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Die neue WU-Richtlinie des DAfStb

Dr.-Ing. Christoph Alfes


Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e.V., Berlin

Potsdam; 22.02.2018
2018-02-22 DAfStb-WU-Richtlinie Dr. Christoph Alfes 1
Gliederung

1 Einleitung
2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
7 Ausblick und Zusammenfassung

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Gliederung

1 Einleitung
2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
7 Ausblick und Zusammenfassung

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1 Einleitung

• DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“


Erste Ausgabe: November 2003
Erläuterungen: DAfStb-Heft 555, erschienen 2006

• WU-Richtlinie gilt heute als anerkannte Regel der Technik

• Grund der Überarbeitung:


- Normung im Betonbau wurde fortgeschrieben
(z.B. bauaufsichtliche Einführung des Eurocode 2);
- über 10 Jahre gesammelte Erfahrungen mit
WU-Betonbauwerken;
- hochwertige Nutzung: bisher in der Praxis oft angewendete
Bemessungskonzepte (Entwurfsgrundsatz b „Begrenzung der
Rissbreite“ für Selbstheilung) nicht zielführend.

• Neuausgabe als „Ausgabe Dezember 2017“


Erhältlich im Beuth-Verlag Berlin

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Gliederung

1 Einleitung
2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
7 Ausblick und Zusammenfassung

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2 Anwendungsbereich
• Anwendungsbereich
Allgemeiner Hoch- und Wirtschaftsbau für teilweise oder
vollständig ins Erdreich eingebettete Untergeschosse und
für Dächer aus Beton ohne zusätzliche Abdichtung.

Grundsätzlich auch für andere Betonbauwerke (Becken und


Behälter) anwendbar.

Nicht gültig im Allgemeinen für Bauwerke des Ingenieurbaus


im öffentlichen Brücken- und Tunnelbau oder im Wasserbau
Foto: Alfes
(Regelwerke wie ZTV-ING oder ZTV-W gelten).

• Begriffe angepasst:
Bisher: „Weiße Wanne“ und „Weiße Dächer“,
als Abgrenzung zu bituminös abgedichteten
(„Schwarze Wanne“) oder mit Bentonit
abgedichteten Bauwerken („Braune Wanne“)
Neu: „WU-Wanne“ und „WU-Dach“
Foto: Flohrer
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2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
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3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft

• Die WU-Richtlinie enthält ergänzende Regelungen zur Sicherstellung der


Gebrauchstauglichkeit mit der besonderen Anforderung an die
Wasserundurchlässigkeit. Kernbereich

Kapillarbereich Diffusionsbereich
• Wassertransportmodell gilt noch Druckwasserbereich


Feuchteabgabe
• Biegedruckzone Wassereindringung
- wasserundurchlässig Austrocknungs-
richtung
- weniger wasserdiffusionshemmend
als Mindestbauteildicke
- eventuell lokal und linienförmig 0 - 25 mm  70 mm 40 - 80 mm

ausdiffundierende Feuchte  200 mm


geringer als Nutzungsfeuchte Wasser Beton Luft

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1 Einleitung
2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
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4 Aufgaben der Planung

• Planung im Sinne der WU-Richtlinie ist nicht als Tätigkeit eines Einzelnen
zu verstehen, sondern als das koordinierte Zusammenwirken der
Verantwortlichen für die verschiedenen Planungsbereiche.

• Die zeitlich unterschiedliche Einbindung der verschiedenen Beteiligten


erfordert von Beginn an eine entsprechende Koordination der Planung.

• Für die Koordination des gesamten Planungsablaufs für ein


WU-Betonbauwerk muss ein Verantwortlicher festgelegt werden.

• In der Regel obliegt diese Koordination dem Objektplaner.

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Checkliste als Orientierungshilfe für Zuständigkeiten (Informativer Anhang)

Baugrundgutachter
Bauphysiker
Bauherr
Objektplaner
Tragwerksplaner
TA-Planer
Sachkundiger Planer
Bauausführender

V: Verantwortlich
M: Mitwirkung

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Checkliste als Orientierungshilfe für Zuständigkeiten (Informativer Anhang)
Baugrundgutachter
Bauphysiker
Bauherr
Objektplaner
Tragwerksplaner
TA-Planer
Sachkund. Planer
Bauausführender

V: Verantwortlich
M: Mitwirkung

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2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
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5 Beanspruchungsklassen
Vergleichende Darstellung der Wasserbeanspruchungsklassen
in der WU-Richtlinie von 2003 und von 2017
Beanspruch- WU-Richtlinie 2003 WU-Richtline 2017
ungsklasse
drückendes Wasser ständig und zeitweise
drückendes Wasser
1 zeitweise
aufstauendes
Sickerwasser

nichtdrückendes
Wasser
Bild: Flohrer
Bodenfeuchte Bodenfeuchte

2 nichtstauendes
Sickerwasser
an der Wand
ablaufendes Wasser
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5 Nutzungsklassen
Nutzungsklasse A (NKL-A)
Nutzungsklasse B (NKL-B)
Kein Durchtritt von flüssigem
Begrenzter Wasserdurchtritt zulässig
Wasser
Ab Nutzungsbeginn in NKL-A oder Ab Nutzungsbeginn in NKL-B oder während
ab feuchteempfindlichen der (Rohbau-) Bauzeit:
Ausbaubeginn oder vertraglich - feuchte Flecken auf der luftseitigen
definiertem Zeitpunkt: Bauteiloberfläche zulässig;
- keine Feuchtstellen auf der - temporär bis zur Selbstheilung
luftseitigen Bauteiloberfläche durch wasserführende Risse;
Wasserdurchtritt; - Risse mit längerfristig feuchten Rissufern,
- keine wasserführenden Risse und jedoch keine Wasseransammlungen auf
Fugen(auch nicht temporär). der wasserabgewandten Bauteiloberfläche. Foto: Flohrer

Anwendungsbeispiele Anwendungsbeispiele
- Standard für Wohnungs- und - Einzelgaragen, Tiefgaragen
Bürobau - Installations- und Versorgungsschächte/-
- Lagerräume mit hochwertiger kanäle
Nutzung (z. B. feuchteempfindliche - Hausanschlussräume
Lagerstoffe) - Lagerräume mit geringen Anforderungen

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2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
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6.1 Allgemeines
Entwurf von WU-Betonbauwerken
• Sicherstellung der geplanten Nutzungsfähigkeit während der gesamten Nutzungsdauer
-> Trockene Oberflächen durch Planung bauphysikalischer und raumklimatischer
Maßnahmen

• Beherrschung des Zwangs und damit möglicher wasserführende Trennrisse


-> Früher Zwang in der Erhärtungsphase des jungen Betons
-> Später Zwang bei z.B. jahreszeitlichen Temperatureinwirkungen (-änderungen)

• Biegezwang bei erdberührten einseitig gleichmäßig temperierten dicken Bauteilen


-> häufig nicht wasserführende Biegerisse

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2 Anwendungsbereich der WU-Richtlinie
3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
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6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung

Entwurfsgrundsätze
a Vermeidung von Trennrissen durch die Festlegung von konstruktiven, betontechnischen und
ausführungstechnischen Maßnahmen;
b Festlegung von Trennrissbreiten, die so gewählt werden, dass bei Beanspruchungsklasse 1
der Wasserdurchtritt durch Selbstheilung begrenzt wird;
c Festlegung von Trennrissbreiten, die in Kombination mit im Entwurf vorgesehenen
planmäßigen Dichtmaßnahmen gemäß Abschnitt 12 die Anforderungen erfüllen. Hierbei sind in
der Regel die Mindestanforderungen an die rechnerischen Trennrissbreiten nach DIN EN 1992-1-
1, 7.3.1, auf der feuchtebeanspruchten Bauteilseite einzuhalten. Ziel dieses Entwurfsgrundsatzes
ist es, die Anzahl der Risse zu minimieren und diese Risse bei Beanspruchungsklasse 1
zielsicher abzudichten.

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6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
Rechenwerte der Trennrissbreiten bei Nutzungsklasse B und
Entwurfsgrundsatz b , wenn der Wasserdurchtritt durch Selbstheilung der
Risse begrenzt werden soll

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Anwendung der Entwurfsgrundsätze bei Beanspruchungsklasse 1

aus Literatur [1]

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Anwendung der Entwurfsgrundsätze bei Beanspruchungsklasse 2

aus Literatur [1]

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3 Wasserundurchlässigkeit als Gebrauchstauglichkeitseigenschaft
4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
6 Entwurf von WU-Betonbauwerken
6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
7 Ausblick und Zusammenfassung

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6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze

Foto: Flohrer

Reduzierung von Zwang durch Günstige konstruktive Randbedingungen


Reduzierung von (geringe Verformungsbehinderungen):
Verformungsbehinderungen Bewehren auf Sauberkeitsschicht mit
durch konstruktive Maßnahmen Folienauflage

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6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze

Reduzierung von Zwang durch Reduzierung von Zwang durch


Reduzierung von Reduzierung von indirekten
Verformungsbehinderungen verformungserzeugende Einwirkungen
durch konstruktive Maßnahmen durch betontechnische und
ausführungstechnische Maßnahmen
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6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze

Situation im Sommer
mit Trennrissbildung

Maßnahmen z.B.: Reduzierung von Zwang durch


- Reduzierung der Wärmeentwicklung Reduzierung von indirekten
- Absenkung der Frischbetontemperatur verformungserzeugende Einwirkungen
- Abdeckung mit Wärmedämmung durch betontechnische und
ausführungstechnische Maßnahmen
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6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
Konstruktive Maßnahmen bei WU-Bodenplatten und gegebenenfalls
WU-Dächern sind beispielsweise:
– Verminderung der Reibung durch geglättete Sauberkeitsschicht,
– Anordnung von reibungsmindernden Zwischenschichten unterhalb der
Bodenplatte als Trennlagen (beispielsweise Bitumenbahnen auf
Sauberkeitsschicht) oder Gleitschichten (beispielsweise
Brechsandschicht mit Folien),
– Vermeidung von Festhaltepunkten (Einspannungen vermeiden) durch
ebene Unterseiten ohne Versprünge,
– vereinfachte Geometrie (z.B. Bodenplatten gleicher Dicke),
– Anordnung von Hydratationsgassen (Temperaturgassen)
zur Entkopplung der Bodenplatte zwischen Festpunkten,
vorbetonierten Kanälen, Unterfahrten usw.,
– Vorspannung,
– Vermeidung von einspringenden Ecken,
– Anordnung von Fugen und Sollrissfugen
(müssen ggf. in Wänden übernommen werden).

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6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze

Betontechnische Maßnahmen sind


beispielsweise:

– Festlegung von Betonrezepturen mit niedriger


Hydratationswärmeentwicklung (ggf. ergänzt
durch wärmehaltende Nachbehandlung),

– Einsatz von hydratationswärmereduziertem


Massenbeton,

– Betonage mit möglichst niedrigen


Frischbetontemperaturen,
Foto: Mack

– Kühlung des Frischbetons. Kühlung von Frischbeton mit flüssigem


Stickstoff

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6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze

Ausführungstechnischen Maßnahmen sind


beispielsweise:

– Festlegung von Betonierabschnitten,

– Wahl des richtigen Betonierzeitpunktes,

– frühzeitig einsetzende Nachbehandlung,

– Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung,

– wärmehaltende Nachbehandlung nach


Überschreiten des Temperaturmaximums.

Fotos: Flohrer

6 Betonierabschnitte – keine Differenzverformungen

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6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
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6.4 Bauteildicke
Empfohlene Mindestgesamtdicken von WU-Betonbauteilen

Angaben in mm
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6.4 Bauteildicke
Mindestbauteildicken
• Basis sind langjährige Erfahrungen und Berücksichtigung von Wassertransportmechanismen
• sichere Ausführbarkeit (Betonierbarkeit und Einbaus von innenliegenden Fugenabdichtungen)
• Mindestwerte für die Ortbetonergänzung in Elementwänden mit Zulagebewehrung und
innenliegenden Fugenabdichtungen durch zusätzliche Anforderungen an die lichten Innenmaße bw,i
zwischen den Bewehrungslagen und/oder zwischen den Innenflächen der Fertigteilplatten in
meisten Fällen erhöht
• Elementwände mit Mindestelementwanddicke 240 mm
- Kernbeton mit Größtkorn Dmax = 8 mm
- außenliegende Fugenabdichtung
- ohne horizontale Bewehrung (und nur mit vertikaler
Anschlussbewehrung); Abstand in Wandlängsrichtung
muss Einführen der Rüttelflasche ermöglichen.
• Notwendigkeit, die Entscheidung für WU-Elementwände
schon in der Entwurfsplanung zu treffen.

Bild aus Literatur [1]


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6.4 Bauteildicke
Elementwände
• Elementwandinnenflächen
mit mittlerer Rautiefe ≥ 1,5 mm (vorher 0,9 mm)

Bild aus Literatur [1]

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4 Aufgaben der Planung
5 Beanspruchungsklassen und Nutzungsklassen
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6.1 Allgemeines
6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
7 Ausblick und Zusammenfassung

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6.5 Frischbetonverbundfolie
DAfStb-Unterschuss WU:
Regelungen zur Frischbetonverbundfolie sollen kein
Bestandteil der WU-Richtlinie werden.

In die Erläuterungen soll ein Passus aufgenommen


werden, dass bei Entwurfsgrundsatz c die
Frischbetonverbundfolie als flankierende Maßnahme
eine sinnvolle Ergänzung sein kann, wenn zum
Beispiel die Zugänglichkeit nicht gegeben ist
(Reduzierung des vorhandenen Restrisikos).

Frischbetonverbundfolien müssen geplant sein.

Die Qualitätssicherung in der Ausführung ist


maßgebend für den Erfolg der Maßnahme. Foto: Flohrer

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4 Aufgaben der Planung
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6.2 Entwurfsgrundsätze zur Trennriss-Steuerung
6.3 Maßnahmen zur Umsetzung der Entwurfsgrundsätze
6.4 Bauteildicke
6.5 Frischbetonverbundfolie
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7 Ausblick und Zusammenfassung

Heft 555 (2. Auflage)


• Erläuterungen zur WU-Richtline
• Bearbeitung im Jahr 2018
• Berücksichtigung erster Auslegungsanfragen

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7 Ausblick und Zusammenfassung

Literaturhinweise

[1] Alfes, Ch.; Fingerloos, F.; Flohrer, C.:


Hinweise und Erläuterungen zur Neuausgabe der DAfStb-Richtlinie
„Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“. In: Berlin: Ernst & Sohn.
Betonkalender 2018/1, Beitrag II, S. 175-226.

[2] Alfes, C.; Fingerloos, F.; Flohrer, C.: Wesentliche Änderungen in der
neuen DAfStb-WU-Richtlinie 2017. In: Beton- und Stahlbetonbau
Spezial 2018 – WU-Bauwerke aus Beton. Verlag Ernst & Sohn, Berlin,
Februar 2018, Seite 11 bis 19

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7 Ausblick und Zusammenfassung

Wesentliche Änderungen in der WU-Richtlinie 2017:


- Stärkere Herausstellung der Aufgaben der Planung als Leitfaden für erforderliche Planungsschritte,
- Informativer Anhang als Orientierungshilfe zur Abstimmung der Zuständigkeit bei der Planung und
der Ausführung (Checkliste),
- Aufnahme von Regelungen für WU-Dächer,
- Erhöhung der Anforderungen bei Entwurfsgrundsatz b) mit Selbstheilung (zusätzliche Abhängigkeit
vom Wasserdruck unabhängig von der Bauteildicke, Begrenzung auf maximal 10 m
Wasserdruckhöhe),
- Erhöhung der Anforderungen bei WU-Elementwänden (Vergrößerung der Mindestrauigkeit der
Verbundfugen, Präzisierung lichter Abstand zwischen der Bewehrung in der Ortbetonergänzung),
- Verbesserung der Lesbarkeit und Verständlichkeit,
- Präzisierung von Kommunikations-/Dokumentations- und Prüfpflichten zwecks besserer Qualität.

Die Anwendung der WU-Richtlinie für hochwertig genutzte Untergeschosse erfordert ein Umdenken
bei der Anwendung der Entwurfsgrundsätze vom Bemessen zum zwangarmen Konstruieren.
2018-02-22 DAfStb-WU-Richtlinie Dr. Christoph Alfes 39
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V., Berlin


Dr.-Ing. Christoph Alfes
Mail: christoph.alfes@dafstb.de
Tel.: 030 2693 1317

Foto: Flohrer

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