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rau 9: we rrinzessin aur dem titelblatt Die niedersachsische Boulevardzeitung ,Das Blatt, die von] |der B-GmbH verlegt wird, berichtet fast taglich Uber das gla- mourdse Geschehen an den Kénigshéfen Europas. Bei den| Lesern des Blattes st6Bt diese seichte, unterhaltende, aber| inhaltlich wenig tiefgriindige Hotberichterstattung _auch| immer aut reges Interesse. Eines Tages veréffentlicht .Das| Blatt" aut der Titelseite einen Artikel Uber die angeblich be-| vorstehende Hochzeit der Prinzessin C und die darauf be-| Zogenen Vorbereitungen der Bewohner eines kleinen siid-| franzésischen Dorfes, in dem die Hochzeit stattfinden soll. Die Prinzessin C ist mit ihrem ,Singleleben* jedoch ganz zu-| frieden und hegt daher nach eigener Aussage auch keine| Hochzeitsabsichten. Sie verlangt deshalb vom Verleger des \Blattes", der B-GmbH, den Abdruck einer Gegendarstel- lung. Diese soll ebenfalls auf der Titelseite mit gleicher| ‘Schrift und unter Hervorhebung des Wortes ,Gegendar. [stellung” in der nachsten fr den Druck noch nicht abge- Ischlossenen Ausgabe des Biattes erscheinen, ‘Als die B-GmbH dieser Autforderung nicht nachkommt, wen- et sich die C an das zustindige Landgericht. Gestiitzt aut \den presserechtlichen Gegendarstellungsanspruch aus § 11 NdsPresseG ordnet dieses darauthin an, dass die B-GmbH| ‘eine Gegendarstellung auf der Titelseite des Blattes in der| igeforderten Form abzudrucken habe. Die B-GmbH halt die- [se Entscheidung jedoch far grob vertassungswidrig. thre |publizistischen Aktivitaten seien schiiefilich durch die grund- Irechtich gewahrleistete Pressefreiheit geschiltzt. Schon| \deshalb kénne ein Gericht nicht bestimmen, wie die| kGinftigen Titelseiten des .Blattes" auszusehen hatten. Ob, 'wann und wo die B-GmbH eine Gegendarstellung abdrucke | iege deshalb ganz allein in ihrem Ermessen. \Nach Erschépfung des zivilprozessualen Rechtsweges er-| hebt cio B-GmbH schliesich gegen die letztinstanaliche Ent. 'scheidung Verfassungsbeschwerde wegen Verletzung ihrer| ‘durch Art. 5 | 2 GG gewahrleisteten Pressetreiheit. Die C ist ‘davon Gberzeugt, dass auch die Verfassungsbeschwerde| lerfolglos bleiben wird; schlieBlich schutze die Pressefreiheit nur die qualitativ hochwertige Presse, nicht hingegen die [Boulevardpresse, die auBer ,glamourésen Lagenmarchen Inichts far den offentlichen Meinungsbildungsprozess beitra- Igen k6nne. Frage: Hat die Verfassungsbeschwerde Aussicht aut Erfolg’ § 11 NdsPresseG 1) Dor veratwertiche Redakeur und dr Vries snes perish Slacete and vorpteo, sine Cogendastoung cer Person oS Stole rm Abou fu ng, Go drone in Gor Orono stot Tasachenbohauptong boroton 1 nsonang ft 3) Die Gegondarstlung muss n dr vom Zigang dor Einsondung gordo, 1 don Grck met abpeschlssenen Numer in dom dlohon Meiidos Orcswes tnd mt gener Sct we dr beansancte Tex cere Eiechatungen und Wegiassungenabgecroct werd: A) ist er Gogentnsiotngsansrch vrgebich gland gomacht or Len ‘so wt ee Darcontzung dr erste Rocio oops fat rag es Svotonen tam Gas Garett anon, dss er ran [rns Reda urd Veron in dt Farm des hosazes 9 ine Go|