Frage nach, ob es sich dabei wirklich um
Wissenschaft oder Manipulation handele. Die Bibelkritik sei
1
entstanden, weil Theologen die Philosophen als Lehrer der Harz-Kurier, 11.10.2003

Mitternachtsruf > Dezember 2003 13


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Brennpunkt Nahost

Das Ende des


arabisch-israelischen
Konflikts Im Zweiten Weltkrieg erhoben sich

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Über die Entstehung des arabisch-israelischen Konf- die Nationalsozialisten in ihrem Gott-
likts hat der Autor aufgrund des Wortes Gottes in der Hass gegen die Juden und die wahren
Christen. Sie wollten das Tausendjähri-
November-Ausgabe dieser Zeitschrift berichtet. Aber ge Reich ohne Gott schaffen. Was kam
dabei heraus? Ein «Reich», das gerade
diese Auseinandersetzung wird auch einmal ein Ende einmal sechs Jahre dauerte, mit zer-
bombten Städten und Dörfern und über
finden. Mehr dazu in den folgenden Darlegungen. 50 Millionen Toten, darunter mehr als
6 Millionen Juden.
■ NORBERT LIETH
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Gestalt: «Gott, schweige nicht! Verstum- So war es schon zu Inquisitionszei-


me nicht, und sei nicht stille, o Gott! ten. Die Inquisitoren schrieben zwar
Wohin führt der Konflikt? Denn siehe, deine Feinde toben, und die Religiosität auf ihr Banner, aber die Fol-
dich hassen, erheben das Haupt. Gegen terungen und Tötungen von Juden und

D
er Konflikt der arabischen Völ- dein Volk planen sie listige Anschläge, wahren Christen zeigten, dass sie Gott
ker gegen Israel führte in ei- und sie beraten sich gegen die, die bei hassten. Der Herr Jesus hat das schon
nen grausamen Hass. Die Ara- dir geborgen sind» (Ps 83,2-4). Asaph angedeutet mit den Worten: «… es
ber wurden Anhänger des Ko- sagt: «… o Gott! … deine Feinde toben, kommt sogar die Stunde, wo jeder, der
ran, in dem die Tötung der und die dich hassen, erheben das euch tötet, meinen wird, Gott einen
Juden gelehrt und aufs Schlimmste prak- Haupt.» Wie reagieren diejenigen, die Dienst zu erweisen. Und solches wer-
tiziert wird. Gott hassen? Wie ist das in der ganzen den sie euch tun, weil sie weder den
Was sich in den letzten Jahrzehnten Nationenwelt in der Geschichte stets Vater noch mich kennen» (Joh 16,2-3).
an Aggressionen zwischen Juden und gewesen und wie ist es heute? Da sie Der Koran hasst den Gott Abrahams,
Arabern abspielte, ist die deutliche Er- Gott nicht aus dem Himmel holen konn- Isaaks und Jakobs, wird darin doch frech
füllung biblischer Prophetie. Gott hat es ten, liessen sich alle, die Gott gehasst behauptet, Gott habe keinen Sohn! Al-
so vorausgesehen und darum vorausge- haben, immer am jüdischen Volk und am lah ist keineswegs Gott, sondern einer
sagt. Daher dürfen wir uns auch fragen: das Christentum aus. Der Kommunis- von über 300 Göttern des Islam, der zum
Was sagt die Bibel über die Zukunft die- mus erhob seine Faust gen Himmel und «Gott» hochstilisiert wurde. Der radika-
ses Konflikts? Wie geht es weiter? Wo- prahlte: «Ohne Gott und Sonnenschein le Islam, dessen Fundament der Koran
hin führt er? fahren wir die Ernte ein!» «Wir brau- ist, richtet sich gegen das Juden- und
chen keinen Gott; wir schaffen uns sel- Christentum. Ein oft zitierter Spruch mi-
Die Schau Asaphs. Etwa 1 000 Jah- ber ein Paradies!» Christen und Juden litanter Moslems lautet: «Am Sabbat
re vor der Geburt Jesu Christi lebte der wurden und werden bis aufs Blut ver- bringen wir die Juden um und am Sonn-
Prophet Asaph. Die von ihm niederge- folgt. Was ist daraus geworden? Die Völ- tag die Christen.» In moslemisch regier-
schriebenen Psalmworte deuten nicht ker in den kommunistischen Ländern ten Ländern wird das auch praktiziert.
nur auf den Konflikt seiner Zeit hin, son- befinden sich nicht in einem selbst ge- Aber Amnesty International sagt kaum
dern darüber hinaus auch auf seine Aus- schaffenen Paradies, sondern sind arm etwas dazu. Doch wehe, wenn Israel sich
breitung und seine letzte endzeitliche und hungern. gegen Selbstmordattentate wehrt und ei-

14 Mitternachtsruf > Dezember 2003


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nen Sicherheitszaun errichten will! Staates in der ganzen Region …1 Der Taumelschale für alle Völker ringsum.
Asaph fährt weiter: «Sie sprechen: Generalsekretär der Hisbollah liess ver- Und auch über Juda: Es wird in Bedräng-
Kommt und lasst uns sie als Nation ver- lauten: «Die Existenz des Staates Israel nis geraten zusammen mit Jerusalem»
tilgen, dass nicht mehr gedacht werde erleichtert unseren Kampf gegen die Ju- (Sach 12,2). Die Völker um Israel her-
des Namens Israel!» (Ps 83,5). Das ist den; es erspart uns, sie in der ganzen um, also die arabisch-islamischen Nati-
hochaktuell: Radikal-islamische Führer Welt zu verfolgen.»2 In den zurückge- onen, werden hier zuerst genannt. Seit
sagen, Israel bzw. Palästina müsse «ju- tretenen Regierungschef der Palästinen- 1948 nimmt der Hass der Araber gegen-
denrein» werden. Der ehemalige Regie- sischen Autonomiebehörde, Mahmoud über Israel beständig zu. Aber Sacharja
rungschef Ägyptens, Nasser, hat in sei- Abbas, setzte man zunächst grosse Hoff- bleibt nicht dabei stehen, sondern be-
nem Hochmut gesagt: «Wir treiben die nungen. Doch man hätte nicht überse- schreibt, wie sich dieser Hass auch auf
Juden ins Mittelmeer.» Und von ande- hen dürfen, dass er mit Arafat zusam- alle anderen Völker legen wird: «… es
ren arabischen Führern weiss man, dass men die terroristische Fatah gegründet wird geschehen an jenem Tag, da ma-
sie ihren arabischen Brüdern gesagt ha- hat. Abbas sagte in Bezug auf Ostjerusa- che ich Jerusalem zu einem Stemmstein
ben: «Geht aus diesem Volk raus! Unse- lem, dass die Juden kein religiös be- für alle Völker: alle, die ihn hochstem-
re Bomben können nicht zwischen Ju- gründbares Anrecht auf die Stadt hätten men wollen, werden sich wund reissen.
den und Arabern unterscheiden! Wir und es deshalb in dieser Frage auch kei- Und alle Nationen der Erde werden sich
werden die ganze Nation zerstören, und nen Kompromiss gäbe: «Eine göttliche gegen es versammeln» (V 3). Mehr dazu
dann könnt ihr wieder zurückkehren.» (Gott Israels) Herrschaft über Jerusalem finden Sie in meinem Buch «Der Pro-
Weiter sagt der Psalmist: «Denn sie ist unnötig. Da Allah (Gott des Islam) der phet Sacharja – Vision für eine neue Zeit»
haben sich beraten mit einmütigem Her- Herrscher des Universums ist, braucht (Best.-Nr. 18780).
zen, sie haben einen Bund gegen dich man keine Extraherrschaft über Jerusa- Ein Journalist sagte zu Recht: «Um
geschlossen: Die Zelte Edoms und die lem auszurufen.» Der frühere iranische kein Land in der Welt werden so viele
Ismaeliter, Moab und die Hageriter, Ge- Präsident Rafsandschani betonte, dass UN-Resolutionen verabschiedet, wie um
bal und Ammon und Amalek, Philistäa die Errichtung des Staates Israel das Israel bzw. Jerusalem. Da fragt man sich,
samt den Bewohnern von Tyrus. Auch schrecklichste historische Ereignis in der was hat Angola in Afrika und Brunei in
Assur hat sich ihnen angeschlossen. Sie Geschichte gewesen sei und die islami- Asien oder Alaska in Nordamerika und
sind zu einem Arm geworden den Söh- sche Welt ihn aus ihrer Mitte ausbrechen Uruguay in Südamerika mit Jerusalem zu
nen Lots» (Ps 83,6-9). In den zehn hier tun – und doch stim-
genannten Namen wird die weltweite men sie gegen Israel
Feindschaft der arabischen Nationen ab, als wäre Israel ihr
gegen Israel zusammengefasst, die in den feindlicher Nachbar.»4
Zelten Edoms und Ismaels ihren Ur-
sprung findet: Edom = Südjordanien, Is- Der Konflikt mün-
mael = Grossteil der arabischen Welt, det unter anderem in
Moab = Zentraljordanien, Hageriter = den Angriff «Gogs
Ägypten (Hagar), Gebal = Nordlibanon, aus dem Lande Ma-
Ammon = Nordjordanien, Amalek = Si- gog» (Hes 38). Dieser
nai-Halbinsel, Philistäa = Gazastreifen, wird wahrscheinlich
Tyrus = Libanon, Assur = Irak/Syrien. über Syrien erfolgen
Äusserst interessant ist dabei, dass es (Dan 11). Hier wollen
in der Frühgeschichte nie so gewesen wir das Folgende im
ist, dass sich alle diese Völker zusammen- Zusammenhang be-
geschlossen hätten mit dem Ziel, Israel trachten, um die Aktu-
vom Erdboden verschwinden zu lassen. Der Koran lehrt die Tötung von Juden und Christen alität unserer Tage auf-
Aber ab dem Jahr 1948, nachdem am leuchten zu lassen und
14. Mai der Staat Israel ausgerufen wur- werde.3 Scheich Jusuf al-Qaradawi, der zu betonen, wie weit wir in der Erfül-
de, haben sich alle umliegenden arabi- ägyptische Dekan für Islamische Studi- lung biblischer Prophetie bereits voran-
schen Staaten vereinigt, um Israel zu en an der Universität von Katar, hat weib- geschritten sind.
vernichten: «… sie haben sich beraten lichen Selbstmordattentätern offiziell
mit einmütigem Herzen, sie haben ei- seinen Segen gegeben. Er sagte, dass die
nen Bund gegen dich geschlossen: Die Teilnahme von Frauen an Märtyrer-Ak- Der Vierstufenplan Gottes zur
Zelte Edoms und die Ismaeliter …» Da- ten in «Palästina» zu den «lobenswer- Wiederherstellung Israels bis zur
ran ersehen wir die Brisanz der Aussage testen Handlungen der Gottesvereh-
Asaphs rund tausend Jahre vor Christus rung» gehörten.
Wiederkunft Jesu
für unsere heutige Zeit. Die erste Stufe finden wir in Hese-
Seit 1948 und insbesondere im Sechs- Die dramatische Zuspitzung des kiel 37,1-2: «Die Hand des Herrn kam
tagekrieg 1967 hat die islamisch-arabi- Konflikts in der Endzeit. Wie der Pro- über mich, und er führte mich im Geist
sche Liga die völlige Auslöschung des phet Sacharja schon vor mehr als 2 500 des Herrn hinaus und liess mich nieder
Judenstaates auf ihre Fahnen geschrie- Jahren geweissagt hat, wird sich der Hass mitten im Tal; und dieses war voller Ge-
ben. Dieses Ziel verfolgen sie noch heu- der arabischen Nationen auf alle Völker beine. Und er führte mich ringsherum
te. So sagte Dr. Mahmoud al-Zahar von legen und diese schliesslich in die Ag- an ihnen vorüber; und siehe, es waren
der Hamas-Bewegung: «Wir beabsichti- gressionen gegen Israel hineinziehen: sehr viele auf der Fläche des Tales, und
gen die Errichtung eines pan-islamischen «Siehe, ich mache Jerusalem zu einer siehe, sie waren sehr vertrocknet.»

Mitternachtsruf > Dezember 2003 15


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• in einer Zeit, in der Israel als Nation
Brennpunkt Nahost wiederhergestellt ist.
• nach einer Zeit, in der alle Israelis in
relativer Sicherheit leben, doch
Hier wird die Situation des jüdischen die geistliche Wiedergeburt: «… aber es • bevor die Israelis den Geist Gottes
Volkes in der Diaspora, seine Zerstreu- war noch kein Odem in ihnen.» Wenn empfangen haben. Erst wenn der Herr
ung unter den Nationen beschrieben. sich bis hierhin alles buchstäblich erfüllt ihnen Sein Angesicht zeigt, das heisst
Die Völker sind sozusagen die «Gräber», hat, wird der allmächtige Gott auch das wiederkommt, erhalten sie den Geist:
worin sich Israel während 1800 Jahren noch Ausstehende erfüllen. «… ich werde mein Angesicht nicht
aufgehalten hat. Die Juden waren aus- Von der vierten Stufe spricht Hese- mehr vor ihnen verbergen, wenn ich
serhalb Israels als Nation tot (V 12 u. 21). kiel 37,9: «… er sprach zu mir: Weissa- meinen Geist über das Haus Israel aus-
Von der zweiten Stufe wird uns in ge dem Odem, weissage, Menschen- gegossen habe, spricht der Herr, Herr»
Hesekiel 37,7 berichtet: «Und ich weis- sohn, und sprich zu dem Odem: So (Hes 39,29).
sagte, wie mir befohlen war. Da entstand spricht der Herr, Herr: Komm von den Heute leben wir in der Endzeit, denn
ein Geräusch, als ich weissagte, und sie- vier Winden her, du Odem, und hauche Israel ist als Nation wiederhergestellt,
he, ein Getöse: und die Gebeine rück- diese Erschlagenen an, dass sie wieder und im Nahen Osten geht es derzeit um
ten zusammen, Gebein an Gebein.» lebendig werden!» Der Odem bzw. Geist einen Frieden zwischen Israel und den
Dieser Vers beschreibt den Zionismus Palästinensern. Sollte
um 1870. Die Juden begannen aus den diese Einigung zustan-
fünf Kontinenten in ihre Heimat, ins jü- de kommen, wird die-
dische Land, zurückzukehren – zunächst ser «Frieden» unter
im Unglauben, ohne den Geist. Das «Ge- Umständen gefährli-
räusch» und «Getöse» deutet auf die Un- cher als alle Kriege
ruhen unter den Nationen hin, die dazu vorher, steht doch ge-
führten, dass die Juden schliesslich zu- schrieben: «Wenn sie
rückkehrten. So führten die Pogrome in sagen: Friede und Si-
Russland 1882 zur ersten Einwande- cherheit! dann kommt
rungswelle von Juden aus Russland nach ein plötzliches Verder-
Eretz Israel. Später folgte die Dreyfus- ben über sie, wie die
Affäre: das «Geräusch», ein Jude betrei- Geburtswehen über
be Spionage. Dadurch angeregt, trat die Schwangere; und
1896 Theodor Herzel auf und gründete Mahmoud Abbas (r.), hier mit George Bush und Ariel Sharon, war sie werden nicht ent-
vorausschauend den Judenstaat. Dann Mitbegründer von Arafats Terrororganisation Fatah fliehen» (1.Thess 5,3).
kam es zum «Getöse» des Ersten Welt- Die mit «Gog aus dem
kriegs und der daraus entstehenden Bal- Gottes wird bei der Wiederkunft Jesu Lande Magog» mitziehenden Staaten
four-Deklaration, durch die den Juden über das jüdische Volk ausgegossen wer- könnten durchaus (wie z.B. Persien =
eine Heimstätte zugesichert wurde. den (vgl. Sach 12,10). Iran, Hes 38,5) islamische Länder sein,
Dann erfolgte das «Getöse» des um Israel – während eines Friedensbun-
insbesondere gegen die Juden gerichte- Der Überfall «Gogs» und seiner des – über Syrien anzugreifen, wie das
ten Zweiten Weltkriegs, wodurch immer in der Vergangenheit schon oft gesche-
mehr Juden in ihre Heimat, in den am
Scharen auf Israel hen ist (vgl. Dan 11).
14. Mai 1948 neu gegründeten jüdi- Bevor Israel den Geist Gottes emp-
schen Staat zurückkehrten. fängt, müssen die in Hesekiel 38 und 39
Die dritte Stufe wird uns in Hese- beschriebenen Ereignisse eintreten. In
Wie endet der Nahost-Konflikt?
kiel 37,8 beschrieben: «… ich sah, und Hesekiel 38,8 und 14-16 lesen wir: Die Nationen kommen nicht daran
siehe, es entstanden Sehnen an ihnen, «Nach vielen Tagen sollst du aufgeboten vorbei, von Gott gerichtet zu werden.
und Fleisch wuchs, und Haut zog sich werden; am Ende der Jahre sollst du in Weshalb? Weil sie Eretz Israel, das Land
über sie oben darüber; aber es war noch ein Land kommen, das vom Schwert wie- Gottes, «geteilt haben» (Joel 4,2). Nach
kein Odem in ihnen.» In diesem Bild derhergestellt, das aus vielen Völkern dem Willen der Nationen soll Eretz Isra-
sehen wir sehr deutlich, dass das Juden- gesammelt ist, auf die Berge Israels, die el aufgeteilt werden: der Grossteil soll
tum aus der Welt gesammelt wird und für lange Zeit zur Trümmerstätte gewor- zwar Israel verbleiben, aber auch die Pa-
einen Staat bildet, ohne an Gott zu glau- den waren; das ist aus den Völkern her- lästinenser sollen Land für einen eigenen
ben. Weder Theodor Herzl noch die Vä- ausgeführt worden, und sie wohnen in Staat erhalten. Auch der Antisemitismus
ter des neuen jüdischen Staates waren Sicherheit allesamt. … Wirst du dich an nimmt weltweit immer mehr zu. Wäh-
im biblischen Sinn an Gott gläubige jenem Tag, wenn mein Volk Israel in Si- rend sich zum Beispiel Frankreich wei-
Männer. Durch die Staatsgründung aber cherheit wohnt, nicht aufmachen und … gert, die Hamas in die Liste der Terror-
bekam Israel wieder ein Gesicht: Es gegen mein Volk Israel heraufziehen wie Organisationen aufzunehmen, wird das
wurde eine offizielle Körperschaft, eine eine Wolke, um das Land zu bedecken? «böse» Israel von fast allen Völkern be-
Nation und vom grössten Teil der Völ- Am Ende der Tage wird es gesche- schuldigt, die Palästinenser unberechtig-
ker als solche erkannt und anerkannt. hen …» terweise anzugreifen. Aber Gott weiss um
Bis hierhin ist die Weissagung Hese- Der Überfall «Gogs» auf Israel ge- die wahren Schuldigen, und Er ist treu:
kiels bereits geschichtlich erfüllt. Was schieht: «Gott hat sein Volk nicht verstossen, das
dem jüdischen Volk jetzt noch fehlt, ist • «am Ende der Tage …» er zuvor erwählt hat» (Röm 11,2).

16 Mitternachtsruf > Dezember 2003


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In Jesaja 24–27, der so genannten Nationen gehen, denn Gott selbst «wird der Befehl des Herrn in Bezug auf die
«kleinen Apokalypse», heisst es unter die Hülle verschlingen, die das Gesicht Fremden in Israel: «… es soll geschehen:
anderem: «Herr, deine Hand ist hoch er- aller Völker verhüllt, und die Decke, die Ihr sollt es als Erbteil verlosen unter euch
hoben (über die Nationen), sie wollen es über alle Nationen gedeckt ist» (Jes und den Fremden, die sich in eurer Mit-
nicht sehen» (Jes 26,11). Heute hat man 25,7). te aufhalten, die in eurer Mitte Söhne
manchmal den Eindruck, dass der Herr Anschliessend wird der Herr den Völ- gezeugt haben. Und sie sollen euch gel-
Seine Hand bereits erhoben hat (Erdbe- kern grösseren Segen als je zuvor sen- ten wie Einheimische unter den Söhnen
ben, Überschwemmungen, Trockenhei- den, und zwar durch Sein geliebtes Volk Israel. Mit euch sollen sie es als Erbteil
ten, Feuersbrünste, Unruhen und Unsi- Israel. Die Bibel sagt in Römer 11,12: durch das Los erhalten mitten unter den
cherheiten auf jedem Gebiet). Man sucht «Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Stämmen Israels. Und es soll geschehen,
dafür tausend Gründe, aber man will Welt ist und ihr Verlust der Reichtum der in dem Stamm, bei dem der Fremde sich
«nicht sehen», dass es von Gottes wegen Nationen, wie viel mehr ihre Vollzahl!» aufhält, dort sollt ihr ihm sein Erbteil
eine Warnung für die Menschheit ist. Im Nachdem der Grossteil des jüdischen geben, spricht der Herr, Herr» (Hes
gleichen Vers heisst es weiter: «Sehen Volkes Jesus verworfen hatte, geschah 47,22-23).
werden sie den Eifer um das Volk und der «Fall»: Jerusalem und der Tempel Aber nicht nur die Palästinenser (Phi-
zuschanden werden; ja, Feuer gegen dei- wurden im Jahr 70 n.Chr. von den Rö- lister) wird Gott am Ende der Tage seg-
ne Gegner wird sie verzehren.» Weil die mern zerstört und die Juden in alle Welt nen (vgl. auch Sach 9,7; Ps 60,10; Ps
Nationen sich gegen Gottes Volk Israel zerstreut. Dadurch, dass Gott den «Fa- 87,4-5), sondern auch Moab (Jer 48,47),
wenden, sind sie Seine Gegner, die Seine den» mit dem Volk Israel eine gewisse Amon (Jer 49,6), Ägypten (Jes 19,18-22)
Gerichte zu spüren bekommen. Sie wer- Zeit «fallen liess», und Assur/Syrien
den die Güte Gottes gegen Sein Volk Isra- wurde die Welt (Jes 19,23-25).
el sehen, aber es nicht sehen wollen. «reich». Denn so Nach dem Willen der In Bezug auf alle
Wenn die Gerichte der Offenbarung
auf die Erdenbewohner niedergegangen
konnte das Evangeli-
um von Jesus Chris-
Nationen soll Eretz Völker prophezeit
der Herr: «Dann
sind (Jes 26,21), wird der Herr Jesus bei tus zu allen Nationen Israel aufgeteilt wer- aber werde ich den
Seiner Wiederkunft den Feind schlagen:
«An jenem Tag wird der Herr mit sei-
gelangen und Seine
weltweite Gemeinde
den: der Grossteil soll Völkern andere, rei-
ne Lippen geben,
nem harten, grossen und starken entstehen. Wenn zwar Israel verblei- damit sie alle den
Schwert heimsuchen den Leviatan, die
flüchtige Schlange, und wird das Unge-
aber schon das Ge-
richt Gottes über Is-
ben, aber auch die Namen des Herrn
anrufen und ihm
heuer erschlagen, das im Meer ist» (Jes rael, die Zerstreuung Palästinenser sollen einmütig dienen»
27,1). Wer ist damit gemeint? Der Sa-
tan. Wo befindet er sich? Im Meer. Was
des jüdischen Volkes
in alle Welt, einen
Land für einen eige- (Zef 3,9).
Gott hat ge-
bedeutet das «Meer» im biblischen Sinn? solchen geistlichen nen Staat erhalten wusst, dass die Na-
Das Völkermeer der Nationen. In die- Reichtum bewirkt tionen das kleine
sem unruhigen Völkermeer, dessen Wel- hat, «wie viel mehr jüdische Volk ver-
len hoch und nieder gehen, hält sich der ihre Vollzahl!», wenn Gott sich wieder achten, schlecht machen und erniedri-
Leviatan, der Drache, die alte Schlange, Seinem Volk zuwendet, es als Seine Na- gen werden. Darum hat Er ihm schon
der Teufel auf (vgl. z.B. Offb 12,9) und tion annimmt und sie von neuem gebo- vor langer Zeit versprochen, dass Er
verführt die Nationen zu seinen Guns- ren werden! einmal allen Antisemitismus zum
ten gegen Israel, weil er die Wiederkunft Schweigen bringen wird: «Ich will dich
des Herrn verhindern will. Gott liebt auch die Palästinenser nicht mehr die Schmähung der Natio-
Aber der Herr Jesus wird wiederkom- nen hören lassen, und das Höhnen der
men und «ganz Israel errettet werden,
und die Araber Völker sollst du nicht mehr ertragen
wie geschrieben steht: ‹Es wird aus Zion Wenn wahre Christen aufgrund des müssen; und du sollst deine Nation nicht
der Erretter kommen, er wird die Gott- Wortes Gottes immer wieder hervorhe- mehr kinderlos machen, spricht der Herr,
losigkeiten von Jakob abwenden; und ben, dass Gott mit Israel einen ewigen Herr» (Hes 36,15).
dies ist für sie der Bund von mir, wenn und unverbrüchlichen Bund geschlossen Das letzte Wort zur Weltgeschichte
ich ihre Sünden wegnehmen werde›» hat, könnte leicht der Eindruck entste- wird Gott selbst sprechen. Für alle Völ-
(Röm 11,26-27; Jer 33,7-8). Dann wer- hen, als würden sie die Palästinenser und ker, Regierungen und Religionsgemein-
den die Nationen, die von Satan verführt arabischen Nationen hassen. Dem ist schaften ist das eine ernste Mahnung.
gegen Israel losgezogen sind, um es zu aber nicht so, denn wahre Christen wis- Aber auch uns persönlich soll die Tatsa-
vernichten, einen grossen Schrecken be- sen, dass der Sohn Gottes, Jesus Chris- che treffen, dass wir letztlich Gottes
kommen: «… sie werden zittern und tus, am Kreuz von Golgatha – aus lauter Wort Rechnung tragen müssen. Das soll-
beben über all das Gute und über all den Liebe – stellvertretend auch für die Pa- te uns ermutigen, uns vor Jesus Chris-
Frieden, den ich ihm (= dem Volk Isra- lästinenser und Araber gestorben ist. tus zu beugen, Ihm schon jetzt Recht zu
el) angedeihen lasse» (Jer 33,9). Die Doch der heutige Nahostkonflikt zwi- geben und unser Leben Ihm anzuver-
Nationen werden staunend erschrecken, schen Arabern, Palästinensern und Ju- trauen. ■
dass es Gott tatsächlich gibt, dass Sein den ist einfach eine Tatsache, der Rech-
Wort doch Recht gehabt hat und dass Er nung getragen werden muss. 1
ethos, Nr. 11/02
Seine Zusagen gegenüber Seinem Volk Wenn Jesus Christus wiedergekom- 2
Maarif, 31.10.02
vollumfänglich eingehalten hat! Dann men ist und den Tempel des Tausend- 3
nai Newsletter, 26.12.01
wird eine gesegnete Bewegung durch die jährigen Reiches aufgerichtet hat, lautet 4
Ludwig Schneider, Brennpunkt Jerusalem

Mitternachtsruf > Dezember 2003 17


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Aus der Arbeit des Mitternachtsruf
«Bis hierher hat uns der Herr im russischen Sprachraum weiter, und
zwar von der Ukraine und Ungarn aus.

geholfen» (1.Sam 7,12) Wir haben in Russland zwei grosse Ge-


genspieler: die russisch-orthodoxe Kir-
che und den Islam. Trotz allem bekom-
Ungarn, Ukraine und Russland ge abgemagerte Kinder gesehen, die auf men wir immer wieder ermutigende
der Strasse leben; sie haben meistens Briefe von gesegneten Lesern und Le-
weder etwas zu trinken noch zu essen. serinnen. Aus Usbekistan erreichten uns
Ungarn Für einige von ihnen haben wir es in von einem Glaubensbruder folgende Zei-
diesem Jahr möglich gemacht, in ein len:
Zuerst möchten wir auf diesem Wege Ferienlager zu gehen, wo sie genug zu «Liebe Geschwister, bis heute habe
allen unseren Betern und Gebern ganz essen und zu trinken und vor allem das ich erst zwei Ausgaben des ‹Mitternachts-
herzlich danken, insbesondere denjeni- froh- und freimachende Evangelium von ruf› gelesen. Aber meines Erachtens ist
gen, die regelmässig an uns denken. Jesus Christus zu hören bekamen. Über Ihre Zeitschrift die einzige in russischer
In letzter Zeit läuft unsere Druckerei 30 Kindern haben wir an dieser Freude Sprache, die kompromisslos die Wahr-
auf Hochtouren. Gerade fertig geworden teilhaben lassen können. heit verkündigt. Ich lese auch verschie-
Wir wagen gar nicht daran zu dene andere christliche Zeitschriften, die
denken, wie schwer es für diese mich aber für die Ökumene und für ihre
Kinder sein wird, die Schule zu ‹christliche› Humanität gewinnen wol-
besuchen. Denn viele Lehrer und len. Im ‹Mitternachtsruf› aber werde ich
Lehrerinnen haben schon mehre- mit Tatsachen konfrontiert, die mit der
re Monate keinen Lohn mehr er- Bibel übereinstimmen.
halten. Und wer bezahlt die Schul- Heute gibt es immer weniger Chris-
bücher usw.? Die meisten Eltern ten, die gegenüber Israel und dem Ge-
können dafür kein Geld aufbrin- schehen im Nahen Osten eine gesunde
gen. Bitte denken Sie in Ihren Einstellung haben. Auch diese tritt in Ihrer
Gebeten auch an diese grosse Not. Zeitschrift klar hervor. Und genau das
In Jesu Namen vielen Dank! ist auch meine Überzeugung, dass wir
den Juden bzw. Israelis helfen sollen.
Russland Darüber hinaus möchte ich Ihnen auch
Die Druckerei in Budapest für die gelungene Gestaltung des ‹Mit-
Trotz vielfacher und sehr schwie- ternachtsruf› ein Lob aussprechen. Nur
riger Umstände geht unsere Arbeit weiter so!» P.A. in T. ■ E.N.
sind einige neue Bücher der Faktenreihe
und die Broschüre «Biblische Taufe» von
Wim Malgo. Auch das von Norbert Lieth
verfasste Gratisbuch «Warum es sich
lohnt, Christ zu sein» in Arabisch sowie
das neue Andachtsbuch «1 x täglich»
wurde hier gedruckt.
«Seid stark, und euer Herz fasse Mut, ihr
Vor einigen Monaten haben wir als
ungarisches Missionswerk Mitternachts-
alle, die ihr auf den Herrn harrt!» (Ps 31,25)
ruf erfolgreich an einer missionarischen
Ausstellung teilgenommen. Wir konnten Prophetische Konferenzen Ende Oktober in Brasilien
über 4 000 Bücher verkaufen und meh-
rere tausend Zeitschriften sowie über

D
ie zwei Konferenzen unseres Mis- na Grande, im Nordosten Brasiliens ge-
40 000 Verteilschriften weitergeben. sionszweiges in Brasilien standen legen, stand auf dem Plan (27.–
Zudem konnten wir da auch mit Chris- diesmal unter dem Thema: «Die 30.10.2003). Diese Stadt ist etwa zwei-
ten aus aller Welt Kontakte knüpfen, un- Aktualität biblischer Prophetie.» Dabei einhalbtausend Kilometer von Sao Paulo
ter anderem auch mit Gläubigen, die waren die Tage in Serra Negra (in der entfernt. Wir flogen zunächst nach Reci-
unter Moslems arbeiten. Nähe von Sao Paulo, 22.–25.10.2003) fe und fuhren von dort aus mit einem
schon fast «Routine», waren wir doch Kleinbus drei Stunden landeinwärts. –
bereits das fünfte Mal dort. Über 400 Würden wohl auch diese Konferenztage
Ukraine Personen hatten sich dafür angemeldet. gut besucht sein? Würde Interesse am
In diesem Land leben immer noch Alle hörten aufmerksam zu und beteilig- Generalthema bestehen? Und würde die-
sehr viele arme Menschen. Viele Eltern ten sich innerlich engagiert. ser Glaubensschritt – der auch eine fi-
sind arbeitslos und können ihren Kin- Diesmal wagten unsere Missionsge- nanzielle Herausforderung war – durch
dern nicht einmal das Nötigste geben. schwister aus Porto Alegre aber zusätz- die Gnade des Herrn gesegnet und bestä-
Schon letztes Jahr haben wir nicht weni- lich noch einen neuen Vorstoss: Campi- tigt werden?

18 Mitternachtsruf > Dezember 2003


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förmlich bestürmt und das Inte- den wachsen, doch fehlt ihnen weiter
resse an der biblischen Prophe- führende, biblisch fundierte Literatur.
tie war enorm. Viele junge Hier erfüllt unsere Missionsdruckerei in
Christen hatten sich frei genom- Porto Alegre einen grossen, von Gott ge-
men, um an der Konferenz teil- gebenen Auftrag. Sie sorgt für evangelis-
nehmen zu können. tisches Material, das den Christen Brasi-
Nicht nur des guten Besuchs liens zur Verbreitung des Evangeliums
in den Versammlungen wegen dient. Doch gerade auch von der Litera-
tur, die die biblische Heilsleh-
re, das Wiederkommen Jesu,
Heiligung und einen Blick für Is-
Norbert Lieth bei einem Radiointerview rael vermittelt, wird sehr viel
Gebrauch gemacht. Darüber hi-
naus ist das Internet in Brasili-
Campina Grande ist eine Stadt mit en, wie kaum in einem ande-
rund 500 000 Einwohnern; sie gilt als ren Land, ein geeignetes Kom-
äusserst christlich geprägt. Das konnten munikationsmittel zur Verbrei-
wir vor Ort mit eigenen Augen sehen. tung der christlichen Botschaft,
Man stelle sich eine Stadt in Deutsch- das unsere Mitarbeiter eifrig ein-
land oder der Schweiz in dieser Grösse setzen.
vor, in der einem auf der Strasse immer Grosser Andrang am Büchertisch Wir wollen ganz bewusst dem
wieder Menschen mit Bibeln unter dem Herrn danken, der Gnade zu die-
Arm begegnen – oder Menschen, die T- wurden wir sowohl in unserer Arbeit als sen beiden Konferenzen schenkte. Dan-
Shirts tragen, auf denen christliche Tex- auch in unserem Auftrag sehr ermutigt. ken wollen wir aber auch allen Missi-
te oder Bibelverse aufgedruckt sind. Man Nein, auch mündlich wurde uns gesagt, onsfreunden, die unseren Auftrag mit auf
stelle sich vor, in ein Schuhgeschäft zu wie wichtig die Aufgabe des Mitter- dem Herzen tragen und für das Missi-
gehen und sogleich festzustellen, dass der nachtsrufs in Brasilien sei. Die Gemein- onswerk beten. ■ N.L.
Verkäufer ein an Jesus gläubiger Christ
ist; oder dass man von der Polizei an
einer Strassensperre angehalten wird und
der Polizist sich als Christ zu erkennen
gibt, der sogar auf unserer Konferenz
war! Am laufenden Band sah man Autos Konferenz über das prophetische Wort
mit biblischen Aufschriften oder dem
Aufruf, Christus zu folgen und an Ihn zu in Bad Windsheim, Deutschland
glauben.
In unserer Hotel-Unterkunft traf eine Erstmals auch in Europa
ca. 15-köpfige Abordnung des brasilia-
nischen Staatssicherheitsdienstes ein, als n Nord- und Südamerika werden vom biblischer Prophetie.» Die drei Redner,
Schutz für den Präsidenten, der in weni-
gen Tagen Campina Grande besuchen
wollte. Es dauerte nicht lange, bis wir
mit einem der Sicherheitsbeamten ins
I Missionswerk Mitternachtsruf schon jeder ein Experte auf seinem Gebiet,
seit Jahren solche Konferenzen durch- verstanden es in hervorragender Weise,
geführt (s. Bericht oben). Dass sich ein uns die Zeichen der Zeit durch die Kraft
solches Wochenende auch in Eu-
Gespräch kamen. Er erzählte uns, dass ropa so bestätigen würde, hat uns
er neun Jahre lang den «Mitternachts- sehr ermutigt.
ruf» erhalten hätte und ihm diese Zeit- Vom 17.–19. Oktober 2003
schrift unter anderem in Bezug auf Isra- fanden sich in Bad Windsheim (D)
el sehr gedient habe. Bald darauf stellte insgesamt 250 Personen ein, um
er uns einem Pressemann der Regierung acht Vorträge über biblische Pro-
vor, der sich ebenfalls zu Jesus bekann- phetie zu hören. Redner waren
te. Dr. theol. Roger Liebi, Dr. theol.
Die christlichen Gemeinden vor Ort Lothar Gassmann und Norbert
sind äusserst aktiv und wachsen sehr. Sie Lieth.
nutzen jede Gelegenheit, um das Evan- Für uns als Missionswerk Mit-
gelium zu verbreiten und waren uns in ternachtsruf war die Offenheit
der Organisation der Konferenz eine sehr 250 Zuhörer fanden sich in Bad Windsheim ein
und das Interesse für biblische
grosse, praktische Unterstützung, denn Prophetie wie ein Wink vom
sie scheuten keine Mühe. Sehr schnell Herrn, auch in Europa noch mehr sol- des prophetischen Wortes vor Augen zu
und fast nebenbei hatten sie zwei Radio- che Konferenzen zu organisieren. führen. Mehr als je zuvor müssen wir
interwievs, drei Fernsehinterwievs und Das Konferenzhotel in Bad Winds- den Mitternachts-Ruf verkündigen: «Der
ein Zeitschrifteninterwiev für uns orga- heim war total ausgebucht. Von allen Bräutigam kommt. Geht aus, ihm
nisiert. Vorträgen wurden Kassetten hergestellt, entgegen!»
Unsere Versammlungen in Campina die die Teilnehmer anschliessend käuf- Im kommenden Jahr, so Gott will und
Grande waren ausserordentlich gut be- lich erwerben konnten. Davon wurde wir leben, werden wir vom 19.–21. No-
sucht, obwohl pro Tag fünf Vorträge ge- rege Gebrauch gemacht. Das General- vember 2004 wieder ein Konferenz in
halten wurden. Der Büchertisch wurde thema lautete: «Die Weltlage im Licht Bad Windsheim durchführen. ■ C.M.

Mitternachtsruf > Dezember 2003 19


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Fragen – Antworten
Berufen, aber solchen, die tatsächlich die Einladung
angenommen haben, gegenüber.»
derjenige, der sucht, finden soll (Mt 7,8).
Das will nicht heissen, dass dann sogleich

wenige auserwählt? Mit anderen Worten: Alle Menschen


sind eingeladen, die Erlösung durch Je-
alle Fragen beantwortet werden. Dies ist
uns nämlich erst für den Augenblick ver-
sus Christus anzunehmen, um so dem heissen, wo wir mit Jesus in der Herr-
Frage: In Matthäus 22,14 steht Zorn Gottes zu entrinnen, der die Sünde lichkeit vereint sein werden (Joh 16,23).
geschrieben: «Denn viele sind berufen, strafen muss, weil Er heilig und gerecht Heute aber leben wir noch in einer Zeit,
aber wenige sind auserwählt.» Können Sie ist. Aber nur wenige Menschen nehmen wo Dinge geschehen, die man nie ge-
mir das erklären? Warum kommen nur dieses wunderbare Geschenk an. Über ahnt, geschweige denn sich hätte vorstel-
wenige zur Auswahl und was ist mit den dem Leben solch begnadigter Menschen len können. Es sind dies im Endeffekt
übrigen Berufenen? steht «auserwählt», und zwar auserwählt die tragischen Folgen dessen, dass sich
vor Grundlegung der Welt. So schreibt ein Grossteil der Menschheit von Gott
ie Elberfelder Studienbibel gibt das und Seinen Geboten losgesagt hat.

D
es Paulus an die Epheser: «… wie er uns
im Urtext verwendete griechische in ihm auserwählt hat vor Grundlegung Dennoch: Unser fragendes Herz kann
Wort für «berufen» mit «berufen, der Welt, dass wir heilig und tadellos vor schon heute zur Ruhe kommen, wenn wir
eingeladen, ernannt» wieder und bezieht ihm seien in Liebe, und uns vorherbe- uns im Glauben an den Einen klammern,
sich dabei auch auf ein anderes griechi- stimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus an den sich auch die Söhne Korachs und
sches Wort, das die Bedeutung von «ru- Christus für sich selbst nach dem Wohl- viele andere geklammert haben. Bitte le-
fen, nennen» hat. Sie erklärt zu: gefallen seines Willens» (Eph 1,4-5). Gott, sen Sie nur einmal Psalm 46. Überhaupt
«Es (= dieses Wort) bezeichnet jeman- für den es weder Raum noch Zeit gibt, ist es lohnenswert, mit diesen Fragen im
den, der in ein Amt berufen oder zu et- wusste nämlich von Ewigkeit her, dass Hinterkopf die Psalmen zu lesen! Wie oft
was ernannt ist (Röm 1,1; 1.Kor 1,1). es nicht die breite Masse sein wird, die haben sich die Psalmdichter zu der Glau-
Die Berufenen sind diejenigen, die den auf Sein Liebesangebot eingeht, sondern benshaltung durchgerungen: «Herr, auch
göttlichen Ruf, die göttliche Einladung nur wenige, und diese bezeichnet Er als wenn ich vieles nicht verstehe, wenn ich
angenommen und sich unter Gottes Auserwählte. ■ E.V. sogar Dich oft nicht verstehe, will ich doch
Heilswillen gestellt haben (Röm 1,6f.; an Dir festhalten und Dir vertrauen.»
8,28; 1.Kor 1,2.24; Jud 1); in Offenba- Glaube ist eben keine Sache des Intellekts,
rung 17,14 heisst es, dass sie ausserdem sondern des Herzens!
noch Auserwählte sind. In Matthäus
22,14 stehen viele Berufene oder Einge- Ängste der Es stimmt: Viele möchten heute Zei-
chen sehen. Das war auch zur Zeit Jesu
ladene wenigen Auserwählten, das heisst,
Menschen nicht anders. Der Herr Jesus gab in die-
ser Hinsicht den Pharisäern und Saddu-
zäern eine sehr ernste Antwort, als sie
Frage: Ich suche Antworten auf die zu Ihm kamen, Ihn versuchten und Ihn
In eigener Sache Ängste der Menschen. Ich bekam zum aufforderten, sie ein Zeichen vom Him-
Beispiel ein Schreiben, worin unter ande- mel sehen zu lassen: «Des Abends sprecht
Bitte beachten Sie, rem stand: «Herr, Herr, wo bist Du? Nimmst ihr: Es wird ein schöner Tag werden,
Du die Geschehnisse in deinem Heiligen denn der Himmel ist rot. Und des Mor-
• dass unsere Abonnementsrech-
Land überhaupt noch wahr? gens sprecht ihr: Es wird heute ein Un-
nungen für das Jahr 2004 in diesen
Warum lässt Du so viele verschiedene wetter kommen, denn der Himmel ist rot
Tagen verschickt werden. Wir sind
und trübe. Über das Aussehen des Him-
Ihnen dankbar, wenn Sie erst nach Religionen zu, wenn es nur Dich geben soll?
mels könnt ihr urteilen; könnt ihr dann
deren Empfang bezahlen. Sie Die Menschen wollen ein Zeichen! Gib es nicht auch über die Zeichen der Zeit
erleichtern uns damit die Arbeit. ihnen!» urteilen? Ein böses und abtrünniges Ge-
• dass unsere Büros zwischen schlecht fordert ein Zeichen; doch soll
Weihnachten und Neujahr geschlos- ragen wie diejenigen, die Ihnen ge- ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei
sen sind.
• dass sich das Erscheinungsdatum
des «Mitternachtsruf» aus organisa-
torischen Gründen geringfügig
F stellt wurden, haben schon die Söh-
ne Korachs (auch Söhne Korahs ge-
nannt) beschäftigt, vgl. zum Beispiel
denn das Zeichen des Jona. Und er liess
sie stehen und ging davon» (Mt 16,2-4).
Abschliessend: Sie können die Fragen
Psalm 44. Solche Fragen weisen auf ein Ihrer Bekannten nicht beantworten, aber
ändern wird. suchendes, zweifelndes und – Sie können ihnen Mut machen, eine
Wir wünschen Ihnen eine hoffentlich! – um Wahrheit ringendes konkrete Entscheidung zu treffen, näm-
gesegnete Advents- und Weih- Herz hin. Wenn dieses Suchen nämlich lich die, dem allmächtigen Gott und Sei-
nachtszeit! aufrichtig ist, dann antwortet Gott, denn nem Wort zu glauben und Ihm zu ver-
Ihr Mitternachtsruf Er hat verheissen, dass Er es den Auf- trauen! Wir wünschen Ihnen viel Gnade
richtigen gelingen lässt (Spr 2,7), und dass dazu! ■ E.V.

20 Mitternachtsruf > Dezember 2003


Wer ist der erste

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Reiter in
Offenbarung 6?
Frage: Über den ersten Reiter in
Offenbarung 6,2 lesen wir: «Ich sah, und
siehe, ein weisses Pferd. Und der darauf
sass, hatte einen Bogen, und ihm wurde
eine Krone gegeben, und er zog aus
sieghaft und um zu siegen.» Ich las in der
Broschüre «Explosive Endzeit» von Norbert
Lieth, man könnte bei der Beschreibung
des Tieres an die UNO denken, weil diese
den Anspruch auf Reinheit, Frieden,
Sicherheit und Gerechtigkeit erhebe und
weil ihre Farbe Weiss sei. (Man beachte,
dass dies nicht als Tatsache, sondern als
Möglichkeit aufgezeigt wurde, d. Red.)
Meine Meinung dazu: In der Bibel ist das
Pferd oft ein Sinnbild des Krieges (Ps 20,7;
Spr 21,31; Jes 31,1). Das strahlende Weiss
dieses Pferdes deutet auf makellose
Heiligkeit hin (vgl. Offb 1,14; 4,4;
7,9; 20,11). Das ist sehr passend, denn es Erst am Ende der tausend Jahre wird diese Welt vernichtet und ein neuer Himmel und eine neue Erde
veranschaulicht eine Kriegsführung, die in geschaffen
Jahwes heiligen Augen rein und gerecht ist
(siehe auch Offb 19,11.14). des Herrn mit Kronen auf ihren Häuptern zeit. Ich denke auch nicht, dass Jesus
Wer also ist der Reiter dieses Pferdes? sieht, sind Jesus und die Klasse, die durch das erste Siegel öffnet, um sich selber zu
Er hat einen Bogen, also eine Angriffswaffe, die 24 Ältesten dargestellt wird (Dan 7,13; zeigen. Vielmehr beginnt mit diesem
und es wird ihm auch eine Krone gegeben. 14,27; Lk 1,31-33; Offb 4,4.10; 14,14). Es ersten Siegel die Gerichtszeit des Tages
Die einzigen Gerechten, die man am Tag des Herrn über diese Erde.
ist unwahrscheinlich, dass einer der 24
Die Macht der Person auf dem weis-
Ältesten so dargestellt würde, als empfange sen Pferd ist zudem auch nicht mit der
er aufgrund seines eigenen Verdienstes eine alles überragenden Allmacht des Herrn
LITERATUREMPFEHLUNG

Krone. Somit kann dieser Reiter niemand Jesus Christus zu vergleichen. Denn die-
anders sein als Jesus Christus. ser Person wird ein Bogen und ein Sie-
Norbert Lieth geskranz gegeben, während Jesus Chris-
Explosive s freut mich sehr, dass Sie nicht nur tus die Krone der Herrlichkeit besitzt,

Endzeit
■ Broschüre, 52 Seiten
E Zeitschriften, Broschüren und Bü-
cher lesen, sondern sich auch selbst
eine Meinung bilden, alles prüfen und
und zwar von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und
überdies glaube ich auch nicht, dass un-
sere Welt durch einen Krieg – schon gar
nicht durch einen Atomkrieg – vernich-
Bestell-Nr. 18785
das Gute behalten wollen. Des Weiteren
CHF 5.50, EUR 3.50 freue ich mich auch darüber, dass Sie tet wird. Unsere Weltzeit wird zwar
am prophetischen Wort interessiert sind, durch eine grosse Trübsal gehen und kräf-
was ganz besonders in unserer Zeit sehr tig geschüttelt werden, so sehr, dass
wichtig ist. wahrscheinlich am Ende der Trübsalzeit
Nun aber zu Ihrer Ansicht hinsicht- nur noch ein Viertel der Menschheit
lich des ersten Pferdes in Offenbarung 6. übrig bleiben wird. Aber dann wird der
Natürlich ist unsere Erkenntnis Stück- Herr Jesus Christus wiederkommen, um
werk und ich möchte keinesfalls behaup- Gericht zu halten und um Sein Friedens-
ten, dass ich die Wahrheit für mich ge- reich hier auf dieser Erde aufzurichten.
pachtet hätte. Dennoch glaube ich nicht, Erst am Ende der tausend Jahre wird die-
dass mit diesem ersten Reiter auf dem se Welt vernichtet und ein neuer Him-
weissen Pferd der Herr Jesus Christus mel und eine neue Erde geschaffen. Zu-
gemeint ist, und zwar aus dem Grund, sammenfassend muss ich also sagen, dass
weil Er ja selbst Derjenige ist, der dieses ich persönlich nicht glauben kann, dass
erste Siegel öffnet! Mit diesem ersten Sie- der erste Reiter in Offenbarung 6 Jesus
gel beginnen die Gerichte der Trübsal- Christus ist. ■ N.L.

Mitternachtsruf > Dezember 2003 21


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Vorschau Dir kann nur Jesus helfen
Die nächste Ausgabe erscheint am
23.12.2003, mit u.a. diesem Thema*:
«Der Süd-Irak im Fokus der
Prophetie» «Wir sind so froh, dass du gekommen bist!»
*Änderung vorbehalten
Wieder war es Weihnachten geworden. Überall schien der Geist der Freude und des Gebens
eingezogen zu sein. Doch in der Familie Braun fehlte dieser Geist. Herr Braun war vier Monate
Impressum lang sehr krank gewesen. Es würde keine Geschenke für die Kinder geben, und die Schränke
waren leer.
Missionswerk und Verlag Mitternachtsruf Die fünf kleinen Kinder drückten ihre schmalen Gesichter gegen die Fensterscheiben und
www.mitternachtsruf.ch warteten verlangend den ganzen Tag über auf etwas. «O, wenn nur jemand käme!», seufzten
GRÜNDER Wim Malgo (1922-1992) sie. Allmählich ging der Heilige Abend zu Ende, aber es war immer noch niemand gekommen.
VORSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth, Conno Malgo, Jonathan Endlich legte die Mutter ihre enttäuschten Kleinen zu Bett, und bald waren sie eingeschlafen.
Malgo
SCHWEIZ Mitternachtsruf, Eichholzstr. 38, 8330 Pfäffikon ZH, Es war Weihnachtstag, und wieder nahmen fünf kleine Gesichter ihren Wachtposten am
Tel.: (0041) 01 952 14 14 Fenster ein. Die Mutter betete ernstlich, dass Gott doch etwas Nahrung für die Kleinen und
DEUTSCHLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.,
Kaltenbrunnenstr. 7, 79807 Lottstetten, Tel.: (0049) 07745 8001 ihren kranken Mann senden möge.
ORGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich. Er ist ausser- Der Tag war schon beinahe vergangen, als es an der Haustür klopfte. Dachte doch jemand
dem in englischer, französischer, holländischer, italienischer, por-
tugiesischer, rumänischer, spanischer, tschechischer und ungari- an sie? Da stand ein freundlicher Mann vor der Tür mit einem Korb voller Nahrungsmittel und
scher Sprache erhältlich.
mit Geschenken für alle.
REDAKTION (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01 952 14 16,
Fax: (0041) 1 952 14 05, E-Mail: redaktion@mnr.ch, Mitarbeiter: Die Kinder schlangen ihre Arme um seinen Hals und jubelten: «Wir sind so froh, dass du
Brigitte Hahn, Friedgard Huber, Werner Huber, Elke Lieth, Norbert
Lieth, Conno Malgo (Ltg.), Elsbeth Vetsch gekommen bist! Wir dachten, es denke niemand an uns!»
LAYOUT (Adresse Schweiz) E-Mail: layout@mnr.ch, Mitarbeiter: Vor beinahe 2 000 Jahren befand sich eine andere Familie in tiefer Not. Ihr Fall schien
Walter Dürr, Daniel Malgo, Jonathan Malgo, Stephan Nabulon,
Fredy Peter hoffnungslos zu sein. Dann, gerade im rechten Augenblick, kam eine Gabe, die Freude, Friede
SEELSORGERLICHE FRAGEN (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01 und Hoffnung brachte. Mit dieser Familie meine
952 14 08, E-Mail: seelsorge@mnr.ch, Mitarbeiter: Werner Huber,
Marcel Malgo, Samuel Rindlisbacher, Elsbeth Vetsch, ich die ganze Menschheit. Während 4 000 Jahren
VERLAG, ABONNEMENTE UND ADMINISTRATION (Adressen hatten die Menschen gerungen und sich nach et-
Schweiz und Deutschland siehe oben) Tel. Schweiz: 01 952 14
15, Fax Schweiz: 01 952 14 11, Tel. Deutschland: 07745 8001, was Besserem ausgestreckt, und dennoch wurde
Fax Deutschland: 07745 201, Tel. alle anderen Länder: 0041 1
952 14 15, Fax alle anderen Länder: 0041 1 952 14 11, E-Mail: die Finsternis immer dichter.
verlag@mnr.ch, Mitarbeiter: Hannelore Dölker, Ruth Dölker, Dann kam die Gabe. «Als aber die Zeit erfüllt
Martina Lang, Thomas Lieth, Elishevah Malgo, Marianne Malgo,
Peter Malgo, Wanda Malgo, Susanne Peter, Beatrice Rindlisba- war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer
cher, Stephan Rindlisbacher, Esther Roos
ISRAELREISEN (Adresse Schweiz) Tel: (0041) 01 952 14 18,
Frau und unter das Gesetz getan» (Gal 4,4). Sie
Fax: (0041) 01 952 14 19, E-Mail: reisen@beth-shalom.ch, Mit- nannten Ihn Jesus, «denn er wird sein Volk retten
arbeiter: Fredy Peter, Fredi Winkler (Haifa, Israel)
BUCHHALTUNG (Adresse Schweiz) E-Mail: buchhaltung@mnr.ch,
von ihren Sünden» (Mt 1,21).
Mitarbeiter: Wafa Malgo; Treuhandstelle: HWT, 8305 Dietlikon Vor dieser Zeit war die Wahrheit der Erlösung
STUDIO (Adresse Schweiz) E-Mail: studio@mnr.ch, Mitarbeiter:
Govert Roos, Nathanael Winkler der Welt unbekannt. Als der Herr Jesus kam, konn-
ALTERS- UND PFLEGEHEIM ZION Ringwiesenstr. 14, 8600 te Er sagen: «Ich bin der Weg und die Wahrheit
Dübendorf, Tel: (0041) 01 821 32 00, Fax: (0041) 01 821 59
61, E-Mail: post@altersheim-zion.ch, Heimleitung: Walid und und das Leben; niemand kommt zum Vater denn
Astrid El Khouri, Mitarbeiter: Ursula Dürr, Walter Dürr durch mich» (Joh 14,6). Die ganze Welt ist geist-
HOTEL BETH-SHALOM P.O.Box 6208, Haifa-Carmel 31061, Isra-
el, Tel: (00972) 04 8373 480, Fax: (00972) 04 8372 443, E- lich tot «durch Übertretungen und Sünden» (Eph 2,1). Jesus rief aus: «Wer mein Wort hört und
Mail: mail@beth-shalom.co.il, Leitung: Fredi und Beate Winkler glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht,
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